Grundrente 2026: Warum das Einkommen des Ehepartners Ihren Zuschlag kürzen kann

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Rund 1,1 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland erhalten derzeit einen Grundrentenzuschlag, der ihre niedrige Rente spürbar aufbessern soll. Anspruch hat, wer mindestens 33 Jahre sogenannte Grundrentenzeiten erreicht hat – also Zeiten mit Pflichtbeiträgen aus Arbeit, Kindererziehungs- und Pflegezeiten – und trotzdem nur eine kleine Rente bezieht. Ob der Zuschlag in voller Höhe gezahlt wird, hängt jedoch von einer Einkommensprüfung ab, bei der bei Ehepaaren das gemeinsame zu versteuernde Einkommen berücksichtigt wird. Diese Praxis war umstritten, wurde aber 2025 vom Bundessozialgericht als verfassungskonform bestätigt.

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Wie das Einkommen des Ehepartners den Grundrentenzuschlag mindern kann

Etwa 1,1 Millionen Rentner in Deutschland profitieren von der Grundrente,  so kann man etwas bei der „Tagesschau“ nachlesen.  Der durchschnittliche Rentenzuschlag beträgt  86 Euro. Voraussetzung für den  Anspruch auf die Grundrente ist, dass man wenigstens 33 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt hat. Zudem muss die reguläre Rente unterhalb einer gewissen Grenze liegen, die vom Existenzminimum bestimmt wird.. Die Höhe des Grundrentenzuschlags wird anhand einer Einkommensprüfung von der Rentenversicherung in jedem Einzelfall berechnet.

Einkommensprüfung Schritt für Schritt: So berechnet die Rentenversicherung den Grundrentenzuschlag

Jedes Jahr werden die Einkommensverhältnisse der Rentner von der Rentenversicherung überprüft. Bei Ehepartnern wird das Einkommen beider Partner zusammen betrachtet. Das Einkommen des Ehepartners wird auf die Grundrente des anderen angerechnet.

Bei nicht verheirateten Paaren ist die anders. Hier wird das Einkommen des Partners nicht angerechnet.

Verfassungsrechtliche Debatte: Warum das BSG die Einkommensanrechnung bei Ehepaaren für zulässig hält

Die Anrechnung des Einkommens des Ehepartners bei der Grundrente des Rentners bzw. der Rentnerin wird  vereinzelt für verfassungs- und systemwidrig gehalten. Folgende Argumente werden angeführt: Die gesetzliche Rente sehe keine Anrechnung von Ehegatteneinkommen vor. Dies benachteilige zudem Ehepaare gegenüber unverheirateten Paaren; dort wird das Einkommen des Partners nicht beim Einkommen des Rentners berücksichtigt.

Die überwiegende Mehrzahl aller im Rentenrecht bewanderten Experten lässt diese Argumente nicht gelten. Zum Einen handelt es sich beim Grundrentenzuschlag nicht um eine Rente, sondern um eine Sozialleistung. Zum anderen werden verheiratete Paare und nicht verheiratete Paare auch in anderen Rechtsgebieten unterschiedlich behandelt. Bestes Beispiel ist das Steuerrecht. Ehe bedeutet schließlich eine Einstandsgemeinschaft und jeder kann frei entscheiden, ob er heiraten möchte oder nicht. Und: je nach Einkommen kann sich die Steuerklasse auch für verheiratete Rentner positiv ändern.

Kurz erklärt: Grundrentenzeiten, Zuschlag und Einkommensgrenzen für Paare

Das Wichtigste zum Schluss kurz zusammengefasst:

  • Die Grundrente (genauer: der Grundrentenzuschlag) soll verhindern, dass Rentner, die mehr als 33 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben, nur über eine geringe Rente verfügen.
  • Einkommen wird auf die Grundrente angerechnet, auch Einkommen des Ehepartners. Das wird von einer Mindermeinung für verfassungswidrig gehalten. Die Argumente hierfür überzeugen jedoch nicht.

Weiterführende Infos zur Grundrente und Quellen

Einkommensprüfung bei Grundrente soll abgeschafft werden

Deutsche Rentenversicherung

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