Aktuelle Mindestlöhne in der Pflege
Seit 2025 gelten bundesweit gestaffelte Pflegemindestlöhne nach Qualifikation.
- Pflegehilfskräfte: mindestens 16,10 Euro brutto pro Stunde.
- Qualifizierte Pflegehilfskräfte (mit Zusatz-Ausbildung): mindestens 17,35 Euro brutto pro Stunde.
- Pflegefachkräfte (3‑jährige Ausbildung): mindestens 20,50 Euro brutto pro Stunde.
Bei einer Vollzeitstelle mit 39–40 Wochenstunden ergibt das für Pflegehilfen ein Monatsbrutto ab rund 2.800 Euro, für Fachkräfte ab etwa 3.300–3.500 Euro.
Was Pflegefachkräfte verdienen
Pflegefachkräfte (z. B. Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Pflegefachmann/-frau) liegen im bundesweiten Durchschnitt deutlich über den Hilfskräften.
- Durchschnittsgehalt: etwa 3.900–4.100 Euro brutto pro Monat (rund 47.000–49.000 Euro brutto im Jahr).
- Einstiegsgehalt: laut Karriereportalen ca. 3.400 Euro brutto monatlich.
- Mit Berufserfahrung und Spezialisierung (z. B. Intensivpflege, Anästhesie) sind 4.000–4.800 Euro brutto und mehr möglich.
Im öffentlichen Dienst (TVöD‑P) steigen Pflegefachkräfte stufenweise mit der Berufsdauer automatisch auf.
Was Pflegehilfskräfte verdienen
Pflegehilfskräfte und qualifizierte Pflegehilfen verdienen weniger, profitieren aber ebenfalls von Mindestlöhnen und Tarifsteigerungen.
- Durchschnittsgehalt Pflegehilfskraft: rund 2.600–2.700 Euro brutto pro Monat.
- Einstiegsgehalt: etwa 2.350–2.400 Euro brutto monatlich.
- Mit Erfahrung sind in Vollzeit rund 3.000 Euro brutto und etwas mehr möglich.
Im TVöD‑P werden viele Pflegehelfer/innen in Entgeltgruppe P5 eingruppiert, dort liegt die Spanne etwa zwischen 2.800 und 3.500 Euro brutto im Monat – abhängig von der Stufe.
Gehaltsvergleich: Pflegefachkraft vs. Pflegehilfskraft
| Aspekt | Pflegehilfskraft | Pflegefachkraft |
|---|---|---|
| Mindestlohn (ab 2025) | 16,10 €/h brutto | 20,50 €/h brutto |
| Durchschnitt Monatsbrutto | ca. 2.635 € | ca. 3.900–4.100 € |
| Einstiegsgehalt | ca. 2.360 € | ca. 3.415 € |
| Oberes Niveau mit Erfahrung | ca. 3.000–3.038 € | ca. 4.000–4.800 € (Spezialisierung/Leitung) |
| TVöD‑P typische Gruppe | P5: ca. 2.828–3.530 € | höhere Gruppen (z. B. P7ff., teils deutlich mehr) |
Einfach erklärt: Eine examinierte Pflegefachkraft verdient im Schnitt rund 1.000–1.500 Euro brutto mehr im Monat als eine nicht examinierte Pflegehilfskraft.
Wichtige Faktoren für das Gehalt
Wie viel du in der Pflege konkret verdienst, hängt von mehreren Faktoren ab.
- Qualifikation: 3‑jährige Ausbildung und Fachweiterbildungen (z. B. Intensiv, OP, Anästhesie) bringen meist deutlich höhere Gehälter.
- Träger: Öffentlicher Dienst und große Wohlfahrtsverbände zahlen oft besser als kleine private Heime; Tarifbindung ist ein Plus.
- Region: Westdeutschland und Ballungsräume liegen meist über dem Niveau vieler ostdeutscher Regionen.
- Arbeitszeitmodell: Nacht‑, Wochenend- und Feiertagszuschläge sowie Bereitschaftsdienste erhöhen das tatsächliche Monatsbrutto.
- Berufserfahrung: Mit den Jahren steigt man in höhere Entgeltstufen auf und verdient automatisch mehr.
Ein Beispiel: Eine examinierte Pflegefachkraft in einem kommunalen Krankenhaus in NRW mit einigen Jahren Berufserfahrung und Schichtzulagen kann so auf über 4.000 Euro brutto im Monat kommen, während eine Pflegehilfskraft im gleichen Haus bei etwa 3.000 Euro liegt.


