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Mehr Rente ab Juli 2026: Große Tabelle zeigt, wie viel Plus Sie erwarten können

Mehr Rente ab Juli 2026 ist sehr wahrscheinlich: Die Prognosen reichen von rund 3,37 bis etwa 3,73 Prozent Plus, realistisch gilt derzeit eine Steigerung um etwa 3,7 Prozent als wahrscheinlichstes Szenario. Wie viel das konkret bringt, hängt von der individuellen Monatsrente ab – eine Standardrente von 1.500 Euro würde voraussichtlich um etwa 50 bis gut 55 Euro monatlich steigen. In folgendem Artikel auf Bürger & Geld, dem Nachrichtenmagazin des Vereins Für soziales Leben haben wir die Prognosewerte anhand einer Tabelle übersichtlich aufgearbeitet!

Rentenerhöhung 2026 im Überblick

Erwartete Spanne der Rentenerhöhung zum 1. Juli 2026: etwa 3,37 bis 3,73 Prozent.

Die Bundesregierung und die Deutsche Rentenversicherung gehen in aktuellen Entwürfen des Rentenversicherungsberichts von rund 3,7 Prozent Plus aus.Die endgültige Anpassung wird wie jedes Jahr erst im Frühjahr 2026 verbindlich festgelegt, wenn alle Lohndaten 2025 vorliegen.

Warum die Rente 2026 steigt

Grundlage der Rentenanpassung ist vor allem die Lohnentwicklung des Vorjahres: Steigen die Bruttolöhne, steigen zeitversetzt auch die Renten.Hinzu kommen Mechanismen der Rentenformel (z. B. Niveauschutzklausel bis 2025), die dafür sorgen, dass das Sicherungsniveau nicht unter 48 Prozent fällt und in einzelnen Jahren sogar einen stärkeren Anstieg bewirken. Seit 1. Juli 2023 gibt es einen einheitlichen Rentenwert in Ost und West, sodass die Erhöhung 2026 für alle Rentnerinnen und Rentner prozentual gleich ausfällt.

Wie viel mehr Rente ab Juli 2026?

Die folgenden Beispielrechnungen nutzen als grobe Prognose einen Rentenanstieg von 3,7 Prozent ab Juli 2026 (Bruttowerte, ohne Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung). Die Werte dienen zur Orientierung, die reale Erhöhung kann geringfügig abweichen.

Große Tabelle: Prognose Mehr-Rente 2026

bisherige Monatsrente (brutto)Plus bei 3,37 % (konservativ)neue Rente 3,37 %Plus bei 3,7 % (Wahrscheinlichkeit)neue Rente 3,7 %
600 €ca. 20,22 €ca. 620,22 €ca. 22,20 €ca. 622,20 €
800 €ca. 26,96 €ca. 826,96 €ca. 29,60 €ca. 829,60 €
1.000 €ca. 33,70 €ca. 1.033,70 €ca. 37,00 €ca. 1.037,00 €
1.200 €ca. 40,44 €ca. 1.240,44 €ca. 44,40 €ca. 1.244,40 €
1.400 €ca. 47,18 €ca. 1.447,18 €ca. 51,80 €ca. 1.451,80 €
1.500 €ca. 50,55 €ca. 1.550,55 €ca. 55,50 €ca. 1.555,50 €
1.800 €ca. 60,66 €ca. 1.860,66 €ca. 66,60 €ca. 1.866,60 €
2.000 €ca. 67,40 €ca. 2.067,40 €ca. 74,00 €ca. 2.074,00 €
2.500 €ca. 84,25 €ca. 2.584,25 €ca. 92,50 €ca. 2.592,50 €
3.000 €ca. 101,10 €ca. 3.101,10 €ca. 111,00 €ca. 3.111,00 €

Die 3,37 Prozent orientieren sich an einer vorsichtigeren Prognose aus früheren Rentenberichten und Berechnungen, während 3,7 Prozent auf den aktuelleren Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2025 und auf Eigenberechnungen von sozialen Verbänden beruhen. Beispiele zeigen, dass bei 1.400 Euro Monatsrente der Zuwachs bei rund 52 Euro liegen dürfte, was durch konkrete Rechenbeispiele von Verbänden gestützt wird.

Aktueller Rentenwert und Entgeltpunkte

Der aktuelle Rentenwert ist zum 1. Juli 2025 von 39,32 Euro auf 40,79 Euro pro Entgeltpunkt gestiegen, was einer Erhöhung um 3,74 Prozent entspricht. Für 2026 wird – je nach Quelle – ein neuer Rentenwert in der Größenordnung von gut 42 Euro pro Entgeltpunkt prognostiziert, wenn sich ein Plus von um die 3,7 Prozent bestätigt.

Wer die eigene zu erwartende Rente ab Juli 2026 berechnen möchte, kann die individuellen Entgeltpunkte mit einem prognostizierten neuen Rentenwert von etwa 42 Euro multiplizieren und danach Abzüge für Kranken- und Pflegeversicherung berücksichtigen.

