3.850 Euro brutto im Monat: Diese Rente ergibt sich nach 45 Beitragsjahren

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Zum 1. Juli 2026 sind die gesetzlichen Renten um 4,24 Prozent gestiegen, der aktuelle Rentenwert liegt seither bei 42,52 Euro. Wer mitten im Berufsleben steht, fragt sich deshalb, was ein heutiges Gehalt für die eigene Rente bedeutet. Eine Modellrechnung für 2026 zeigt, welcher Betrag sich bei 45 Beitragsjahren rein rechnerisch ergibt. Mehr zur Rentenanpassung 2026

Wer 3.850 Euro brutto im Monat verdient, kann daraus nicht unmittelbar seine spätere Altersrente ableiten. Eine Modellrechnung mit den für 2026 geltenden Werten zeigt jedoch, welcher rechnerische Rentenbetrag sich bei einem über 45 Jahre gleichbleibenden Verhältnis zum Durchschnittsentgelt ergeben würde. Bei zwölf Monatsgehältern entspricht das einem Jahresbrutto von 46.200 Euro und rechnerisch rund 0,8894 Entgeltpunkten pro Jahr. Mit dem seit 1. Juli 2026 geltenden aktuellen Rentenwert von 42,52 Euro ergibt die Modellrechnung nach 45 Jahren eine monatliche Bruttorente von rund 1.702 Euro.

Vom Monatsgehalt zum Jahreseinkommen

Für die Berechnung der Entgeltpunkte in der gesetzlichen Rentenversicherung ist das versicherte Einkommen eines Kalenderjahres im Verhältnis zum jeweiligen Durchschnittsentgelt maßgeblich.

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Bei einem gleichbleibenden Bruttogehalt von 3.850 Euro im Monat und zwölf Monatsgehältern beträgt das Jahreseinkommen 46.200 Euro.

3.850 Euro mal 12 ergibt 46.200 Euro im Jahr.

Sonderzahlungen oder zusätzliche beitragspflichtige Einnahmen werden in der Modellrechnung nicht berücksichtigt.

Entgeltpunkte 2026: Warum das Durchschnittsentgelt entscheidet

Die Entgeltpunkte ergeben sich aus dem Verhältnis des eigenen beitragspflichtigen Arbeitsentgelts zum maßgeblichen Durchschnittsentgelt der gesetzlichen Rentenversicherung. Wer in einem Kalenderjahr genau das Durchschnittsentgelt verdient, erhält grundsätzlich einen vollen Entgeltpunkt.

Für 2026 wird in dieser Modellrechnung das vorläufige Durchschnittsentgelt von 51.944 Euro zugrunde gelegt, wie es die Deutsche Rentenversicherung in ihren aktuellen Rechengrößen ausweist.

Die Rechnung lautet: 46.200 Euro geteilt durch 51.944 Euro ergibt rund 0,8894 Entgeltpunkte.

Damit ergeben sich für ein Jahr rechnerisch rund 0,8894 Entgeltpunkte.

Die Modellannahme über 45 Jahre

Für die Hochrechnung wird angenommen, dass über 45 Jahre jeweils dasselbe Verhältnis zwischen dem eigenen versicherten Einkommen und dem jeweils maßgeblichen Durchschnittsentgelt erreicht wird.

Das bedeutet nicht, dass ein heutiges Monatsgehalt von 3.850 Euro für alle 45 Jahre unverändert angesetzt werden kann. Einkommen und Durchschnittsentgelte verändern sich im Laufe eines Erwerbslebens spürbar, teils stärker, teils schwächer als die individuelle Lohnentwicklung.

Unter dieser Modellannahme ergibt sich: 0,8894 Entgeltpunkte mal 45 Jahre ergibt rund 40,02 Entgeltpunkte.

Nach 45 Jahren wären damit rechnerisch rund 40,02 Entgeltpunkte erreicht.

