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Das ändert sich 2026 im Ausland: Neue Gesetze, strenge Regeln und was Rentner jetzt wissen müssen

2026 wird zum Wendepunkt für deinen Urlaub: Stalking wird endlich hart bestraft, Dänemark schraubt seine Briefkästen ab – und ohne digitale Reise-Genehmigung bleibst du am Flughafen stehen. Jetzt checken, welche neuen Regeln dich im Ausland wirklich treffen.

Stalking wird in der Schweiz ab 2026 erstmals als eigener Straftatbestand verfolgt, während Bulgarien den Euro einführt und viele Urlaubsländer ihre Regeln für Touristen drastisch anziehen. Von strengeren Handy- und Kopftuchverboten bis zu mehr Tierschutz in Frankreich – wer 2026 ins Ausland reist, sollte die neuen Regeln genau kennen.​

Schweiz: Stalking wird eigenes Verbrechen

In der Schweiz gilt hartnäckiges Nachstellen ab dem 1. Januar 2026 als eigener Straftatbestand mit Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren oder Geldstrafe. Das Gesetz richtet sich gegen Personen, die andere beharrlich verfolgen, belästigen oder bedrohen und deren Lebensgestaltung massiv einschränken.​

Für Betroffene bedeutet das mehr Schutz und klarere Chancen, sich juristisch zu wehren. Allerdings wird die Strafverfolgung nur auf Antrag des Opfers eingeleitet – ohne Anzeige gibt es kein Verfahren.​

Bulgarien: Urlaub mit dem Euro

Bulgarien vollzieht zum 1. Januar 2026 den großen Währungssprung: Der Lew wird vollständig durch den Euro ersetzt. Das Land wird damit das 21. Mitglied der Eurozone, der offizielle Umrechnungskurs liegt bei 1,95583 Lew für einen Euro.​

Für Reisende aus Deutschland wird der Badeurlaub am Goldstrand oder der Städtetrip nach Sofia deutlich einfacher: Wechselstuben, Fremdwährung und unnötige Gebühren entfallen. Gleichzeitig hofft die Regierung auf mehr Investitionen und einen Modernisierungsschub für die Wirtschaft.​

Großbritannien: Ohne ETA keine Einreise

Wer 2026 nach Großbritannien reist, braucht mehr Vorlauf: Das elektronische Reisedokument ETA (Electronic Travel Authorisation) wird ab Februar 2026 strikt kontrolliert. Besucher aus visumfreien Staaten müssen die Genehmigung vorab online oder per App beantragen, sie kostet 16 Pfund – rund 18 Euro – und sollte spätestens drei Tage vor Abreise vorliegen.​

Ohne gültige ETA heißt es künftig: „No permission, no travel“ – Airlines dürfen Passagiere sonst gar nicht erst an Bord lassen. Die Genehmigung gilt in der Regel zwei Jahre und kann in dieser Zeit für mehrere Reisen genutzt werden.​

Dänemark: Das Ende des Briefkastens

In Dänemark verschwindet eine Alltagsikone: Ab 2026 stellt das staatlich dominierte Postunternehmen Postnord keine Briefe mehr zu. Rund 1.500 Stellen fallen weg, alle öffentlichen roten Briefkästen im Land werden nach und nach abgebaut.​

Der Grund ist der massive Einbruch beim Briefvolumen – seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der versandten Briefe um etwa 90 Prozent gesunken. Wer künftig noch Briefe verschicken will, muss auf private Anbieter setzen, während sich Postnord fast komplett auf Pakete konzentriert.​

Schweden: Handyverbot an Schulen

Schweden zieht in den Klassenzimmern die Reißleine: Ab dem Schuljahr 2026/27 gilt ein landesweites Handyverbot an Schulen für alle Kinder zwischen 7 und 16 Jahren. Die Geräte sollen zu Tagesbeginn eingesammelt und erst nach Unterrichtsschluss zurückgegeben werden.​

Die Regierung will damit Konzentration, Lernerfolg und soziales Miteinander der Schülerinnen und Schüler verbessern. Das Verbot reiht sich in ein größeres Reformpaket ein, das auch Lehrpläne, Notensystem und Lehrerausbildung verändert.​

