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So will der DGB die Rente umbauen: Mehr Sicherheit statt länger arbeiten!

Der DGB drängt auf eine Rentenreform, die die gesetzliche Rente stärkt, das Rentenniveau anhebt und über mehr Steuergeld dauerhaft absichert, statt weiter auf private Vorsorge zu setzen. Der Verein Für soziales Leben e.V., schließt sich der Forderung des DGB an und erklärt in nachfolgendem Artikel auf Bürger & Geld, dem Nachrichtenmagazin, wie die Ziele umgesetzt werden sollten.

Kernziel: Starke gesetzliche Rente statt mehr Privatvorsorge

Der DGB sieht die gesetzliche Rente als zentrale Säule der Alterssicherung und lehnt ein weiteres Abrutschen ins „Privatvorsorge-System“ ab.
Stattdessen soll die Rente so stabil und hoch sein, dass normale Beschäftigte im Alter ohne zusätzliche private Verträge auskommen oder diese nur ergänzend brauchen.

Wichtige Leitgedanken:

  • Alterssicherung muss verlässlich und planbar sein.
  • Risiken wie schwankende Börsen und teure Finanzprodukte sollen nicht auf Einzelne abgewälzt werden.

Rentenniveau: Mindestens halten, besser anheben

Heute liegt das Sicherungsniveau der gesetzlichen Rente bei etwa 48 Prozent (Bruttorente im Verhältnis zum Durchschnittslohn), politisch bis 2031 gesetzlich stabilisiert.
Der DGB fordert, dieses Niveau nicht nur zu halten, sondern perspektivisch auf rund 50 Prozent anzuheben, um Altersarmut zu begrenzen und Lebensstandards besser zu sichern.

Konkret bedeutet das:

  • Keine Absenkung des Rentenniveaus nach 2031, sondern Festschreibung eines Mindestsicherungsniveaus.
  • Politische Entscheidung für ein höheres Zielniveau (z. B. 50 Prozent), wenn nötig mit moderat steigenden Beiträgen.

Der DGB argumentiert: Etwas höhere Beiträge sind verkraftbar, wenn im Gegenzug weniger Geld in private Vorsorgeprodukte fließen muss.

Finanzierung: Mehr Bundeszuschüsse und Umverteilung oben

Um ein stabileres und höheres Rentenniveau langfristig zu finanzieren, setzt der DGB auf drei Hebel:

  • Stärkere Steuerzuschüsse
    Nicht beitragsgedeckte Leistungen (z. B. Kindererziehungszeiten, Mütterrente) sollen konsequent aus Steuern finanziert werden, nicht aus Beiträgen.
    Zusätzlich fordert der DGB einen dauerhaften „Demografie-Zuschuss“ aus dem Bundeshaushalt, damit höhere Rentenausgaben nicht automatisch zu Beitragssprüngen oder Leistungskürzungen führen.
  • Gerechtere Steuerpolitik
    Gefordert werden u. a. eine Reform der Schuldenbremse und höhere Erbschaftsteuer auf große Vermögen, um Spielräume für Sozialausgaben wie die Rente zu schaffen.
  • Beitragsstabilität mit Augenmaß
    Moderat steigende Beitragssätze gelten aus Sicht des DGB als zumutbar, solange auch die Arbeitgeber mitzahlen und die Löhne entsprechend wachsen.

Rentenalter und Erwerbsarbeit: Kein automatischer Anstieg

Während manche Ökonomen ein weiter steigendes Rentenalter fordern, ist der DGB bei dieser Frage deutlich zurückhaltend.
Die Position: Zuerst müssen Arbeitsbedingungen, Gesundheits- und Qualifizierungschancen verbessert werden, bevor über ein höheres Rentenalter diskutiert wird.

Dazu gehören aus Gewerkschaftssicht:

  • Besserer Arbeits- und Gesundheitsschutz, damit Beschäftigte überhaupt gesund bis zur Regelaltersgrenze arbeiten können.
  • Mehr Weiterbildung und Qualifizierung, um auch Älteren gute Jobchancen zu sichern.

Ein pauschaler weiterer Anstieg des Rentenalters wird vom DGB abgelehnt, weil er Menschen mit harten oder schlecht bezahlten Jobs überproportional treffen würde.

Rolle von Betriebsrenten und zusätzlicher Vorsorge

Der DGB will die gesetzliche Rente als Hauptpfeiler stärken, setzt daneben aber auch auf eine bessere betriebliche Altersvorsorge.
Arbeitgeber sollen flächendeckend „ordentliche“ Betriebsrenten anbieten, idealerweise tariflich abgesichert und mit fairer Beteiligung der Unternehmen.

Das Zielbild:

  • Gesetzliche Rente als starke Basis.
  • Ergänzend kollektive, sichere Betriebsrenten, statt teurer, individuell abgeschlossener Privatverträge.

Fazit: Rentenpläne des DGB

Der DGB plant eine eigene Rentenreform-Linie – mit stabilerem und höherem Rentenniveau, mehr Steuergeld und Umverteilung an der Spitze, klarer Absage an ein höheres Rentenalter ohne bessere Arbeitsbedingungen und einem Fokus auf starke gesetzliche und betriebliche Renten statt riskanter Privatvorsorge.

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