Bürger & Geld ist das unabhängige Nachrichtenportal des gemeinnützigen Vereins (NGO) Für soziales Leben e.V. – Verlässliche News zu Rente, Grundsicherung und Finanzen.

Aktuelle Top‑News

Höherer Pflegegrad: Videobegutachtung möglich, Hausbesuch hat auf Wunsch Vorrang

Ingo Kosick

Der Pflegeaufwand wächst, der Antrag auf einen höheren Pflegegrad steht an: Ihr Gutachten kann jetzt per Video stattfinden. Den Hausbesuch können Sie trotzdem jederzeit verlangen.

Rente nach 35 Jahren: Wann 10,8 statt 14,4 Prozent Abschlag gelten

Peter Kosick

35 Versicherungsjahre allein bestimmen nicht, wie hoch der Rentenabschlag ausfällt. Für ab 1964 Geborene kostet der Beginn mit 63 bei der Altersrente für langjährig Versicherte grundsätzlich 14,4 Prozent. Mit 64 sinkt der Abschlag auf 10,8 Prozent. Für schwerbehinderte Menschen gelten andere Altersgrenzen.

Verschlimmerungsantrag vor der Rente: GdB 50 und Schwerbehindertenrente wackeln

Ingo Kosick

Schwerbehindert und bald in Rente? Ein Verschlimmerungsantrag kann Ihren GdB 50 kosten und damit den früheren Rentenstart. Entscheidend ist, was am Tag des Rentenbeginns gilt.

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Aktuelle Nachrichten

Ihr Minijob neben der Rente hilft, wenn das Geld am Monatsende knapp wird. Ab 2027 soll die Pauschalsteuer auf fünf Prozent steigen. Ob Sie davon etwas merken, entscheidet Ihr Arbeitsvertrag.

Wenn Eltern plötzlich Hilfe im Alltag brauchen, entscheidet der Hausbesuch über das Geld. Bei der Pflegegrad-Begutachtung sollen ab 2027 strengere Punktgrenzen gelten, laut Entwurf nicht für Anträge aus 2026.

Die Witwenrente wird in Deutschland weiter gezahlt. Forderungen nach einem anderen Modell sind kein Beschluss zur Abschaffung. Auch Schweden hat die Unterstützung für Hinterbliebene nicht vollständig gestrichen. Der Faktencheck erklärt die Unterschiede und was für Betroffene gilt.

Bestimmte ältere Menschen sollen ihren Personalausweis künftig über das Ablaufdatum hinaus weiterverwenden dürfen. Entscheidend ist ihr Alter bei der Beantragung. Die Ausnahme gilt noch nicht und erfasst nicht jeden Verwendungszweck. Für Reisen und digitale Identitätsnachweise bleiben wichtige Einschränkungen.

Seit Juli 2026 können Jobcenter den Regelbedarf bei Pflichtverletzungen grundsätzlich für drei Monate um 30 Prozent kürzen. Ein wichtiger Grund für das Verhalten oder Fehler im Bescheid können Anlass sein, gegen die Minderung vorzugehen. Ein Widerspruch allein hält die Kürzung meist nicht auf. Deshalb kann zusätzlich ein Eilantrag beim Sozialgericht nötig sein, um die laufenden Zahlungen vorläufig zu sichern.

Die Rentenkommission schlägt vor, die bisherige Rente nach 45 Versicherungsjahren abzuschaffen. An ihre Stelle könnte eine Schutzrente für Menschen treten, die lange versichert waren und kurz vor dem Ruhestand gesundheitliche Probleme haben. Für den Anspruch könnte entscheidend sein, ob sie noch in ihrem bisherigen Beruf arbeiten können. Bislang handelt es sich um einen Reformvorschlag; das geltende Rentenrecht bleibt unverändert.

Ende November bekommen Pflegekräfte im öffentlichen Dienst eine Extrazahlung, die es so nirgends sonst im TVöD gibt. Bis zu 90 Prozent eines Monatsgehalts – unter einer Bedingung.

Ratgeber & Service

Rente – Alles zur gesetzlichen Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente ist der Grundbaustein der Altersvorsorge. Sie sollte so hoch sein, dass Rentner ihren Lebensunterhalt großzügig davon bestreiten können.

