2026 wird die Rente nicht immer am eigentlich letzten Tag des (Vor-)Monats überwiesen: Weil der Zahltag an den letzten Bankarbeitstag des Monats gekoppelt ist, rutschen die Auszahlungen in mehreren Monaten vor – etwa im Januar, Februar und Oktober. Der folgende Artikel auf Bürger & Geld, dem Nachrichtenmagazin des Vereins Für soziales Leben e.V., erklärt, welche Termine sich konkret verschieben, warum das passiert und wie Rentnerinnen und Rentner ihre Fixkosten daran anpassen sollten.
Grundprinzip 2026: Letzter Bankarbeitstag statt Monatsende
Die Deutsche Rentenversicherung überweist die Rente immer am letzten Bankarbeitstag des Monats, nicht am kalendarischen Monatsende. Fällt der 30. oder 31. auf einen Samstag, Sonntag oder Bankfeiertag, rutscht die Zahlung automatisch nach vorn.
Unterschieden wird weiterhin zwischen:
- vorschüssiger Zahlung (Alt‑Rentenbeginn vor 1. April 2004, Geld schon am Monatsanfang),
- nachschüssiger Zahlung (Rentenbeginn ab 1. April 2004, Geld am Monatsende).
Die wichtigsten Verschiebungen 2026
Januar 2026
- Der 31. Januar 2026 ist ein Samstag.
- Deshalb wird die nachschüssig gezahlte Januarrente bereits am Freitag, 30. Januar 2026, überwiesen.
- Für vorschüssig gezahlte Renten war der Zahltag für Januar schon der 30. Dezember 2025, weil der 31. Dezember als Bankfeiertag gilt.
Folge: Viele Rentner sehen das Geld früher als gewohnt auf dem Konto.
Februar 2026
- Auch der 28. Februar 2026 fällt auf einen Samstag.
- Die nachschüssige Februar‑Rente wird daher bereits am Freitag, 27. Februar 2026, gutgeschrieben.
- Wer vorschüssig bezahlt wird, hat die Februar‑Rente schon am 30. Januar 2026 erhalten.
Damit kommen in kurzen Abständen gleich zwei ungewöhnlich frühe Zahlungen: Ende Januar für Januar und Ende Februar für Februar.
Oktober 2026
- Der 31. Oktober 2026 ist Reformationstag und in mehreren Bundesländern Feiertag – und er fällt auf einen Samstag.
- Bundesweit gilt auch hier das Prinzip: überwiesen wird bereits am Freitag, 30. Oktober 2026.
Die Oktober‑Rente steht somit ebenfalls etwas früher zur Verfügung.
Dezember 2026
- Zum Jahresende liegt der Zahltag für die nachschüssige Dezember‑Rente am Mittwoch, 30. Dezember 2026. Zwar ist der 31.12.2026 ein Werktag, jedoch kein Bankarbeitstag!
- Bei den vorschüssigen Januar‑Zahlungen 2027 wird ebenfalls am letzten Bankarbeitstag im Dezember überwiesen.
Warum diese Verschiebungen wichtig sind
- Haushaltsplanung: Durch vorgezogene Zahlungen wirken manche Monate „reichlich“, der Folgemonat dafür knapp, wenn Ausgaben und Daueraufträge nicht angepasst werden.
- Missverständnisse vermeiden: Wer den Kontoauszug nicht genau prüft, hält frühere Zahlungen möglicherweise für eine „Doppelzahlung“.
- Sozialleistungen & Pflichten: Bei Grundsicherung, Wohngeld oder Pfändungen kann der genaue Zahlungstag eine Rolle für Fristen oder Anrechnungszeiträume spielen.
Was sich Rentner 2026 merken sollten
- Maßgeblich ist immer der letzte Bankarbeitstag, nicht der letzte Kalendertag des Monats.
- 2026 gibt es spürbare Vorziehungen vor allem im Januar, Februar und Oktober.
- Wer auf jeden Euro angewiesen ist, sollte Daueraufträge (Miete, Strom, Kreditraten) so legen, dass sie nach der jeweiligen Rentengutschrift ausgeführt werden.
So lässt sich vermeiden, dass die technischen Verschiebungen bei der Rentenauszahlung 2026 in der Praxis zu Engpässen oder unnötiger Verunsicherung führen.
Quelle
Deutsche Rentenversicherung