Österreich: Kopftuchverbot für Mädchen

In Österreich soll ab Herbst 2026 ein Kopftuchverbot für Schülerinnen unter 14 Jahren an öffentlichen Schulen gelten, das an frühere Debatten über religiöse Symbole im Unterricht anknüpft. Ziel der konservativen Befürworter ist ein stärker säkularer Schulalltag, Kritiker warnen jedoch vor Ausgrenzung muslimischer Mädchen und einem Eingriff in die Religionsfreiheit​

Das geplante Verbot dürfte zu neuen politischen Konflikten führen und könnte vor Gericht landen, sobald erste Disziplinarmaßnahmen gegen betroffene Schülerinnen verhängt werden.​

Frankreich: Mehr Schutz für Wale und Delfine

Frankreich hat bereits 2021 ein Gesetz verabschiedet, das die Haltung, Zucht und Zurschaustellung von Walen und Delfinen zu Unterhaltungszwecken ab Ende 2026 verbietet. Spätestens am 2. Dezember 2026 müssen Delfinshows auslaufen, auch die Nachzucht und der Import neuer Tiere werden untersagt.​

Meereszoos wie Marineland Antibes schließen oder werden drastisch umgebaut; Tierschützer sprechen von einem historischen Erfolg, fordern aber ein Ende aller Delfinarien – auch derjenigen, die sich als Forschungszentren deklarieren. Für Urlauber bedeutet das: Statt Kunststücke im Becken gibt es in Zukunft eher Bildungsangebote und Projekte für Meeresrefugien.​

Redakteure

  • Peter Kosick

    Jurist und Redakteur

    Peter Kosick hat an der Universität Münster Rechtswissenschaften studiert und beide juristische Staatsexamen in Nordrhein-Westfalen mit Erfolg abgelegt. Er arbeitet als freiberuflicher Jurist, ist Autor verschiedener Publikationen und hält Vorträge im Bereich Arbeits- und Sozialrecht. Seit mehr als 30 Jahren engagiert er sich im sozialen Bereich und ist seit der Gründung des Vereins "Für soziales Leben e.V." dort Mitglied. Peter Kosick arbeitet in der Online Redaktion des Nachrichtenmagazins Bürger & Geld, das der Verein herausgibt und ist der CvD. Seinen Artikeln sieht man an, dass sie sich auf ein fundiertes juristisches Fachwissen gründen.

    Peter hat ebenfalls ein Herz für die Natur, ist gern "draußen" und setzt sich für den Schutz der Umwelt ein.

    Seine Arbeit im Redaktionsteam von Bürger & Geld gibt ihm das Gefühl,  etwas Gutes für das Gemeinwohl zu tun.

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  • ik
    Experte:

    Sozialrechtsexperte und Redakteur

    Ingo Kosick ist ein renommierter Experte im Bereich des Sozialrechts in Deutschland. Er engagiert sich seit über 30 Jahren in diesem Feld und hat sich als führende Autorität etabliert. Als Vorsitzender des Vereins "Für soziales Leben e.V.", der 2005 in Lüdinghausen gegründet wurde, setzt er sich für die Unterstützung von Menschen ein, die von Armut und Arbeitslosigkeit betroffen sind. Der Verein bietet über das Internet Informationen, Beratung und Unterstützung für sozial benachteiligte Menschen an.

    Ingo Kosick ist zudem Autor und Redakteur beim Nachrichtenmagazin Bürger & Geld, das der Verein "Für soziales Leben e.V." herausgibt. Ingo hat sich auf Themen wie Bürgergeld, Sozialleistungen, Rente und Kindergrundsicherung spezialisiert. Seine Artikel bieten fundierte Analysen und rechtlich aufgearbeitete Informationen, die Menschen in schwierigen Lebenssituationen unterstützen sollen.

    Durch seine langjährige Erfahrung und sein Engagement hat Ingo Kosick maßgeblich dazu beigetragen, dass sozial benachteiligte Menschen in Deutschland besser informiert und unterstützt werden können.

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