Die enorme Anzahl der Rentner – über 22 Millionen
Die Zahl der Bezieher eine gesetzlichen Rente steigt seit Jahren kontinuierlich und liegt 2025 bei etwa 22,3 Millionen. Damit bezieht jeder vierte Deutsche Rente und die demografische Entwicklung zeigt: Die Generation der Babyboomer erreicht das Rentenalter, während die Zahl junger Beitragszahler stagniert oder sogar sinkt.
Rentenfinanzierung und Beitragssätze
Um die Renten zuverlässig auszuzahlen, wird das Umlagesystem genutzt: Die aktuellen Beiträge der Erwerbstätigen finanzieren die laufenden Rentenzahlungen. Im Jahr 2025 liegt der Beitragssatz bei 18,6 Prozent des Bruttogehalts – je zur Hälfte getragen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Steigt die Zahl der Rentner weiter, sind höhere Beitragssätze möglich. Ohne Bundeszuschüsse müsste dieser nach Berechnungen bereits bei rund 24 bis 25 Prozent liegen.
Kosten und Bundeszuschuss
Die Ausgaben der Rentenversicherung explodieren mit jedem zusätzlichen Rentner. Inklusive aller Zusatzleistungen werden jährlich über 402 Milliarden Euro ausbezahlt (Zahl für 2024)– ein Großteil hiervon stammt aus Steuermitteln als Bundeszuschuss. Dieser Zuschuss sorgt dafür, dass das Rentenniveau gehalten werden kann und nicht dramatisch sinkt. Eine dauerhafte Stabilisierung ist aber teuer und umstritten.
Hier ist eine Tabelle der Zahl der Rentner sowie der Kosten des deutschen Rentensystems von 2020 bis 2025 und einer Prognose für 2026, basierend auf aktuellen Daten und Schätzungen.tagesschau.de
Tabelle zu den Kosten der Rente
Jahr | Zahl der Rentner (Mio.) | Gesamtkosten (Mrd. €) |
---|---|---|
2020 | 21,2 | ca. 331 |
2021 | 21,3 | ca. 344 |
2022 | 21,5 | ca. 357 |
2023 | 21,3 | ca. 381 |
2024 | 21,4 | ca. 403 |
2025 | 22,3 (Prognose) | ca. 405 (Prognose) |
2026* | 22,5 (Prognose) | ca. 415 (Prognose) |
*Die Zahlen für 2026 sind eine realistische Fortsetzung des aktuellen Trends und können je nach Wirtschaftslage, Rentenanpassung und Demografie leicht variieren.
Alle Angaben basieren auf öffentlich verfügbaren Statistiken und aktuellen politischen Berichten.
Rentenerhöhung und Pflegebeiträge
Zum 1. Juli 2025 steigen die gesetzlichen Renten um 3,74 Prozent. Für Rentner bedeutet das mehr Geld im Portemonnaie: Wer die Standardrente mit 45 Erwerbsjahren erhält, bekommt monatlich etwa 66 Euro mehr. Gleichzeitig stiegen allerdings auch die Beiträge zur Pflegeversicherung – und ein Berechnungsfehler sorgte dafür, dass die Rentner zu viel gezahlt haben und dem Staat Millionen Euro „zu Gute“ kamen.
Herausforderungen für die Zukunft
Mit dem Rentenpaket 2025 versucht die Bundesregierung, das Rentenniveau von mindestens 48 Prozent bis 2031 zu sichern. Doch Experten schlagen Alarm: Die steigende Zahl der Empfänger, längere Lebenserwartung und weniger Beitragszahler führen zu einem enormen Spardruck und sprechen für Reformbedarf.
Tabelle: Renteneintrittsalter
Hier ist eine Tabelle mit dem durchschnittlichen Renteneintrittsalter in Deutschland von 2020 bis 2025 und einer Prognose für 2026:
Jahr | Durchschnittliches Renteneintrittsalter (Jahre) |
---|---|
2020 | 64,2 |
2021 | 64,3 |
2022 | 64,4 |
2023 | 64,4 |
2024 | ca. 66,0 |
2025 | ca. 66,2 |
2026* | ca. 66,4 |
*Die Werte für 2024 bis 2026 berücksichtigen die stufenweise Anhebung der Altersgrenze für die Regelaltersrente. Das tatsächliche Rentenzugangsalter kann aufgrund von Frührenten und Sonderregelungen darunter liegen.
Mögliche Lösungen in der Diskussion
- Anhebung des Eintrittsalters
- Stärkere private und betriebliche Vorsorge
- Erhöhung der Steuerzuschüsse oder des Beitragssatzes
- Anpassung des Rentenniveaus und der Leistungen
Fazit: Belastung für Gesellschaft und Politik
Die knapp 22,3 Millionen Rentner 2025 sind eine finanzielle Mammutaufgabe für den Staat, die nur mit massiven Zuschüssen, solidarischer Umverteilung und Reformen zu bewältigen ist. Das Rentensystem bleibt eines der kostspieligsten und sensibelsten sozialpolitischen Projekte Deutschlands – mit ungeklärter Zukunft für Jung und Alt.