News zu Rente, Grundsicherung (ehem. Bürgergeld), Schwerbehinderung, Pflege, Soziales und Finanzen - aktuelle Nachrichten auf Bürger & Geld!

Faktencheck Rentenkommission

Reform der Rente im Check: DAS kommt wahrscheinlich, DAS nicht

Mit 33 Vorschlägen hat die Rentenkommission Empfehlungen für eine umfassende Reform der gesetzlichen Rente vorgelegt. Dazu gehören eine kapitalgedeckte Ergänzung der Altersvorsorge und ein mögliches Ende der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren. Die Bundesregierung will die Empfehlungen zeitnah prüfen und daraus Gesetzesvorhaben entwickeln. Verbindlich beschlossen ist bislang keine dieser Änderungen. Der Faktencheck beleuchtet, welche Vorschläge politisch Aussicht auf Umsetzung haben, welche Folgen für Beschäftigte denkbar sind und welche Fragen vor einer gesetzlichen Neuregelung offenbleiben.

Warum Österreichs Pensionssystem im Vergleich zu Deutschland so viel höhere Renten ermöglicht

Kommt nun doch die Rente wie in Österreich? Warum ist das System des Nachbarlandes ein Vorbild für Deutschland?

In Österreich erreichen die gesetzlichen Pensionen häufig rund 80 bis 90 Prozent des letzten Einkommens. In Deutschland liegt das Rentenniveau dagegen bei 48 Prozent, wobei die beiden Angaben auf unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen beruhen und deshalb nicht unmittelbar vergleichbar sind. Dennoch macht der Blick nach Österreich deutlich, welche Rolle ein höherer Beitragssatz und die breitere Einbeziehung von Versicherten in ein weitgehend einheitliches System spielen können. Gleichzeitig steht auch das österreichische Pensionssystem unter finanziellem Druck und ist vor künftigen Leistungskürzungen nicht grundsätzlich geschützt.

Boomer gehen in Rente: Gibt es bald Jobs im Überfluss?

Faktencheck: Jobs im Überfluss, wenn die Boomer in Rente gehen?

Millionen Babyboomer werden in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen. Für jüngere Beschäftigte und Arbeitsuchende bedeutet das jedoch nicht zwangsläufig mehr offene Stellen. Eine Expertin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung erklärt, weshalb Unternehmen frei werdende Arbeitsplätze nicht durchgehend neu besetzen – und welche Rolle die geplante Aktivrente dabei spielen könnte.

Wann wird die Erwerbsminderungsrente erhöht?

Erwerbsminderungsrente: Der Zeitplan für die Erhöhungen

Die Erwerbsminderungsrente ist seit Juli 2026 um 4,24 Prozent erhöht. Für bestimmte ältere Renten gibt es zusätzlich den bereits 2024 eingeführten Bestandszuschlag. Dieser wird seit Dezember 2025 zusammen mit der Rente ausgezahlt. Welche Termine und Voraussetzungen entscheidend sind

Urteil: neue Ausschlussfrist bei Verhinderungspflege gilt nicht für Altfälle

Urteil zur Verhinderungspflege: neue Ausschlussfrist nicht für Altfälle!

Das Sozialgericht München hat einem Versicherten die Erstattung von Verhinderungspflege aus 2024 zugesprochen. Die Pflegekasse hatte den erst 2026 gestellten Antrag wegen der neuen Ausschlussfrist abgelehnt. Warum das Gericht widersprach und was Betroffene bei offenen Abrechnungen beachten sollten.

Höhe der EM Rente

Wie bei einer EM Rente die Höhe der monatlichen Zahlung zustande kommt

Die Höhe Ihrer Erwerbsminderungsrente hängt von mehreren gesetzlich geregelten Faktoren ab. Dazu zählen Entgeltpunkte, die Zurechnungszeit, mögliche Abschläge und Zuschläge. Der Beitrag erklärt die Rentenformel der Deutschen Rentenversicherung verständlich und zeigt, wie sich Versicherungszeiten, ein möglicher Grundrentenzuschlag und aktuelle Verbesserungen auf die monatliche Zahlung auswirken. Maßgeblich ist dabei Ihre persönliche Erwerbs- und Versicherungsbiografie. So können Sie besser einschätzen, ob Ihre voraussichtliche EM-Rente ausreicht, um Ihren Bedarf zu decken.

Mütterrente III: Welche Eltern keine Zahlung erhalten

Ausnahmen zur Mütterrente III: Dann haben Elternteile keinen Anspruch auf zusätzliche Rentenzahlungen!

Mit der Mütterrente III steigen ab 2027 die Rentenansprüche für die Erziehung von Kindern, die vor 1992 geboren wurden. Ausgezahlt wird die Erhöhung allerdings erst 2028. Nicht alle Eltern profitieren davon: Ob ein zusätzliches Rentenplus entsteht, hängt unter anderem vom Geburtsdatum des Kindes, der Zuordnung der Kindererziehungszeiten und möglichen Ausschlüssen wegen einer anderen Altersversorgung ab. Wer Grundsicherung bezieht, muss außerdem damit rechnen, dass die Anrechnung als Einkommen den finanziellen Zugewinn verringert.

Jahrgang 1976: wann in Rente?

Dann kann der Geburtsjahrgang 1976 in Rente gehen: nach aktueller Gesetzeslage vs. Basis der Rentenreform

Wer 1976 geboren wurde, erreicht die gesetzliche Regelaltersgrenze von 67 Jahren im Jahr 2043. Mit 45 Versicherungsjahren ist ein abschlagsfreier Renteneinstieg bereits mit 65 möglich. Wer dagegen schon mit 63 in Rente geht, muss unter Umständen dauerhafte Abschläge von bis zu 14,4 Prozent hinnehmen. Wie hoch die Rente ausfällt, hängt insbesondere von den erworbenen Entgeltpunkten, den Versicherungszeiten und dem gewählten Rentenbeginn ab. Diskutierte Reformen zur Anhebung der Altersgrenzen könnten auch diesen Jahrgang betreffen. Rechtsverbindlich sind diese Pläne bislang jedoch nicht.

Rentenreform ohne Auswirkungen für laufende Renten

Rentenreform 2027 – was Bestandrentner zur neuen Rente wissen müssen!

Die geplante Rentenreform sieht nach aktuellem Stand weder pauschale Kürzungen noch eine Neuberechnung laufender Altersrenten vor. Für Bestandsrentner könnten sich dennoch langfristige Folgen ergeben: Ab 2032 könnten die Rentenerhöhungen hinter der Lohnentwicklung zurückbleiben. Die Vorschläge der Alterssicherungskommission sind bislang jedoch nicht gesetzlich beschlossen.