Tabelle: So entsteht die rechnerische Rente

RechenschrittWert
Bruttogehalt pro Monat3.850 Euro
Bruttogehalt pro Jahr46.200 Euro
Vorläufiges Durchschnittsentgelt 202651.944 Euro
Entgeltpunkte pro Jahrrund 0,8894
Entgeltpunkte nach 45 Jahrenrund 40,02
Aktueller Rentenwert seit 1. Juli 202642,52 Euro
Rechnerische Bruttorente pro Monatrund 1.702 Euro

Die Rentenformel nach Paragraf 64 SGB VI

Die gesetzliche Rentenformel ist in Paragraf 64 SGB VI geregelt. Der Monatsbetrag einer Rente ergibt sich, indem die persönlichen Entgeltpunkte mit dem Rentenartfaktor und dem aktuellen Rentenwert vervielfältigt werden. Die persönlichen Entgeltpunkte berücksichtigen dabei den Zugangsfaktor. Bei einer Altersrente ohne Zu- oder Abschläge beträgt dieser 1,0. Für Altersrenten gilt außerdem ein Rentenartfaktor von 1,0.

Die Formel lautet: Persönliche Entgeltpunkte mal Rentenartfaktor mal aktueller Rentenwert ergibt den Monatsbetrag der Rente.

Für die Modellrechnung werden rund 40,02 persönliche Entgeltpunkte, ein Rentenartfaktor von 1,0 und der aktuelle Rentenwert von 42,52 Euro angesetzt: 40,02 mal 1,0 mal 42,52 Euro ergibt rund 1.701,80 Euro.

Damit ergibt sich rechnerisch eine monatliche Bruttorente von rund 1.702 Euro.

Warum die Modellrechnung keine persönliche Prognose ist

Die errechneten 1.702 Euro sind keine individuelle Rentenauskunft. Die tatsächliche Altersrente richtet sich nach den während des gesamten Versicherungslebens erworbenen persönlichen Entgeltpunkten und den weiteren für die Rentenberechnung maßgeblichen Faktoren. Auch das Durchschnittsentgelt verändert sich von Jahr zu Jahr. Für jedes Kalenderjahr wird das tatsächliche versicherte Einkommen mit dem jeweils maßgeblichen Durchschnittsentgelt verglichen. Entscheidend ist deshalb das Verhältnis beider Werte im jeweiligen Jahr, nicht der absolute Gehaltsbetrag.

Auch der aktuelle Rentenwert kann sich verändern. Er wird jährlich zum 1. Juli neu festgelegt, zuletzt durch die vom Bundeskabinett beschlossene und vom Bundesrat gebilligte Rentenanpassungsverordnung 2026. Die Rechnung zeigt deshalb ausschließlich, welchen monatlichen Bruttorentenwert die modellhaft errechneten 40,02 Entgeltpunkte mit dem seit 1. Juli 2026 geltenden Rentenwert von 42,52 Euro hätten.

Für die persönliche Rentenplanung ist die individuelle Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung entscheidend. Sie berücksichtigt die im Versicherungskonto tatsächlich erfassten Zeiten und die bislang erworbenen Rentenansprüche.

Häufig gestellte Fragen zur Rentenmodellrechnung

Wie viele Entgeltpunkte entstehen bei einem Gehalt unterhalb des Durchschnittsentgelts?

Liegt das beitragspflichtige Jahreseinkommen unter dem jeweils gültigen Durchschnittsentgelt, entsteht anteilig weniger als ein voller Entgeltpunkt. Das Verhältnis aus eigenem Einkommen und Durchschnittsentgelt bestimmt den genauen Wert, eine Untergrenze für einen Mindestpunkt existiert nicht.

Ändert sich der Rentenwert während der 45 Jahre einer typischen Erwerbsbiografie?

Ja. Der aktuelle Rentenwert wird jährlich zum 1. Juli neu festgelegt und orientiert sich an der allgemeinen Lohnentwicklung. Über einen Zeitraum von 45 Jahren ist deshalb mit mehreren Anpassungen zu rechnen, die den späteren Rentenbetrag gegenüber der heutigen Modellrechnung verändern.

Ist die Modellrechnung mit der individuellen Renteninformation vergleichbar?

Nein. Die Modellrechnung unterstellt ein über 45 Jahre konstantes Verhältnis zum Durchschnittsentgelt. Die individuelle Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung basiert dagegen auf den tatsächlich im Versicherungskonto gespeicherten Zeiten und Entgelten und liefert damit eine belastbarere Grundlage.

Was passiert bei Gehaltssteigerungen oder Erwerbsunterbrechungen?

Beide Faktoren verändern das Ergebnis. Steigt das Einkommen stärker als das Durchschnittsentgelt, entstehen mehr als 0,8894 Entgeltpunkte pro Jahr. Unterbrechungen durch Arbeitslosigkeit, Kindererziehung oder Pflege können sich je nach Anrechnungszeit sowohl mindernd als auch punktebildend auswirken.

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