Bürger & Geld: News- und Nachrichtenmagazin zu Rente, Grundsicherungsgeld, Sozialleistungen und Finanzen

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Der Verein Für soziales Leben e. V. präsentiert hier das News– und NachrichtenmagazinBürger & Geld“ zu den Themen Rente, Neue Grundsicherung für Arbeitsuchende / Grundsicherungsgeld, Familien- und Sozialleistungen sowie Finanzen.
Zusätzlich: aktuelle Informationen, praktische Tipps und Rechner rund um Kindergeld, Wohngeld und mehr.
Wir sind eine gemeinnützige, unabhängige Organisation (NGO)!

Aktuelle Top‑News

Steuererklärung für Rentner: Befreit, aber diese Änderungen können die Pflicht wieder auslösen

Ingo Kosick .

Wer als Rentner jahrelang keine Steuererklärung abgeben musste, kann durch neue Einkünfte wieder abgabepflichtig werden. Besonders kritisch sind höhere Renten, Betriebsrenten, Witwenrenten, Mieteinnahmen und Arbeitslohn neben dem Ruhestand. Im Steuerjahr 2026 liegt der Grundfreibetrag bei 12.348 Euro für Alleinstehende. Eine Erklärungspflicht bedeutet jedoch nicht automatisch eine Steuernachzahlung.

Grundsicherungsgeld: Jobcenter darf Kosten für Miete bei Mitbewohner teilen

Ingo Kosick .

Das Hessische Landessozialgericht hat entschieden: Lebt eine Bezieherin von Grundsicherungsgeld mit einer dauerhaft vom Leistungsbezug ausgeschlossenen Person zusammen, darf das Jobcenter die Miete grundsätzlich nach Kopfteilen aufteilen. Die volle Miete muss das Jobcenter auch dann nicht automatisch übernehmen, wenn die leistungsberechtigte Person gegenüber dem Vermieter haftet und den gesamten Betrag zahlt. Das Bundessozialgericht prüft die grundsätzliche Frage nun in der Revision B 7 AS 23/25 R.

Bonus, Überstunden, Prämien für mehr Rente – neue Regel ab 2027

Ingo Kosick

umformulieren: Rente 2026: Erfahren Sie, bis zu welcher Rentenhöhe keine Einkommensteuer fällig wird – und wann zusätzliche Einkünfte zur Steuerpflicht führen.

Rente 2026: Bis zu welcher Höhe bleibt Ihre Rente steuerfrei – und ab wann führen weitere Einkünfte zu einer Einkommensteuerpflicht?
umformulieren: Die neue Steuertabelle des Bundesfinanzministeriums zeigt, bis zu welcher Rentenhöhe Neurentner 2026 keine Einkommensteuer zahlen müssen. Eine Jahresrente von 17.084 Euro bleibt im Standardfall steuerlich unbelastet, weil Freibeträge und Versicherungsbeiträge das Einkommen auf den Grundfreibetrag senken. Wer zusätzliche Einkünfte hat oder von Rentenerhöhungen profitiert, sollte seine Steuerlage regelmäßig prüfen.

Die aktuelle Steuertabelle des Bundesfinanzministeriums macht deutlich, bis zu welcher Rentenhöhe Neurentnerinnen und Neurentner im Jahr 2026 grundsätzlich keine Einkommensteuer zahlen. Im Regelfall bleibt eine Jahresbruttorente von bis zu 17.084 Euro steuerfrei: Nach Abzug des Rentenfreibetrags, der Versicherungsbeiträge und weiterer Pauschalen liegt das zu versteuernde Einkommen noch innerhalb des Grundfreibetrags. Bei zusätzlichen Einnahmen oder nach Rentenanpassungen kann jedoch Einkommensteuer entstehen – deshalb sollte die persönliche Steuerberechnung regelmäßig überprüft werden.
umformulieren: Rente ab 2027: Neue Hochrechnungs-Regel schützt Neurentner vor zu niedrigen Renten – automatische Nachzahlung bei höherem Einkommen.

Rente ab 2027: Eine neue Regel zur Rentenhochrechnung soll Neurentnerinnen und Neurentner vor zu niedrig berechneten Leistungen schützen. Steigt das tatsächliche Einkommen später stärker als zunächst geschätzt, wird die Rente automatisch neu berechnet und die Differenz rückwirkend nachgezahlt.
umformulieren: Ab 1. Januar 2027 greift eine neue Hochrechnungs-Regel: Fehlende Entgeltmeldungen für die letzten Arbeitsmonate vor Rentenbeginn werden automatisch berücksichtigt, spätere höhere Meldungen lösen eine Neuberechnung mit Nachzahlung aus. Damit sinkt für Neurentner das Risiko, wegen geschätzter oder verspäteter Lohnmeldungen dauerhaft eine zu niedrige Rente zu erhalten – bestehende Renten bleiben unverändert.

