Beiträge von Belkavaka

    Hallo. Ich habe folgendes Anliegen: Ich wohne in der Stadt A, beziehe da Krankengeld (werde wahrscheinlich auch nicht so schnell aus der Krankheit rauskommen...) und das Bürgergeld. Da ich aber ziemlich oft an meine Grenzen im Alltag stoße und dann auf die Unterstützung von meinen Elterne angewiesen bin, fahre ich oft zu denen und bleibe, bis es mir einigermaßen besser geht, dann fahre ich nach Hause und bleibe da, bis mich meine Krankheit wieder abholt... Sie wohnen aber sehr weit entfernt von meinem Wohnort und damit begehe ich eigentlich regelrecht einen Betrug im Sinne des Bürgergeldes. Das war mir tatsächlich nicht klar, bis ich vom Jobcenter aufgeklärt wurde... Aber egal. Wie gesagt, damit alles "richtig" gemacht wird, darf ich nur 3 Wochen abwesend sein und an den restlichen Tagen darf ich sehen, wie ich mich rumschlage. Eine "Sonderbehandlung" gibt es da nicht und wird von mir auch nicht erwartet. Das geht aber auf lange Sicht nicht und schadet meiner Gesundheit zusätlich.

    Deswegen überlege ich mir umzuziehen. In einen Wohnort, der näher an meinen Eltern ist, wo ich auch mal einfach tagsüber bei ihnen sein kann und abends wieder nach Hause fahre. Damit würde ich keinen "Betrug" mehr begehen und nicht alleine, völlig soial isoliert, verrecken. In der Gegend, wo ich jetzt wohne, gibt es auch keine Aussicht auf (spätere) Arbeit in meinem Beruf, also hält mich da wirklich nichts...

    Sorry für so eine lange Präambel. Die eigentliche Frage: kann das Jobcenter in der neuen Stadt mir Steine in den Weg legen und sagen, dass ich nicht berechtigt bin, das Bürgergeld zu beziehen, da es für den Umzug keine wichtigen Gründe gab? Ich weiß, dass aus der Sicht der Jobcenter meine Gründe wirklich keine Gründe sind. Was muss ich diesbezüglich beachten? Schon im Vorfeld um Erlaubnis bitten o. ä.?

    Danke im Voraus.

    Turtle1972  Toetje , danke für die Antworten.

    Toetje, ich weiß leider nicht, was Fallmanagement ist... Ärztliche Atteste schicke ich quasi jedes Monat ab, weil die AU immer verlängert wird (da werden erstmal verschiedene Medikamente ausprobiert und gewechselt). Parallel warte ich auf einen Reha-Platz. Aber bis dahin muss ich erstmal irgendwie überleben... Zurzeit besteht der Kontakt zu der Sachbearbeiterin per E-Mail. Aus der Agentur für Arbeit wurde ich gleich am Anfang "rausgeschmissen", da ich ja nicht arbeitsfähig bin. Mir steht noch Arbeitslosengeld zu, aber wie gesagt - arbeitsunfähig.

    Ja, ich sammle jetzt "Beweise" für die ganzen Monate des Bürgergeldbezugs (es hat sich herausgestellt, dass ich insgesammt ca. 140€ pro Monat für die Lebensmittel verbraucht habe, das ist nicht mal wenig für meine Verhältnisse...), schicke die ganzen Kontoauszüge mit Vermerken und genauen Angaben ab und danach mit der SB telefonieren. Es fällt halt sehr schwer. Persönliche Konfrontation/Konflikt ist zurzeit die Hölle für mich, besonders gegen solche Vorfürfe anzugehen. Die Frau wird teilweise beleidigend. Aber ich muss anscheinend durch...

    Das ist schon klar. Aber außer alle Kontoauszüge offenzulegen und Krankengeldbescheinigungen einzureichen kann ich ja nichts mehr tun... Mir wird vorgeworfen, dass ich Zuwendungen/weitere Einnahmen/andere Konten hätte, aber man kann ja kein Nicht-Existieren/Fehlen nachweisen.

