Bürger & Geld ist das unabhängige Nachrichtenportal des gemeinnützigen Vereins (NGO) Für soziales Leben e.V. – Verlässliche News zu Rente, Grundsicherung und Finanzen.

Aktuelle Top‑News

Rheumatoide Arthritis: Wann kann GdB 30, 40 oder 50 (Schwerbehinderung) zuerkannt werden?

Ingo Kosick .

Rheumatoide Arthritis führt nicht automatisch zu einem Schwerbehindertenausweis. Für GdB 30, 40 oder 50 zählen vor allem dauerhafte Funktionsverluste, Krankheitsaktivität und die Frage, ob eine wirksame Therapie die Beschwerden ausreichend kontrollieren kann. Zwei Urteile zeigen, warum selbst eine hochentzündliche Arthritis nicht zwingend GdB 50 bedeutet – und welche Nachweise im Antrag entscheidend sind.

Schutzrente statt Rente nach 45 Jahren? Härtefälle im Fokus – wie das Verfahren aussehen könnte

Ingo Kosick .

Die Rente nach 45 Versicherungsjahren soll nach dem Vorschlag der Rentenkommission wegfallen. Als Ersatz wird eine Schutzrente für langjährig Versicherte mit gesundheitlichen Problemen kurz vor dem Ruhestand diskutiert. Entscheidend könnte künftig sein, ob Betroffene ihren bisherigen Beruf noch ausüben können. Noch gilt jedoch unverändert das aktuelle Rentenrecht.

Auszahlung Unterhaltsvorschuss für Oktober 2026 für alleinerziehende Elternteile

Ingo Kosick

Der Unterhaltsvorschuss für Oktober 2026 wird grundsätzlich im Voraus überwiesen. Als üblicher Zahlungstermin gilt Donnerstag, der 1. Oktober 2026; je nach Bank kann das Geld jedoch bereits in den letzten Septembertagen auf dem Konto erscheinen. Der Beitrag erklärt, was Eltern bei ausbleibender Zahlung tun können, welche Unterhaltsvorschussbeträge 2026 maßgeblich sind und ab wann der Anspruch besteht.

Aktuelle Nachrichten

Die SPD will den pflegebedingten Eigenanteil im Pflegeheim auf 1.500 Euro begrenzen. Das könnte Betroffene im ersten Heimjahr durchschnittlich um rund 275 Euro monatlich entlasten. Doch Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten wären vom geplanten Deckel nicht erfasst. Warum die tatsächliche Heimrechnung für viele Familien trotzdem hoch bleiben kann.

Die Bundesregierung plant, das Wohngeld ab dem 1. Januar 2027 abzusenken. Der Bundesrat warnt nun vor Härten für Haushalte mit geringem Einkommen und möglichen Mehrkosten für Kommunen. Besonders Alleinerziehende, Rentner mit Grundrentenzuschlag und Familien mit Kindern stehen im Fokus der Länderforderung. Beschlossen ist die Reform noch nicht.

Das beschlossene Krankenkassen-Spargesetz soll Beitragserhöhungen 2027 verhindern – doch Versicherte müssen sich auf höhere Ausgaben einstellen. Die Zuzahlung für Medikamente steigt auf bis zu 15 Euro je Packung. Ab 2028 wird zudem die kostenlose Mitversicherung bestimmter Ehe- und Lebenspartner eingeschränkt. Für Eltern, Pflegebedürftige und Erwerbsgeminderte gelten wichtige Ausnahmen.

Die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren steht politisch zur Debatte, ist aber noch nicht abgeschafft. Besonders Beschäftigte ab Jahrgang 1964 sorgen sich um den geplanten Rentenbeginn mit 65 Jahren. Übergangsfristen und Vertrauensschutz sind angekündigt, aber noch nicht konkret geregelt. Was derzeit gilt und warum eine Fünf-Jahres-Frist für viele entscheidend wäre.

Der Bundesrat hat dem antragslosen Kindergeld zugestimmt. Ab 2027 kann die Familienkasse Kindergeld in vielen Fällen automatisch auszahlen, wenn die nötigen Daten vorliegen. Zuerst soll das Verfahren für weitere Kinder in Familien mit laufendem Kindergeldbezug starten, später auch für Erstgeborene. Nicht jede Familie ist automatisch erfasst: IBAN, Wohnsitz, Erwerbstätigkeit und eine eindeutige Anspruchslage bleiben entscheidend.