Zum 1. Januar 2027 tritt eine neue Hochrechnungsregel in Kraft. Fehlen für die letzten Monate vor dem Rentenbeginn noch Entgeltmeldungen, werden die betreffenden Arbeitsverdienste zunächst automatisch hochgerechnet. Gehen später höhere tatsächliche Entgeltmeldungen ein, berechnet die Rentenversicherung den Anspruch neu und zahlt einen möglichen Differenzbetrag rückwirkend aus. Dadurch sollen Neurentnerinnen und Neurentner künftig nicht dauerhaft weniger Rente erhalten, nur weil Löhne zunächst geschätzt oder verspätet gemeldet wurden. Bereits laufende Renten sind von der Neuregelung nicht betroffen.

Aktuelle Nachrichten

Ein erster, jetzt (Ende September 2026) vorliegender ministerieller Gesetzentwurf zur Rentenreform 2026 zeigt, wie tief die Änderungen für künftige Rentner ausfallen könnten. Die Rente nach 45 Versicherungsjahren soll schrittweise auslaufen, das Rentenalter könnte ab Jahrgang 1968 an die Lebenserwartung gekoppelt werden. Für Menschen mit Altersteilzeit könnten Übergangsregeln entscheidend sein. Noch handelt es sich nicht um geltendes Recht.

Ab 1. Oktober sollen Benzin und Diesel rechnerisch bis zu 17 Cent je Liter günstiger werden. Auch Rentnerinnen und Rentner profitieren, ohne einen Antrag stellen oder einen Rentenausweis vorlegen zu müssen. Zusätzlich plant die Bundesregierung einen zeitlich begrenzten Spritpreisdeckel spätestens ab Januar 2027. Entscheidend ist, ob die Steuersenkung vollständig an den Tankstellen ankommt.

Das Bayerische Landessozialgericht hat entschieden: Mit dem 18. Geburtstag darf das Merkzeichen H im Schwerbehindertenausweis neu geprüft werden – auch ohne gesundheitliche Besserung. Ein automatischer Entzug ist aber unzulässig, denn entscheidend bleibt der individuelle Hilfebedarf im Erwachsenenalter. Pflegegrad, Diagnose und hoher GdB reichen allein nicht aus. Betroffene sollten konkrete Hilfe bei Körperpflege, Ernährung, Mobilität und Kommunikation detailliert dokumentieren.

Ein Darlehensvertrag mit den Eltern schützt beim Wohngeld nicht automatisch. Das Verwaltungsgericht Weimar hat einen Fall entschieden, in dem eine Geldzahlung im Zusammenhang mit Kindergeld als möglicher Missbrauch des Wohngeldrechts bewertet wurde. Entscheidend ist nicht allein der Vertragstext, sondern ob die Rückzahlungspflicht wirtschaftlich ernsthaft besteht und tatsächlich gelebt wird. Betroffene sollten Zahlungen, Rückzahlungsregeln und die Durchführung des Vertrags vollständig dokumentieren.

Die Rentenkommission empfiehlt, die Regelaltersgrenze ab 2031 an die Lebenserwartung zu koppeln. Nach aktuellen Modellrechnungen könnte die Rente bis 2041 erst mit 67 Jahren und sechs Monaten beginnen. Gesetzlich beschlossen ist die Anhebung über 67 jedoch nicht. Für alle ab 1964 Geborenen gilt derzeit weiterhin die Regelaltersgrenze von 67 Jahren.

Die Rentenkommission hat 33 Vorschläge für eine umfassende Reform der gesetzlichen Rente vorgelegt. Diskutiert werden unter anderem eine kapitalgedeckte Ergänzung der Altersvorsorge und das mögliche Ende der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren. Die Bundesregierung will die Empfehlungen zeitnah prüfen und in Gesetzesvorhaben überführen – verbindlich beschlossen ist bislang jedoch keine der Änderungen. Der Faktencheck ordnet ein, welche Reformen politisch besonders realistisch erscheinen, was sie für Beschäftigte bedeuten könnten und welche zentralen Fragen im Gesetzgebungsverfahren noch ungeklärt sind.

