Rente mit 63: Wer exakt mit 63 Jahren im Jahr 2026 in den Ruhestand gehen kann!

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Grundmodelle: Mit 63 in Rente

Wer die Rente mit 63 anstrebt, muss zunächst klären, welche Rentenart überhaupt infrage kommt.

  • Altersrente für langjährig Versicherte: mindestens 35 Versicherungsjahre, Rentenbeginn ab 63 möglich, aber immer mit Abschlägen.
  • Altersrente für besonders langjährig Versicherte: mindestens 45 Versicherungsjahre, abschlagsfreie Rente – das Zugangsalter liegt je nach Jahrgang zwischen 63 und 65 Jahren. Heute, im Jahr 2026, kann niemand mehr mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen.

Wichtig ist: „Rente mit 63“ war nur für sehr alte Jahrgänge wirklich eine abschlagsfreie Rente genau ab 63 – für heutige Jahrgänge ist “Rente mit 63” nur noch eine vorgezogene, gekürzte Rente.

Altersrente für langjährig Versicherte (35 Jahre)

Die Altersrente für langjährig Versicherte ist die klassische Rechtsgrundlage, um mit 63 überhaupt in Rente zu gehen.

  • Voraussetzungen: Vollendung des 63. Lebensjahres, mindestens 35 Versicherungsjahre (Pflichtbeiträge, Kindererziehung, Pflegezeiten, bestimmte Anrechnungszeiten).
  • Abschläge: Für jeden Monat vor der persönlichen Regelaltersgrenze 0,3 % weniger Rente, maximal 14,4 % bei sehr frühem Rentenbeginn.

Beispiel: Wer Jahrgang 1963 ist, hat eine Regelaltersgrenze von 66 Jahren und 10 Monaten; geht diese Person schon mit 63, liegt der Abschlag in der Nähe des Maximums, also bei rund 14,4 %.

Altersrente für besonders langjährig Versicherte (45 Jahre)

Die berühmte „Rente mit 63“ bezeichnete eigentlich die Altersrente für besonders langjährig Versicherte mit 45 Versicherungsjahren.

  • Voraussetzungen: Mindestversicherungszeit 45 Jahre, Erreichen des für den Jahrgang maßgeblichen Zugangsalters.
  • Zugangsalter: Für vor 1964 Geborene schrittweise Anhebung von 63 auf bis zu 65 Jahre; ab Jahrgang 1964 gilt 65 Jahre als Mindestalter.​ Wer 2026 63 Jahre alt wird, muss bis 64 und 10 Monate warten, um die Altersrente für besonders langjährig Versicherte in Anspruch nehmen zu können.

Nur wer zu einem älteren Jahrgang gehört (frühe 1950er), konnte tatsächlich exakt mit 63 ohne Abschläge in diese Rente starten. Für Jahrgänge wie 1963 liegt die abschlagsfreie Grenze bereits bei 64 Jahren und 10 Monaten oder höher (s.o.).

Wer heute noch genau mit 63 in Rente kann

In der Praxis gilt für den heutigen Rechtsstand:

  • Ohne Abschlag:
    Exakt 63 ohne Abschläge ist heute nicht mehr möglich; für aktuelle Rentenjahrgänge ist das Zugangsalter für die abschlagsfreie Rente bereits deutlich über 63 angehoben.
  • Mit Abschlag:
    Jede versicherte Person mit mindestens 35 Jahren Wartezeit kann mit 63 in die Altersrente für langjährig Versicherte wechseln – muss dann aber je nach Jahrgang Abschläge bis zu 14,4 % in Kauf nehmen.

Besonders langjährig Versicherte mit 45 Jahren konnten nur dann exakt mit 63 abschlagsfrei gehen, wenn sie einem der früheren Jahrgänge angehören; für jüngere Jahrgänge hat sich diese Grenze Richtung 64 bis 65 Jahre verschoben.

Tabelle: Eintrittsalter für die Rente für besonders langjährig Versicherte (sog. “Rente mit 63”)

Hier ist die Tabelle, orientiert an den allgemeinen gesetzlichen Altersgrenzen für die Altersrente für besonders langjährig Versicherte (45 Versicherungsjahre).

GeburtsjahrAbschlagsfreier Rentenbeginn
195763 Jahre + 10 Monate
195864 Jahre
195964 Jahre + 2 Monate
196064 Jahre + 4 Monate
196164 Jahre + 6 Monate
196264 Jahre + 8 Monate
196364 Jahre + 10 Monate
ab 196465 Jahre

Wichtige Schritte für die eigene Planung

Wer mit 63 exakt in Rente gehen möchte, sollte frühzeitig die eigenen Versicherungszeiten und Jahrgangsgrenzen prüfen.​

  • Rentenauskunft der Deutschen Rentenversicherung anfordern und die Wartezeiten (35 bzw. 45 Jahre) kontrollieren.
  • Regelaltersgrenze und mögliche Abschläge in einer Tabelle oder mit einem Online-Rechner durchspielen, um die finanzielle Einbuße zu kennen.

Zusätzlich lohnt sich Beratung – entweder direkt bei der Rentenversicherung oder bei einem unabhängigen Rentenberater –, um zu klären, ob sich ein Rentenbeginn mit 63 trotz Abschlägen wirklich rechnet oder ob ein späterer Start sinnvoller ist.

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