Große Brutto-Tabelle (Prognose 3,7 %)

Ausgangspunkt: Prognose Rentenplus 3,7 % ab 1. Juli 2026, einheitlicher Rentenwert für Ost und West, nur Bruttowerte. Die entgültige Festlegung der Rentenerhöhung 2026 erfolgt im Frühjahr 2026.

bisherige BruttorentePlus 3,7 %neue Bruttorente
800 €29,60 €829,60 €
900 €33,30 €933,30 €
1.000 €37,00 €1.037,00 €
1.100 €40,70 €1.140,70 €
1.200 €44,40 €1.244,40 €
1.300 €48,10 €1.348,10 €
1.400 €51,80 €1.451,80 €
1.500 €55,50 €1.555,50 €
1.600 €59,20 €1.659,20 €
1.700 €62,90 €1.762,90 €
1.800 €66,60 €1.866,60 €
1.900 €70,30 €1.970,30 €
2.000 €74,00 €2.074,00 €
2.200 €81,40 €2.281,40 €
2.500 €92,50 €2.592,50 €

Netto-Prognose: Typische Fälle

Annahmen zur Vereinfachung:

  • Gesetzliche Krankenversicherung (KV) ca. 7,3 % + Zusatzbeitrag 1,6 % = 8,9 % Arbeitnehmeranteil; Pflegeversicherung ohne Kinderzuschlag ca. 3,05–3,4 % (du kannst im Artikel mit rund 12–13 % Sozialabgaben rechnen).
  • Besteuerung vereinfacht dargestellt, primär qualitative Einordnung (mehr Rentner rutschen steuerpflichtig).

Tabelle: Beispiel-Netto bei Steuerklasse I (vereinfacht, ohne Gewähr)

Brutto-Rente 2026 (neu)geschätzte Abzüge KV/PV (~12,5 %)grobe Netto-Rente
1.037 €ca. 129 €ca. 908 €
1.244 €ca. 155 €ca. 1.089 €
1.452 €ca. 181 €ca. 1.271 €
1.556 €ca. 195 €ca. 1.361 €
1.867 €ca. 233 €ca. 1.634 €
2.074 €ca. 259 €ca. 1.815 €

Bei der Tabelle handelt es sich um eine vereinfachte Beispielrechnung zur Orientierung“.

Eine Bruttorente von 1.400 Euro steigt voraussichtlich auf rund 1.452 Euro und bringt nach Abzug von Kranken- und Pflegeversicherung etwa 40–45 Euro mehr netto im Monat.

Wichtige Hinweise für alle Rentner: Prognose der Rentenerhöhung!!!

Es handelt sich bei allen Angaben zur Rentenerhöhung 2026 um Prognosen, die offizielle Bekanntgabe folgt im Frühjahr 2026 durch die Bundesregierung und die Deutsche Rentenversicherung.

Durch das Rentenplus können mehr Rentnerinnen und Rentner steuerpflichtig werden, da der steuerpflichtige Anteil der Rente steigt und der Grundfreibetrag schneller überschritten wird.

Auch steigende Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung können dafür sorgen, dass netto weniger von der nominellen Erhöhung übrig bleibt, weshalb eine individuelle Steuer- und Vorsorgeplanung sinnvoll ist.

Redakteure

  • ik

    Sozialrechtsexperte und Redakteur

    Ingo Kosick ist ein renommierter Experte im Bereich des Sozialrechts in Deutschland. Er engagiert sich seit über 30 Jahren in diesem Feld und hat sich als führende Autorität etabliert. Als Vorsitzender des Vereins "Für soziales Leben e.V.", der 2005 in Lüdinghausen gegründet wurde, setzt er sich für die Unterstützung von Menschen ein, die von Armut und Arbeitslosigkeit betroffen sind. Der Verein bietet über das Internet Informationen, Beratung und Unterstützung für sozial benachteiligte Menschen an.

    Ingo Kosick ist zudem Autor und Redakteur beim Nachrichtenmagazin Bürger & Geld, das der Verein "Für soziales Leben e.V." herausgibt. Ingo hat sich auf Themen wie Bürgergeld, Sozialleistungen, Rente und Kindergrundsicherung spezialisiert. Seine Artikel bieten fundierte Analysen und rechtlich aufgearbeitete Informationen, die Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützen sollen.

    Durch seine langjährige Erfahrung und sein Engagement hat Ingo Kosick maßgeblich dazu beigetragen, dass sozial benachteiligte Menschen in Deutschland besser informiert und unterstützt werden können.

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  • Peter Kosick
    Experte:

    Jurist und Redakteur

    Peter Kosick hat an der Universität Münster Rechtswissenschaften studiert und beide juristische Staatsexamen in Nordrhein-Westfalen mit Erfolg abgelegt. Er arbeitet als freiberuflicher Jurist, ist Autor verschiedener Publikationen und hält Vorträge im Bereich Arbeits- und Sozialrecht. Seit mehr als 30 Jahren engagiert er sich im sozialen Bereich und ist seit der Gründung des Vereins "Für soziales Leben e.V." dort Mitglied. Peter Kosick arbeitet in der Online Redaktion des Nachrichtenmagazins Bürger & Geld, das der Verein herausgibt und ist der CvD. Seinen Artikeln sieht man an, dass sie sich auf ein fundiertes juristisches Fachwissen gründen.

    Peter hat ebenfalls ein Herz für die Natur, ist gern "draußen" und setzt sich für den Schutz der Umwelt ein.

    Seine Arbeit im Redaktionsteam von Bürger & Geld gibt ihm das Gefühl,  etwas Gutes für das Gemeinwohl zu tun.

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