Bürgergeld Auszahlung – per Konto, P-Konto, Scheck oder in bar?

Wie wird das Bürgergeld ausgezahlt?

Besteht ein Anspruch auf Bürgergeld, wurde ein Antrag gestellt und liegt ein Bewilligungsbescheid vom Jobcenter vor, so steht der Zahlung des Bürgergeldes nichts mehr im Weg. Oder doch? Braucht man ein Bankkonto, um Bürgergeld ausgezahlt zu erhalten? Muss es ein Pfändungsschutzkonto sein? Oder kann man auch Bargeld oder einen Scheck vom Jobcenter bekommen?

Muss man ein eigenes Konto haben, um das Bürgergeld zu erhalten?

Die meisten Bezieher von Bürgergeld verfügen über ein eigenes Bankkonto. Das Jobcenter überweist das Geld spätestens zum letzten Werktag des Vormonats auf das Konto des Leistungsberechtigten. Das bedeutet, das Geld geht dort am letzten Werktag des Vormonats ein, für den Bürgergeld bewilligt ist. Beispiel: Das Bürgergeld für März wird bereits am letzten Bankarbeitstag des Februars auf dem Konto des Bürgergeld-Beziehers gutgeschrieben. Einen Überblick über die Auszahlungstermine für das Bürgergeld finde Sie hier: Auszahlungstermine 2023

Darf das für den nächsten Monat gezahlte Bürgergeld bereits im alten Monat vom Konto abgehoben werden?

Mit Zahlungseingang kann das Bürgergeld bereits vom Konto abgehoben werden. Es muss nicht der 1. Tag des Monats abgewartet werden, für den das Geld bewilligt worden ist.

Ist ein Pfändungsschutzkonto für das Bürgergeld notwendig?

Damit das Bürgergeld von Gläubigern nicht gepfändet werden kann, haben viele Bürgergeld-Bezieher ein Pfändungsschutzkonto bei ihrer Bank eingerichtet, ein sogenanntes P-Konto. Das ist kostenlos und immer dann empfehlenswert, wenn titulierte Schulden vorhanden sind. Tituliert sind Schulden, wenn ein Gericht diese durch Urteil oder Vollstreckungsbescheid festgesetzt hat. Gesetzlich vorgeschrieben für den Zahlungsempfang des Bürgergeldes ist ein Pfändungsschutzkonto jedoch nicht.

Wie funktioniert die Bürgergeld-Auszahlung, wenn man kein eigenes Konto hat?

Hat jemand, der einen Anspruch auf Bürgergeld hat, kein eigenes Bankkonto, so kann er selbstverständlich dennoch das Bürgergeld erhalten. Es gibt mehrere Möglichkeiten.

Er oder sie kann sich einen Barscheck vom Jobcenter ausstellen lassen und diesen bei einer Auszahlungsstelle der Deutschen Post oder Postbank einlösen. Hierdurch entstehen jedoch für das Jobcenter Mehrkosten, die das Jobcenter pauschal vom Bürgergeld abzieht Auch an den Auszahlungsstellen werden noch einmal Gebühren fällig. Je nach Höhe des auszuzahlenden Betrages bis zu 7,50 Euro. Es ist also besser, ein Konto zu eröffnen, auf das das Bürgergeld überwiesen wird, also sich das Geld per Scheck auszahlen zu lassen.

Möglich ist es auch, sich das Geld auf ein Konto einer anderen Person des Vertrauens überweisen zu lassen. Man kann dem Jobcenter ein Konto einer dritten Person angegeben, auf welches das Bürgergeld überwiesen werden soll.

Bargeld zahlt das Jobcenter übrigens nicht aus.

Was tun, wenn man sein Bürgergeld verliert?

Es kommt vor, dass das Bürgergeld vom Konto abgehoben wird und anschließen verloren geht, beispielsweise, wenn man die Geldbörse verliert. Kann man in Fall des Verlusts des Bürgergeldes vom Jobcenter eine zweite Zahlung erhalten? Die Antwort lautet: nein. Der Verlust des Bürgergeldes stellt ein Risiko des Leistungsbeziehers dar, das nicht vom Jobcenter ausgeglichen werden muss. Möglich ist lediglich, vom Jobcenter über ein Darlehen einen Vorschuss auf die nächste Bürgergeldzahlung zu erhalten. Im nächsten Monat wird dann der Vorschuss mindestens teilweise einbehalten.