Wie als noch Angestellter in ein anderes Bundesland Umziehen?

  • Hallo,

    zunächst einmal der Ist-Status. Ich bin derzeit Angestellter im Midijob, beziehe keine Sozialleistungen und lebe in einer WG. Bei der Firma bin ich seit August 2025 angestellt. Zunächst im Minijob mit zusätzlichen Arbeitslosengeldbezug und seit ca. 3 Monaten dann als Midijobber. Zudem habe ich einen Wohnberechtigungsschein welcher bis November diesen Jahres für das Bundesland in dem ich derzeit lebe gültig ist.

    Ich spiele nun mit dem Gedanken in ein anderes Bundesland zu ziehen in dem die Mieten günstiger sind, dafür der Arbeitsmarkt schlechter ist. Auch müsste ich dann meinen derzeitigen Job aufgeben. Ich gehe davon aus das ich keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld hätte oder wenn so wenig das es sich nicht lohnen würde den Antrag dafür zu stellen. Dies würde bedeuten ich wäre sofort abhängig vom Jobcenter bzw. Bürgergeld.

    Meine Frage ist: Wie wäre nun das beste Vorgehen um sich keine Sperren oder anderen Ärger einzufangen? Ich hätte natürlich auch die Möglichkeit die neue Wohnung zu mieten aber noch einen Monat in der WG zu bleiben und so lange weiter zu arbeiten und dann zu Kündigen, falls das Sinn macht. (Kündigungsfrist beim Job wäre 4 Wochen, bei der WG zum Monatsende)

    Zur Wohnung selber ist es natürlich sinnvoll die zugelassenen Kosten (KDU) für den jeweiligen Ort vorab zu ermitteln und keine zu große Wohnung auszuwählen.

    Und nein Ich habe keine direkte Wohnung in Aussicht, denn zunächst möchte ich einen Plan haben wie ich am besten in diesen Fall vorgehe.

    Ich hoffe hier Hilfe und Tipps zu erhalten und Bedanke mich im Voraus.

  • Tja, ich würde sagen, alles in der richtigen Reihenfolge machen, neuen Job suchen, Wohnung suchen, umziehen... Eine Anleitung, wie man am besten Sozialleistungen bezieht und dabei im Zweifel auch noch die Behörde abzockt, bekommst Du hier nicht. ALG 1 musst Du übrigens immer beantragen, egal wie klein der Anspruch sein mag. Und eine Sanktion im Bereich SGB II wird es auch geben. Ich kann Deine Motivation im Übrigen nicht nachvollziehen - keine Lust zu arbeiten? Oder warum zieht man irgendwohin, wo es vermutlich nix zu arbeiten gibt?

    Wenn das Leben Dir in den Allerwertesten tritt - nutze den Schwung um Vorwärts zu kommen

  • Ich fange einmal unten in Deinem Text an und zwar mit dem Thema Motivation. Diese ist eigentlich klar erkennbar, aber hier nochmal in einem Wort: "Wohnungsmarkt" Wenn ich hierzu mehr ins Detail gehen muss bin ich hier offensichtlich falsch.

    Nun zum Thema "Behörden Abzocken." Ich muss mich da wirklich schlecht ausgedrückt haben wenn dein Text sogar zwei Herzchen bekommen hat, daher versuche ich es nochmal. Ich suche keine Anleitung zum Behörden abzocken, sondern wollte wissen was das sinnvolle und offene Vorgehen ist wenn man in ein anderes Bundesland umziehen möchte. Es geht schlicht und einfach um die Reihenfolge. Hätte ich jetzt geschrieben "Ich möchte in die selbe Stadt wie meine Freundin ziehen, aber in eine eigene Wohnung" wäre es technisch gesehen der selbe Sachverhalt wie bei mir und Dir wäre der Vorwurf nicht durch den Kopf gegangen.

    Vielleicht antwortet als nächstes jemand sachlich auf das Thema und wenn die Antwort ist: "Bei deinem Vorhaben gibt es keinen Weg der Sanktionen verhindert" dann ist das eben so. Oder aber um mal ein positives Beispiel zu geben. "Telefonier mit dem Jobcenter/Arbeitsamt vor Ort erkläre Dein Vorhaben und dann kündige und ziehe um."

  • Das mag ja alles sein, dass in einem anderen Wohnungsland die Mieten günstiger sind.

    Aber du scheinst offensichtlich überhaupt kein Problem damit zu haben, dass du - ohne derzeit Sozialleistungen zu erhalten – lieber deine Arbeit hinschmeißt, um deinen Lebensunterhalt dann vom Steuerzahler finanzieren zu lassen.

    Du kannst dir sicherlich vorstellen, dass die Motivation (wenn du dieses Wort schon erwähnst) der arbeitenden Bevölkerung, ziemlich eingeschränkt ist, wenn sie mit ihren Steuern Personen, die sich freiwillig durch Arbeitsaufgabe bedürftig machen, mitfinanzieren müssen.

    Vielleicht antwortet als nächstes jemand sachlich auf das Thema und wenn die Antwort ist: "Bei deinem Vorhaben gibt es keinen Weg der Sanktionen verhindert" dann ist das eben so. Oder aber um mal ein positives Beispiel zu geben. "Telefonier mit dem Jobcenter/Arbeitsamt vor Ort erkläre Dein Vorhaben und dann kündige und ziehe um."

    Die sachliche Antwort hast du bekommen. Wenn du damit nicht klar kommst, dürfte es dein Problem sein. Da du dir ja selbst die Antwort gibst "Telefonier mit deinem zukünftig zuständigen Jobcenter", solltest du dies tun. Allerdings wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit von dort eine Antwort bekommen, die sich von den Antworten hier im Forum nur wenig unterscheidet.

    Schöne Grüße
    ubu