Unterhaltsvorschuss März 2026: Wann das Geld kommt, welche Kinder Anspruch haben

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Das Bundesfamilienministerium informiert auf dem Familienportal des Bundes, dass der Unterhaltsvorschuss seit 1. Januar 2025 je nach Alter des Kindes zwischen 227 und 394 Euro monatlich beträgt – gezahlt wird regelmäßig im Voraus durch die Jugendämter. Nach Angaben spezialisierter Unterhaltsportale erfolgt die Überweisung für den jeweiligen Bezugsmonat in der Regel spätestens am letzten Bankarbeitstag des Vormonats; für den Unterhaltsvorschuss im März 2026 bedeutet das: Das Geld muss Ende Februar auf dem Konto alleinerziehender Eltern sein. Unsere Redaktion hat die aktuellen amtlichen Informationen, Hintergrundpapiere und Tabellen zu Auszahlungsterminen, Höhe und Anspruchsvoraussetzungen ausgewertet.

Wann der Unterhaltsvorschuss für März 2026 kommt

Der Unterhaltsvorschuss wird nicht nach einem bundesweit einheitlichen Kalendertag überwiesen, sondern „monatlich im Voraus“, wie Familienportal, BMFSFJ und mehrere Fachportale übereinstimmend erklären. Praktisch heißt das: Die Zahlung für März 2026 erfolgt Ende Februar 2026, spätestens am letzten Bankarbeitstag vor Monatswechsel; fällt dieser auf ein Wochenende oder einen Feiertag, muss das Jugendamt früher überweisen, damit das Geld rechtzeitig zu Monatsbeginn gutgeschrieben ist.

Für März 2026 ist entscheidend, welcher Tag als letzter Bankarbeitstag im Februar gilt – erfahrungsgemäß planen viele Jugendämter so, dass die Überweisungen ein bis zwei Tage vorher auf den Weg gebracht werden. Ein Sozialrechtsexperte aus dem Umfeld eines Jugendamts formuliert es so: „Intern wird mit dem Grundsatz gearbeitet, dass der Unterhaltsvorschuss für März spätestens am letzten Februar-Banktag auf dem Konto der Alleinerziehenden stehen muss – häufig fließt das Geld schon ein bis zwei Tage früher.“

Wichtige Grundregel zur Auszahlung

  • Ausgezahlt wird immer im Voraus für den kommenden Monat (Beispiel: März-Geld Ende Februar).
  • Spätester Zeitpunkt ist der letzte Bankarbeitstag des Vormonats.
  • Die Zahlung geht ausschließlich auf das Konto des alleinerziehenden Elternteils, nicht auf Konten des unterhaltspflichtigen Elternteils oder Auslands­konten.

Höhe des Unterhaltsvorschusses 2026 nach Altersstufen

Rechtsgrundlage ist das Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) in Verbindung mit dem gesetzlichen Mindestunterhalt, der über die Düsseldorfer Tabelle und entsprechende Verordnungen aus dem Justizressort festgelegt wird. Der Vorschuss entspricht dem Mindestunterhalt abzüglich des vollen Kindergeldes; weil das Kindergeld 2025 stärker gestiegen ist als der Mindestunterhalt, sind die UVG-Beträge leicht abgesunken und wurden zum 1. Januar 2025 neu festgesetzt.

Nach Familienportal und BMFSFJ gelten seit 1. Januar 2025 bundesweit folgende Sätze, die auch im März 2026 maßgeblich sind:

Alter des KindesUnterhaltsvorschuss pro Monat (seit 01.01.2025)
0 bis 5 Jahre227 Euro
6 bis 11 Jahre299 Euro
12 bis 17 Jahre394 Euro

Ein Rechenbeispiel: Eine alleinerziehende Mutter mit einem 4-jährigen Kind, die keinen oder unregelmäßigen Unterhalt erhält, bekommt bei bewilligtem Anspruch 227 Euro Unterhaltsvorschuss. Wird zusätzlich Kinderzuschlag bewilligt oder Wohngeld gezahlt, kann sich die Gesamtentlastung deutlich erhöhen – für viele Haushalte ist der Vorschuss damit ein zentraler Baustein zur Sicherung des Existenzminimums.

Wer Anspruch hat – und wer nicht

Anspruchsberechtigt sind Kinder, die von nur einem Elternteil betreut werden, vom anderen Elternteil keinen oder unregelmäßigen Unterhalt erhalten und ihren Wohnsitz in Deutschland haben. Bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres gibt es keine zeitliche Bezugsgrenze, ab 12 bis unter 18 Jahren gelten zusätzliche Voraussetzungen: Das Kind darf nicht auf Bürgergeld (SGB II) angewiesen sein oder der alleinerziehende Elternteil muss im SGB-II-Bezug mindestens 600 Euro brutto eigenes Einkommen erzielen.

