Prisha aus Indien arbeitet in der Pflege: „Wenn die AfD gewinnt, bin ich weg!“

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Deutschland braucht Pflegekräfte aus dem Ausland, um seine Versorgung aufrechtzuerhalten. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit besitzt inzwischen rund jede fünfte beschäftigte Pflegekraft eine ausländische Staatsangehörigkeit. Eine restriktivere Zuwanderungspolitik könnte deshalb Krankenhäuser, Pflegeheime und ambulante Dienste zusätzlich nicht nur unter Druck setzen, nein, die pflegerische Versorgung in Deutschland wäre stark gefährdet. Wie groß dieses Risiko unter einer AfD-Regierung wäre, zeigt nachfolgender Beitrag.

Warum reicht die Sorge einer einzelnen Pflegekraft weiter?

Die Ankündigung Prishas, Deutschland bei einem AfD-Wahlsieg zu verlassen, berührt eine grundsätzliche Frage: Unter welchen Bedingungen wollen internationale Pflegekräfte hier leben und arbeiten? Eine persönliche Aussage kann durchaus als Indiz für eine allgemeine Abwanderungsbereitschaft und einen bevorstehenden Personaleinbruch gewertet werden. Und: es gibt Erkenntnisse, die über den Einzelfall hinausreichen.

Solche Hinweise liefert das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: Ausländische Beschäftigte reagieren auf regionale Fremdenfeindlichkeit mit verstärktem Fortzug. Zugleich kann ein ablehnendes Umfeld die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland verringern. Die Untersuchungen betreffen unterschiedliche Berufe und überwiegend regionale Wanderungsbewegungen, lassen sich aber durchaus auf Pflegekräfte oder die Folgen einer AfD-Regierung übertragen.

Wie abhängig ist Deutschlands Pflege von ausländischen Beschäftigten?

Ausländische Beschäftigte tragen einen erheblichen Teil der pflegerischen Versorgung: Die Bundesagentur für Arbeit beziffert ihre Zahl in der Veröffentlichung vom 8. Mai 2026 auf rund 353.000. Insgesamt waren rund 1,76 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig in Pflegeberufen beschäftigt. Zu den größten Herkunftsgruppen aus Staaten außerhalb der EU zählen Beschäftigte aus Indien.

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Der Ausländeranteil beträgt in Krankenhäusern und Kliniken rund 17 Prozent, in der ambulanten und stationären Pflege rund 24 Prozent. Diese Zahlen erfassen die Staatsangehörigkeit, nicht die Einwanderungsgeschichte. Außerdem umfassen Pflegeberufe unterschiedliche Qualifikationsniveaus; nicht alle erfassten Beschäftigten sind examinierte Pflegefachkräfte.

Bereits ohne zusätzliche Abwanderung bleibt die Personalsuche schwierig: Auf 100 gemeldete Stellen für Pflegefachkräfte kommen deutschlandweit lediglich 57 arbeitslose Pflegefachkräfte. Das bedeutet nicht, dass diese Personen für jede offene Stelle unmittelbar verfügbar oder passend qualifiziert sind.

Welche AfD-Pläne könnten die Personalgewinnung erschweren?

Die AfD will nach ihrem Bundestagswahlprogramm 2025 vor weiterer außereuropäischer Fachkräfteeinwanderung zunächst inländische Arbeitskräftepotenziale ausschöpfen. Qualifizierte Zuwanderung lehnt sie nicht grundsätzlich ab, möchte sie aber an strenge Auswahlkriterien knüpfen. Für einen Bereich mit bestehenden Personalengpässen könnte eine verzögerte oder erschwerte Anwerbung zusätzliche Besetzungsprobleme schaffen.

Außerdem fordert die Partei, bestimmte Bleiberechtsregelungen abzuschaffen – auch für Menschen in Ausbildung oder Beschäftigung. Das ist von regulärer Fachkräfteeinwanderung zu unterscheiden.

Zur vollständigen Einordnung gehört: Die AfD fordert auch eine verbindliche Personalbemessung und eine bessere finanzielle Unterstützung häuslicher Pflege. Solche Ziele beantworten jedoch für sich genommen nicht, woher zusätzlich benötigtes Personal kommen soll. Die genannten Programmpunkte sind politische Forderungen, keine bereits geltenden Neuregelungen.

Welche Folgen wären für Pflegebedürftige denkbar?

Weniger Personal durch erschwerte Zuwanderung oder zusätzliche Fortzüge könnte bestehende Engpässe verschärfen. Denkbare Folgen wären weniger verfügbare Pflegeplätze, eingeschränkte ambulante Kapazitäten und höhere Belastungen für Beschäftigte und Angehörige. Das ist eine Risikoeinordnung aus der angespannten Personalsituation und gleichzeitig eine Prognose über ein bestimmtes Regierungsszenario.

Es existiert somit ein sehr nachvollziehbares Risiko und einer sicheren Vorhersage: Die Quellen belegen Personalabhängigkeit und migrationshemmende Wirkungen von Fremdenfeindlichkeit. Sehr viele Pflegekräfte würden bei einem AfD-Regierungsantritt tatsächlich gehen, also Deutschland verlassen! Prisha represäntiert hier ihre Kollegen und Kolleginnen ausländischer Herkunft!

FAQ zur Gefährdung der pflegerischen Versorgung in Deutschland bei einem AfD-Wahlsieg

Beendet ein AfD-Wahlsieg automatisch eine Aufenthaltserlaubnis?

Nein. Ein Wahlergebnis bedeutet keine sofortige Änderung des Aufenthaltsrechts. Für Fachkräfte mit Berufsausbildung sieht § 18a Aufenthaltsgesetz weiterhin eine Aufenthaltserlaubnis für qualifizierte Beschäftigung vor. Das kann eine AfD-Regierung aber ohne weiteres abändern.

Können indische Pflegefachkräfte regulär einwandern?

Ja, grundsätzlich kommt die Fachkräfteeinwanderung infrage. Die Voraussetzungen müssen im jeweiligen Verfahren geprüft werden. Das gitl auch für andere ausländische Staatsangehörigkeitem-

Würde auch ein Umzug innerhalb Deutschlands bundesweit Personal entziehen?

Damit ist zu rechnen. Zunächste werden regionale Versorgungslücken verschärft. Die IAB-Ergebnisse zu Fortzügen können zwar nicht pauschal als Auswanderung aus Deutschland gelesen werden. Aber es kommt natürlich mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ein Verlassen Deutschlands in Betracht!

Belegen die Zahlen, dass inländische Ausbildung überflüssig ist?

Nein, natürlich nicht. Die Bundesagentur für Arbeit fordert ausdrücklich beides: inländische Potenziale stärker erschließen und ausländische Pflegekräfte gewinnen. Diese können auch für eine Ausbildung nach Deutschland kommen.

Fazit zu den Gefahren einer AfD-Regierung für die pflegerische Versogung der Bevölkereung in Deutschland

Deutschlands Pflege kann auf internationale Beschäftigte nicht verzichten – ansonsten gibt es erhebliche Risiken bei der Versorgung. Eine Politik, die Anwerbung erschwert oder das Bleiben unattraktiver macht, verschärft die bestehenden Engpässe dramatisch. Prishas Aussage kann insoweit durchaus als repräsentativer Beleg gewertet werden!

Die Meinung der Redaktion: Jeglicher Fremdenfeindlichkeit muss entgegengewirkt wirden!

Quellen

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