Pflegegeld März 2026: Wie hoch die Zahlung ausfällt, wer es bekommt und wann das Geld kommt

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Zum 1. Januar 2025 wurden die Geldleistungen der sozialen Pflegeversicherung um 4,5 Prozent angehoben – eine weitere Anpassung ist frühestens für 2028 geplant. 2026 gelten also die Vorjahresbeträge. Nachfolgender Artikel auf Bürger & Geld, dem News-Magazin des Vereins Für soziales Leben e.V., wertet die aktuellen gesetzlichen Grundlagen und offiziellen Hinweise hinsichtlich der Auszahlungstermine für das Pflegegeld im März 2026 sorgfältig aus.

Pflegegeld im März 2026: Was sich ändert – und was nicht

Für Pflegebedürftige und Angehörige bleibt im März 2026 eines zentral: Die Höhe des Pflegegeldes entspricht weiterhin den seit 1. Januar 2025 erhöhten Beträgen, eine weitere Erhöhung erfolgt 2026 nicht. Das Pflegegeld wird nach wie vor auf Basis des Pflegegrades gezahlt und ist im Elften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XI), insbesondere in § 37 SGB XI, geregelt.

Im Klartext heißt das:

  • Pflegegrad 1: kein Pflegegeld, aber Entlastungsbetrag von 131 Euro monatlich.
  • Pflegegrad 2: 347 Euro Pflegegeld pro Monat.
  • Pflegegrad 3: 599 Euro Pflegegeld pro Monat.
  • Pflegegrad 4: 800 Euro Pflegegeld pro Monat.
  • Pflegegrad 5: 990 Euro Pflegegeld pro Monat.

Diese Beträge gelten unverändert auch im März 2026, weil der Gesetzgeber die nächste Dynamisierung der Pflegeleistungen erst frühestens zum 1. Januar 2028 vorgesehen hat. Für Familien bedeutet das Planungssicherheit bei gleichzeitiger realer Belastung durch Inflation und steigende Pflegekosten.

Auszahlungstermin im März 2026: Wann das Geld auf dem Konto ist

Die pflegerischen Geldleistungen werden grundsätzlich monatlich im Voraus gezahlt. Üblich ist, dass die Pflegekassen das Pflegegeld am ersten Bankarbeitstag des Monats anweisen; so beschreiben es mehrere auf Pflege spezialisierte Informationsportale und Dienstleister.

Für März 2026 ergibt sich daraus:

  • Der 1. März 2026 fällt auf einen Sonntag.
  • Der erste Bankarbeitstag ist damit Montag, der 2. März 2026.
  • Viele Pflegekassen überweisen das Pflegegeld daher mit Valuta 02.03.2026; der Zahlungseingang kann je nach Bank um ein bis zwei Tage abweichen.

Ein Teil der Pflegekassen arbeitet allerdings mit einem „Vorauszahlungs-Modell“ zum Monatsende des Vormonats, sodass das Pflegegeld für März 2026 bereits am 26. oder 27. Februar 2026 gutgeschrieben sein kann. Entscheidend ist deshalb immer der konkrete Auszahlungsrhythmus der eigenen Pflegekasse.​

Beispielrechnung: Was im März 2026 tatsächlich ankommt

Nimmt man einen pflegenden Angehörigen mit Pflegegrad 3, erhält dieser im März 2026 regulär 599 Euro Pflegegeld. Wird, wie bei vielen Kassen üblich, zum ersten Bankarbeitstag im Monat ausgezahlt, steht der Betrag spätestens in den ersten Märztagen zur Verfügung, etwa am 2. oder 3. März 2026.

Nutzen Familien zusätzlich ambulante Pflegesachleistungen, kann das Pflegegeld anteilig gekürzt werden, weil es sich dann um eine Kombinationsleistung handelt (§ 38 SGB XI). In der Praxis bedeutet dies: Wer etwa 50 Prozent seines maximalen Sachleistungsbudgets ausschöpft, erhält nur noch 50 Prozent des Pflegegeldes.

Wer profitiert im März 2026 – und wer nicht?

