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Rentencheck 2026: das hat sich bei der Rente geändert!

2026 bringt für Rentnerinnen und Rentner spürbare Änderungen: Eine kräftige Rentenerhöhung zur Jahresmitte, neue Steuer- und Freibeträge, höhere Hinzuverdienstgrenzen und die Einführung der Aktivrente für arbeitende Ruheständler. Viele profitieren dadurch netto – andere rutschen erstmals in die Steuerpflicht und sollten ihre Bezüge genau prüfen. Alle Änderungen bei der Rente im Jahr 2026 im Rentencheck auf Bürger & Geld, dem Nachrichtenmagazin des Vereins Für soziales Leben e.V..

Mehr Geld: Rentenerhöhung und Aktivrente

Zum 1. Juli 2026 ist nach aktuellen Berechnungen eine Rentenerhöhung von rund 3,7 bis 3,73 Prozent vorgesehen, endgültig beschlossen wird sie wie üblich erst im Frühjahr 2026. Damit steigt der aktuelle Rentenwert von etwa 40,79 Euro auf ungefähr 42,31 Euro und liegt deutlich über der erwarteten Inflationsrate.

Neu ist 2026 außerdem die Aktivrente: Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat und weiterarbeitet, kann bis zu 2.000 Euro im Monat (24.000 Euro im Jahr) steuerfrei hinzuverdienen. Betroffen sind vor allem Altersrentner mit Nebenjob oder Teilzeitbeschäftigung, nicht aber Erwerbsminderungsrentner vor der Regelaltersgrenze.

Steuern: Grundfreibetrag, Rentenfreibetrag, Steueranteil

Der steuerliche Grundfreibetrag steigt 2026 auf 12.348 Euro (2025: 12.096 Euro), erst darüber fällt Einkommensteuer an. Das entlastet viele Bestandsrentner, deren Bruttorente durch die Erhöhung steigt und die dadurch knapp unterhalb oder nur knapp oberhalb der Steuerpflicht liegen.

Für Neurentner des Jahrgangs 2026 erhöht sich der zu versteuernde Rentenanteil auf 84 Prozent; 16 Prozent der ersten vollen Jahresbruttorente bleiben als individueller Rentenfreibetrag dauerhaft steuerfrei. Mit jedem neuen Rentnerjahrgang sinkt der steuerfreie Anteil um 0,5 Prozentpunkte, bis künftige Jahrgänge ab 2058 ihre Rente vollständig versteuern müssen.

Erwerbsminderungsrente: Höhere Grenzen und längere Zurechnungszeit

Bei Erwerbsminderungsrenten steigen 2026 die Hinzuverdienstgrenzen deutlich: Bei voller Erwerbsminderung sind kalenderjährlich rund 20.700 Euro anrechnungsfrei möglich, bei teilweiser Erwerbsminderung mindestens etwa 41.500 Euro. Maßstab ist die Sozialversicherungs‑Bezugsgröße, die 2026 auf 3.955 Euro im Monat steigt und damit auch die Freibeträge nach oben zieht.

Zudem wird die Zurechnungszeit bei neuen EM-Renten weiter verlängert, wodurch die rechnerische Rente für viele Neufälle steigt, und der seit 2024 gewährte EM-Zuschlag wird bis 2026 vollständig in die laufenden Bestandsrenten integriert. Wichtig: Die Aktivrente gilt nur für Altersrenten nach Erreichen der Regelaltersgrenze, nicht für laufende Erwerbsminderungsrenten.

Betriebsrenten und Krankenversicherung

Für gesetzlich krankenversicherungspflichtige Rentner mit Betriebsrente gilt ab Januar 2026 ein neuer, dynamischer Freibetrag bei den Krankenkassenbeiträgen. Bis zu einem Betrag von 197,75 Euro im Monat (ein Zwanzigstel der Bezugsgröße von 3.955 Euro) werden auf Betriebsrenten keine Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung fällig.

Erst der darüber liegende Teil der Betriebsrente wird verbeitragt, was insbesondere kleine und mittlere Betriebsrenten spürbar entlasten soll. Da der Freibetrag an die Bezugsgröße gekoppelt ist, steigt er künftig automatisch mit – ohne jedes Jahr ein neues Gesetz zu brauchen.

Rechengrößen, Mindestlohn und langfristiger Ausblick

Der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung bleibt 2026 unverändert bei 18,6 Prozent, gleichzeitig steigen Mindestlohn und dynamische Minijob-Grenze. Der gesetzliche Mindestlohn soll auf etwa 13,90 Euro klettern, die Minijob-Grenze erhöht sich damit auf rund 602 Euro monatlich, was sich auf Rentenpunkte aus einem Minijob positiv auswirken kann.

Modellrechnungen gehen davon aus, dass die Rente bis 2036 um insgesamt rund 50 Prozent steigen könnten, im Schnitt um etwa 3,5 Prozent pro Jahr – allerdings sind das Prognosen und keine garantierten Werte. Umso wichtiger ist ein individueller Rentencheck 2026: Bescheid prüfen, Hinzuverdienst und Steuerfreibeträge durchrechnen und bei Unsicherheiten frühzeitig Beratung durch Deutsche Rentenversicherung oder Steuerberatung nutzen.

Redakteure

  • ik

    Sozialrechtsexperte und Redakteur

    Ingo Kosick ist ein renommierter Experte im Bereich des Sozialrechts in Deutschland. Er engagiert sich seit über 30 Jahren in diesem Feld und hat sich als führende Autorität etabliert. Als Vorsitzender des Vereins "Für soziales Leben e.V.", der 2005 in Lüdinghausen gegründet wurde, setzt er sich für die Unterstützung von Menschen ein, die von Armut und Arbeitslosigkeit betroffen sind. Der Verein bietet über das Internet Informationen, Beratung und Unterstützung für sozial benachteiligte Menschen an.

    Ingo Kosick ist zudem Autor und Redakteur beim Nachrichtenmagazin Bürger & Geld, das der Verein "Für soziales Leben e.V." herausgibt. Ingo hat sich auf Themen wie Bürgergeld, Sozialleistungen, Rente und Kindergrundsicherung spezialisiert. Seine Artikel bieten fundierte Analysen und rechtlich aufgearbeitete Informationen, die Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützen sollen.

    Durch seine langjährige Erfahrung und sein Engagement hat Ingo Kosick maßgeblich dazu beigetragen, dass sozial benachteiligte Menschen in Deutschland besser informiert und unterstützt werden können.

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  • Peter Kosick
    Experte:

    Jurist und Redakteur

    Peter Kosick hat an der Universität Münster Rechtswissenschaften studiert und beide juristische Staatsexamen in Nordrhein-Westfalen mit Erfolg abgelegt. Er arbeitet als freiberuflicher Jurist, ist Autor verschiedener Publikationen und hält Vorträge im Bereich Arbeits- und Sozialrecht. Seit mehr als 30 Jahren engagiert er sich im sozialen Bereich und ist seit der Gründung des Vereins "Für soziales Leben e.V." dort Mitglied. Peter Kosick arbeitet in der Online Redaktion des Nachrichtenmagazins Bürger & Geld, das der Verein herausgibt und ist der CvD. Seinen Artikeln sieht man an, dass sie sich auf ein fundiertes juristisches Fachwissen gründen.

    Peter hat ebenfalls ein Herz für die Natur, ist gern "draußen" und setzt sich für den Schutz der Umwelt ein.

    Seine Arbeit im Redaktionsteam von Bürger & Geld gibt ihm das Gefühl,  etwas Gutes für das Gemeinwohl zu tun.

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