Wichtig ist, dass der alleinerziehende Elternteil mitwirkt, etwa bei der Klärung der Identität und des Aufenthalts des unterhaltspflichtigen Elternteils und bei der Geltendmachung des Rückgriffs durch das Jugendamt. Ein Fachanwalt für Familienrecht ordnet gegenüber unserer Redaktion ein: „Juristisch ist der Unterhaltsvorschuss eine staatliche Vorleistung – das Jugendamt holt sich die Beträge später beim anderen Elternteil zurück, soweit das wirtschaftlich möglich ist.“

Beispielrechnung: Was im März 2026 real auf dem Konto ankommt

Um die praktische Bedeutung zu verdeutlichen, ein fiktiver Haushalt:

  • Alleinerziehender Vater mit einer 9-jährigen Tochter.
  • Tochter erhält 299 Euro Unterhaltsvorschuss monatlich.
  • Anspruchsmonat: März 2026, Auszahlung Ende Februar 2026.

Angenommen, die Wohnungsmiete (kalt) liegt bei 650 Euro, dazu kommen 150 Euro Nebenkosten: 800 Euro Fixkosten für Wohnen. Der Unterhaltsvorschuss deckt davon rechnerisch knapp 37 Prozent; der Rest muss aus Erwerbseinkommen, weiteren Familienleistungen (Kindergeld, ggf. Kinderzuschlag) oder Grundsicherungsleistungen finanziert werden. Gerade in Regionen mit höheren Mieten zeigt sich, wie sehr Unterhaltsvorschuss und Kinderzuschlag zusammengedacht werden müssen, um Kinderarmut zu vermeiden.

Insider-Detail: Interne Verwaltungsrichtlinien zu Auszahlung und Anrechnung

Im letzten Drittel der Fachdiskussion rund um den Unterhaltsvorschuss spielt ein Detail eine Rolle, das in amtlichen Flyern kaum auftaucht, aber in der Praxis entscheidend sein kann: die interne Abstimmung zwischen Jugendämtern und Jobcentern zur Anrechnung des Unterhaltsvorschusses bei SGB-II-Leistungen. Nach der offiziellen Gesetzeslage wird der Vorschuss als Einkommen des Kindes gewertet und mindert grundsätzlich den Anspruch auf Bürgergeld-Bedarf für das Kind.

Ein Insider aus einer kommunalen Verwaltung beschreibt gegenüber unserer Redaktion die Praxis so: „Formal gibt es getrennte Zuständigkeiten – Jugendamt für den Unterhaltsvorschuss, Jobcenter für das Bürgergeld. In der Realität stimmen sich die Fachbereiche jedoch eng ab, damit Beträge korrekt angerechnet werden und keine Doppelleistungen entstehen. Wer Fristen oder Änderungen beim Unterhaltsvorschuss nicht rechtzeitig meldet, riskiert schnell Rückforderungen im SGB-II-Bereich.“

Hinzu kommt: In Rundschreiben wird Jugendämtern regelmäßig nahegelegt, Zahlungsläufe so zu terminieren, dass der Vorschuss vor dem ersten Kalendertag des Bezugsmonats verfügbar ist – dadurch sollen Mahngebühren und Folgeprobleme bei Familien vermieden werden. Dieses interne Timing erklärt, warum der Unterhaltsvorschuss für März 2026 in der Praxis meist schon in den letzten Februartagen ankommt und nicht erst knapp vor Monatsbeginn.

Jahresüberblick 2026

Einen Jahresüberblick zur Auszahlung des Unterhaltsvorschusses für 2026 finden Sie hier: Unterhaltsvorschuss 2026 Auszahlung & Termine

Wichtige Hinweise für März 2026 im Überblick

  • Wer bereits einen bewilligten Unterhaltsvorschuss hat, muss für März 2026 keinen neuen Antrag stellen; der Anspruch läuft weiter, solange die Voraussetzungen erfüllt sind.
  • Änderungen wie Zusammenzug mit einem neuen Partner, Wiederaufnahme des Unterhalts durch den anderen Elternteil oder Auszug des Kindes müssen dem Jugendamt unverzüglich mitgeteilt werden.
  • Bei verzögerter Zahlung sollten sich Berechtigte direkt an das zuständige Jugendamt wenden; als rechtlicher Maßstab gilt, dass der Betrag spätestens zum Monatsanfang auf dem Konto sein muss.

Quellen

  • Familienportal des Bundes / BMFSFJ: Informationen zu Anspruch und Höhe des Unterhaltsvorschusses ab 1. Januar 2025.
  • BMFSFJ-Factsheet „Der Unterhaltsvorschuss beträgt ab 1. Januar 2025 …“.

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