    Wird Hilfebedürftigkeit anhang von 2-3 Monaten ermittelt, wie die Frau das anscheinend macht, oder wäre es hilfreich, die Kontoauszüge Lückenlos für die ganze Dauer des Bürgergeldbezuges vorzulegen? Ich habe im Oktober-Dezember wenig gekauft, weil ich im September viel (Haltbares) gekauft habe, da ich schon gespührt habe, was symptommäßig auf mich zukommt... Und in den ganzen Monaten davor (Juni-September) habe ich ganz normal eingekauft. Im Januar fast normal, also ca. 130€. Februar ca. 100€ (und, wie gesagt... ich habe nichts mehr und auch kein Geld).

    Hallo. Kurz zu meiner Situation: ich habe bis Juni 2024 gearbeitet, bis ich einer psychischen Erkrankung mit mehreren unschönen Symptomen nicht mehr standhalten konnte. Seitdem bin ich krankgeschrieben, werde therapiert und erhalte Krankengeld und stocke mit Bürgergeld auf.

    Zum Dezember musste ich einen Folgeantrag stellen und Kontoauszüge für die letzten 3 Monate vorlegen, also Sept, Okt, November (und dann auch noch Dezember, weil es sich unglaublich in die Länge zieht). Anfang Februar bekam ich von der Sachbearbeiterin eine unschöne E-Mail mit den Zweifeln, was meine Hilfebedürftigkeit angeht. Der Grund: ich gebe zu wenig Geld für die Lebensmittel aus. Ich habe ihr erklährt, dass es an meiner Krankheit liegt, dass ich seit Monaten nicht mehr vor die Tür gehe und kaum was esse, dass ich mich buchstäblich nur von haltbaren Lebensmittel ernähre und kann Wochenlang... z.B. gekochte Nudeln mit Tomatensauce essen. Ihre zweite E-Mail war noch unfreudlicher und übergriffiger. Sie wirft mir vor, dass ich noch andere Einkommensquellen hätte (nein), weitere Konten, wo das Geld hin fließt (nein, nur eine Kreditkarte für die Amazonkäufe, Geld wird von meinem regulären Konto eingezogen) oder Zuwendungen Dritter bekomme (ich habe erzählt, dass meine Mutter manchmal zu mir zu Besuch kommt und Essen mitbringt, das wir dann zusammen essen. Jetzt will sie auch noch wissen, wie oft, wieviel, was genau, fast schon den Wert der Zutaten soll ich ausrechnen. Aber das sind halt... normale Mengen, paar Mal im Monat und, wie gesagt, wir essen einfach zusammen das mitgebrachte Essen).

    Was sie genau stutzig macht: ich habe im September einen Großeinkauf für 320€ gemacht und eine Riesenmenge an haltbaren günstigen Lebensmitteln gekauft (stell euch vor, vwieviel das war, wenn das Meiste Nudeln, Reis etc. war). Die nächsten Monate habe ich nur Kleinigkeiten übers Internet bestellt (ca. 30€ pro Monat). Ich kann doch nicht dafür, dass es mir so schlimm geht und ich mich so sch... ernähre! Und ja, den Einkauf für 320€ hat sie auch gesehen, steht ja in dem Kontoauszug... Aber nein (Zitat): "Fakt ist, dass Ausgaben für Lebensmittel in Höhe von weniger als 100,00 € pro Monat für eine alleinstehende Person unrealistisch sind", wobei sie weder Ärztin, noch Diätologin ist, noch anscheinend instande ist, sich mit irgendwelchen Krankheitssymptomen außeinander zu setzen.

    Also mir wird quasi Betrug vorgeworfen, man zweifelt an meiner Aufrichtigkeit, ich werde wir eine Kriminelle behandelt... und ich habe kein Geld mehr fürs Essen, weil meine im September gefüllte Speisekammer leer ist und es muss wieder ein Großeinkauf her... Ich kann nur die Wohnung für Februar bezahlen und etwas von den laufenden Kosten wie Strom... Es dauert bereits 3 Monate, in denen sie in meinen Kontoauszügen wühlt und meine Essgewohnheiten bis ins kleinste Detail untersucht... Ich muss mich von einer fremdem Person für meine Sympromatik rechtfertigen!

    Ist so etwas gerechtfertigt? Oder überreagiere ich und mir kommt nur vor, dass sie bereits übergriffig geworden ist? Soll ich mir Hilfe holen? Mich bei dem Diensaufsicht beschweren? Oder es über mich ergehen lassen und die Entscheidung abwarten... und dabei Schulden anhäufen? Sorry, wenn ich zu emotional bin... ich kann nicht mehr. Dass ist ungerecht und frustrierend...