Wer im Alter Schulden hat, fürchtet oft das Schlimmste: dass am Monatsende nichts mehr übrig bleibt. Seit dem 1. Juli gilt eine neue Pfändungsfreigrenze, die genau das verhindern soll. Was Rentnerinnen und Rentner jetzt über ihren Schutz vor Gläubigern wissen sollten.

Ratgeber & Service

Rente – Alles zur gesetzlichen Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente ist der Grundbaustein der Altersvorsorge. Sie sollte so hoch sein, dass Rentner ihren Lebensunterhalt großzügig davon bestreiten können.

Es gibt unterschiedliche Rentenarten. Zu nennen sind etwa die reguläre Altersrente, die Erwerbsminderungsrente, die Witwenrente oder die Unfallrente.

Alle haben unterschiedliche Voraussetzungen. Die Rentenhöhe hängt von individuellen Faktoren ab. Die Rentenauszahlung erfolgt monatlich, meistens im Nachhinein.

Wichtig für Rentner: Jährlich findet eine Rentenerhöhung statt, die nächste zum 1. Juli 2026.

Gegebenenfalls kann die Rente durch die Grundsicherung im Alter ergänzt werden.

Ganz wichtig: die Rente gibt es immer nur auf Antrag. Deshalb hier die Infos zum Rentenantrag!

Grundsicherungsgeld

Voraussetzungen

Bürgergeld wurde zum 1. Juli 2026 zum Grundsicherungsgeld, zur neuen Grundsicherung für Arbeitsuchende. (Vormals war es als Hartz IV bekannt.) Es ist die staatliche Grundsicherung für erwerbsfähige, arbeitsuchende Menschen und ihre Familien in Deutschland. Es setzt sich zusammen aus dem Regelsatz (Regelbedarf), den Kosten der Unterkunft und möglichen Mehrbedarfen. Es wird auf Antrag durch das örtliche Jobcenter ausgezahlt. Einzelheiten hier: Auszahlung und Termine

Zweck des Gesetzes zur Grundsicherung für Arbeitsuchende (ehem. Bürgergeld) ist es, die arbeitsfähigen Menschen nachhaltig in Beschäftigung bzw. Arbeit zu bringen.

Höhe

Der aktuelle Grundsicherungsgeld Regelsatz 2026 beträgt 563 Euro pro Monat für eine alleinstehende, erwachse Person. 2027 wird der die Höhe angepasst werden, so die Prognose unserer Experten für die neue Grundsicherung für Arbeitsuchende!

Der Regelsatz dient der Deckung des alltäglichen Bedarfs. Er wird in unterschiedlicher Höhe ausgezahlt: Alleinstehende, Paare und Kinder erhalten somit keine einheitlichen Summen. Wie hoch ist Ihr individueller Anspruch auf Grundsicherung für Arbeitsuchende? Nutzen Sie den Grundsicherungsgeld Rechner!

Antrag

Bürgergeld muss beantragt werden. Wichtig ist, dass der Antrag auf Grundsicherungsgeld rechtzeitig gestellt wird. Rückwirkung kommt ihm grundsätzlich nicht zu.

Einkommen und Vermögen bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende / Grundsicherungsgeld werden Einkommen und Vermögen grundsätzlich auf den Anspruch angerechnet. Allerdings gibt es Einkommensfreibeträge und Vermögensfreibeträge. Letzte werden auch Schonvermögen genannt.

Familie & Kinder – Leistungen und Unterstützung

Für Familien besonders wichtig sind der Unterhalt oder der Unterhaltsvorschuss sowie das Kindergeld, der Kinderzuschlag sowie das Wohngeld.

Finanzen & Sozialleistungen im Überblick

Der Bereich Finanzen vor sozialen Hintergrund umfasst u.a. die Leistungen Arbeitslosengeld, Wohngeld und Pflegegeld. Menschen mit Schwerbehinderung erhalten finanzielle Nachteilsausgleiche.

Über Bürger & Geld

Bürger & Geld ist das Online‑Nachrichtenmagazin des gemeinnützigen Vereins „Für soziales Leben e. V. aus Lüdinghausen (NRW). Mehr über unser Selbstverständnis, unsere Finanzierung und Arbeitsweise erfahren Sie auf unserer Seite „Über uns“. Unser Redaktionsteam bereitet komplexe Sozial‑ und Finanzthemen rund um neue Grundsicherung, Rente, Familie und Finanzen verständlich, unabhängig und praxisnah auf. Wenn Sie Fragen, Hinweise oder eigene Erfahrungen teilen möchten, können Sie uns jederzeit kontaktieren. Alle rechtlichen Angaben finden Sie im Impressum sowie in unserer Datenschutzerklärung.

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