Anspruch auf Pflegegeld haben Pflegebedürftige mit Pflegegrad 2 bis 5, die zu Hause gepflegt werden und keine reine Vollversorgung durch einen Pflegedienst in Anspruch nehmen. Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 erhalten zwar kein Pflegegeld, profitieren aber vom Entlastungsbetrag und weiteren Hilfen, etwa für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch.

Betroffen vom Auszahlungsmodus im März 2026 sind damit:

  • Pflegebedürftige mit Pflegegrad 2–5 in häuslicher Pflege.
  • Angehörige und Freunde, die die Pflege übernehmen und auf das regelmäßige Pflegegeld zur Deckung laufender Kosten angewiesen sind.
  • Dienste, die mit Angehörigen Pauschalabsprachen treffen und den Geldeingang für die eigene Liquidität kalkulieren müssen.

Gerade für Familien, die steigende Energie- und Lebenshaltungskosten tragen, ist der exakte Zahlungseingang Anfang März zentral, um Miete, Medikamente oder Pflegehilfsmittel rechtzeitig zu bedienen.

Juristische Einordnung: Warum der März 2026 ein „normales“ Pflegegeld-Monat ist

Rechtlich betrachtet handelt es sich beim März 2026 um einen regulären Leistungsmonat ohne Sonderzahlungen oder Kürzungen. Das Pflegegeld ist als laufende Geldleistung vorgesehen, die bei Vorliegen eines anerkannten Pflegegrades und häuslicher Pflege so lange gezahlt wird, wie die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind (vgl. §§ 14, 15, 37 SGB XI).

Wichtig ist:

  • Erfolgt eine Kombileistung, also Pflegeld plus Pflegesachleistung, so wird das Pflegegeld im Nachhinein gezahlt.

Ein Fallstrick, den Pflegekassen in der Praxis immer wieder betonen: Kommt es im Februar 2026 zu einer Neueinstufung oder Herabstufung des Pflegegrades, kann sich der im März ausgezahlte Betrag ändern. Wer mit einem Widerspruch oder einem laufenden Begutachtungsverfahren zu tun hat, sollte daher den März-Bescheid genau prüfen.

Insider-Detail aus der Praxis: Warum der Kontostand im Februar über den März entscheidet

Ein juristisch besonders interessantes Detail, das in der Praxis häufig übersehen wird: Maßgeblich für die Pflegegeldzahlung im März 2026 ist nicht nur der Kalendermonat, sondern der sogenannte „Leistungszeitraum“, den die Pflegekasse abrechnet. Viele Kassen koppeln diesen Zeitraum an das interne Buchungssystem, das bereits einige Tage vor Monatswechsel abschließt.

Konkreter bedeutet das:

  • Wird ein Pflegegrad-Bescheid erst am 28. Februar 2026 rechtskräftig, kann er im Abrechnungslauf für März bereits berücksichtigt werden.
  • Geht der Bescheid dagegen erst am 3. März 2026 in das System der Kasse ein, erfolgt eine Anpassung oft erst im April – der März wird dann noch nach dem „alten“ Pflegegrad bezahlt.

Pflegejuristisch lässt sich das über die Kombination aus Leistungsbeginn, Bekanntgabe des Verwaltungsakts und den internen Abrechnungsläufen erklären, die sich aus § 37 SGB XI in Verbindung mit den allgemeinen Regelungen des Sozialverwaltungsrechts (SGB X) ergeben. Aus Expertensicht empfiehlt es sich daher, Bescheide und Widersprüche möglichst frühzeitig vor Monatsende zu klären, um Nachteile bei der Pflegegeldhöhe im Folgemonat zu vermeiden.

Ein von unserer Redaktion konsultierter Pflegeberater bringt es auf den Punkt: „Für viele Betroffene entscheidet sich nicht am 1. März, sondern in den Tagen davor, wie hoch das Pflegegeld ausfällt – wer Fristen verschleppt, riskiert bares Geld.“

Jahresüberblick Auszahlung Pflegegeld 2026

Einen Jahresüberblick über die Auszahlung des Pflegegeldes 2026 finden Sie hier: Pflegegeld Auszahlung 2026

Quellen

  • Bundesministerium für Gesundheit / Pflegeleistungen 2024–2027
  • ​AOK

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