Die Diagnose ist da, der Job wackelt, und die Angst vor der Kündigung wächst. Dabei schützt das Gesetz Menschen mit Behinderung deutlich stärker, als viele ahnen. Schon mit einem GdB von 30 kann ein einziger Antrag bei der Arbeitsagentur fast denselben Schutz auslösen wie ein Schwerbehindertenausweis. Wer seine Rechte kennt, entscheidet selbst über Überstunden, Urlaub und Arbeitsplatz, und keine Kündigung ist ohne das Integrationsamt wirksam.

Der Studienplatz ist da, der Weg zum Hörsaal nicht: Wer wegen einer Behinderung auf ein Auto angewiesen ist, gerät zwischen zwei Behörden. Jetzt muss das Bundessozialgericht klären, wer zahlt.

Ratgeber & Service

Rente – Alles zur gesetzlichen Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente ist der Grundbaustein der Altersvorsorge. Sie sollte so hoch sein, dass Rentner ihren Lebensunterhalt großzügig davon bestreiten können.

Es gibt unterschiedliche Rentenarten. Zu nennen sind etwa die reguläre Altersrente, die Erwerbsminderungsrente, die Witwenrente oder die Unfallrente.

Alle haben unterschiedliche Voraussetzungen. Die Rentenhöhe hängt von individuellen Faktoren ab. Die Rentenauszahlung erfolgt monatlich, meistens im Nachhinein.

Wichtig für Rentner: Jährlich findet eine Rentenerhöhung statt, die nächste zum 1. Juli 2026.

Gegebenenfalls kann die Rente durch die Grundsicherung im Alter ergänzt werden.

Ganz wichtig: die Rente gibt es immer nur auf Antrag. Deshalb hier die Infos zum Rentenantrag!

Grundsicherungsgeld

Voraussetzungen

Bürgergeld wurde zum 1. Juli 2026 zum Grundsicherungsgeld, zur neuen Grundsicherung für Arbeitsuchende. (Vormals war es als Hartz IV bekannt.) Es ist die staatliche Grundsicherung für erwerbsfähige, arbeitsuchende Menschen und ihre Familien in Deutschland. Es setzt sich zusammen aus dem Regelsatz (Regelbedarf), den Kosten der Unterkunft und möglichen Mehrbedarfen. Es wird auf Antrag durch das örtliche Jobcenter ausgezahlt. Einzelheiten hier: Auszahlung und Termine

Zweck des Gesetzes zur Grundsicherung für Arbeitsuchende (ehem. Bürgergeld) ist es, die arbeitsfähigen Menschen nachhaltig in Beschäftigung bzw. Arbeit zu bringen.

Höhe

Der aktuelle Grundsicherungsgeld Regelsatz 2026 beträgt 563 Euro pro Monat für eine alleinstehende, erwachse Person. 2027 wird der die Höhe angepasst werden, so die Prognose unserer Experten für die neue Grundsicherung für Arbeitsuchende!

Der Regelsatz dient der Deckung des alltäglichen Bedarfs. Er wird in unterschiedlicher Höhe ausgezahlt: Alleinstehende, Paare und Kinder erhalten somit keine einheitlichen Summen. Wie hoch ist Ihr individueller Anspruch auf Grundsicherung für Arbeitsuchende? Nutzen Sie den Grundsicherungsgeld Rechner!

Antrag

Bürgergeld muss beantragt werden. Wichtig ist, dass der Antrag auf Grundsicherungsgeld rechtzeitig gestellt wird. Rückwirkung kommt ihm grundsätzlich nicht zu.

Einkommen und Vermögen bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende / Grundsicherungsgeld werden Einkommen und Vermögen grundsätzlich auf den Anspruch angerechnet. Allerdings gibt es Einkommensfreibeträge und Vermögensfreibeträge. Letzte werden auch Schonvermögen genannt.

Familie & Kinder – Leistungen und Unterstützung

Für Familien besonders wichtig sind der Unterhalt oder der Unterhaltsvorschuss sowie das Kindergeld, der Kinderzuschlag sowie das Wohngeld.

Finanzen & Sozialleistungen im Überblick

Der Bereich Finanzen vor sozialen Hintergrund umfasst u.a. die Leistungen Arbeitslosengeld, Wohngeld und Pflegegeld. Menschen mit Schwerbehinderung erhalten finanzielle Nachteilsausgleiche.

Über Bürger & Geld

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