Es gibt unterschiedliche Rentenarten. Zu nennen sind etwa die reguläre Altersrente, die Erwerbsminderungsrente, die Witwenrente oder die Unfallrente.

Alle haben unterschiedliche Voraussetzungen. Die Rentenhöhe hängt von individuellen Faktoren ab. Die Rentenauszahlung erfolgt monatlich, meistens im Nachhinein.

Wichtig für Rentner: Jährlich findet eine Rentenerhöhung statt, die nächste zum 1. Juli 2027.

Gegebenenfalls kann die Rente durch die Grundsicherung im Alter ergänzt werden.

Ganz wichtig: die Rente gibt es immer nur auf Antrag. Deshalb hier die Infos zum Rentenantrag!

Grundsicherungsgeld

Voraussetzungen

Bürgergeld wurde zum 1. Juli 2026 zum Grundsicherungsgeld, zur neuen Grundsicherung für Arbeitsuchende. (Vormals war es als Hartz IV bekannt.) Es ist die staatliche Grundsicherung für erwerbsfähige, arbeitsuchende Menschen und ihre Familien in Deutschland. Es setzt sich zusammen aus dem Regelsatz (Regelbedarf), den Kosten der Unterkunft und möglichen Mehrbedarfen. Es wird auf Antrag durch das örtliche Jobcenter ausgezahlt. Einzelheiten hier: Auszahlung und Termine

Zweck des Gesetzes zur Grundsicherung für Arbeitsuchende (ehem. Bürgergeld) ist es, die arbeitsfähigen Menschen nachhaltig in Beschäftigung bzw. Arbeit zu bringen.

Höhe

Der aktuelle Grundsicherungsgeld Regelsatz 2026 beträgt 563 Euro pro Monat für eine alleinstehende, erwachsene Person. 2027 wird der die Höhe angepasst werden, so die Prognose unserer Experten für die neue Grundsicherung für Arbeitsuchende!

Der Regelsatz dient der Deckung des alltäglichen Bedarfs. Er wird in unterschiedlicher Höhe ausgezahlt: Alleinstehende, Paare und Kinder erhalten somit keine einheitlichen Summen. Wie hoch ist Ihr individueller Anspruch auf Grundsicherung für Arbeitsuchende? Nutzen Sie den Grundsicherungsgeld Rechner!

Antrag

Grundsicherungsgeld muss beantragt werden. Wichtig ist, dass der Antrag auf Grundsicherungsgeld rechtzeitig gestellt wird. Rückwirkung kommt ihm grundsätzlich nicht zu.

Einkommen und Vermögen bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende / Grundsicherungsgeld werden Einkommen und Vermögen grundsätzlich auf den Anspruch angerechnet. Allerdings gibt es Einkommensfreibeträge und Vermögensfreibeträge. Letzte werden auch Schonvermögen genannt.

Familie & Kinder – Leistungen und Unterstützung

Für Familien besonders wichtig sind der Unterhalt oder der Unterhaltsvorschuss sowie das Kindergeld, der Kinderzuschlag sowie das Wohngeld.

Finanzen & Sozialleistungen im Überblick

Der Bereich Finanzen vor sozialen Hintergrund umfasst u.a. die Leistungen Arbeitslosengeld, Wohngeld und Pflegegeld. Menschen mit Schwerbehinderung erhalten finanzielle Nachteilsausgleiche.

Über Bürger & Geld

Bürger & Geld ist das Online‑Nachrichtenmagazin des gemeinnützigen Vereins „Für soziales Leben e. V.“ aus Lüdinghausen (NRW). Mehr über unser Selbstverständnis, unsere Finanzierung und Arbeitsweise erfahren Sie auf unserer Seite „Über uns“. Unser Redaktionsteam bereitet komplexe Sozial‑ und Finanzthemen rund um neue Grundsicherung, Rente, Familie und Finanzen verständlich, unabhängig und praxisnah auf. Wenn Sie Fragen, Hinweise oder eigene Erfahrungen teilen möchten, können Sie uns jederzeit kontaktieren. Alle rechtlichen Angaben finden Sie im Impressum sowie in unserer Datenschutzerklärung.

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