News: Rente

Altersrente, Erwerbsminderungsrente, Witwenrente und Grundrente: Wir erklären, welche Ansprüche Sie haben, wie Ihre Rente berechnet wird und was Rentenreformen konkret für Ihren Jahrgang bedeuten. Mit Fristen, Rechenbeispielen und Hinweisen zu Rentenbescheid, Abschlägen und Hinzuverdienst. Die Beiträge schreibt unsere Redaktion mit Schwerpunkt Sozialrecht und prüft sie anhand von Gesetzestexten und Angaben der Deutschen Rentenversicherung.

Rentenreform: Plus an Geld (Rente)

Rentenreform soll auch ein Plus an Rente bringen – mit dieser Summne kann man rechnen!

ag.Die geplante Rentenreform soll das Rentenniveau bis Ende 2031 bei 48 Prozent sichern. Bereits laufende Renten sollen von den Änderungen unberührt bleiben. Ab 2032 könnten die Renten allerdings langsamer wachsen als die Löhne. Eine neue Kapitalrente und Übergangszuschläge sollen mögliche Auswirkungen abfedern. Der Beitrag erklärt, welche Jahrgänge für Zuschläge infrage kommen könnten, wie sich das Rentenalter entwickeln soll und welche Änderungen an der Rentenformel vorgesehen sind.

Mehr von eigener Rente bei Grundsicherung behalten - Anrechnung beschränken

Höherer Rentenfreibetrag: Künftig mehr Rente bei aufstockender Grundsicherung behalten

Die Alterssicherungskommission empfiehlt, kleine gesetzliche Renten bei der Grundsicherung künftig weniger stark anzurechnen. Ein neuer Freibetrag soll Menschen mit Beitragszeiten mehr verfügbares Einkommen sichern als Personen, die keine oder nur geringe Beiträge eingezahlt haben. Außerdem soll die derzeit ausgesetzte Pflicht für Langzeitarbeitslose, vorzeitig eine Altersrente zu beantragen, dauerhaft abgeschafft werden. Beide Vorschläge sind bislang lediglich Empfehlungen und noch kein geltendes Recht.

Urteil: keine Rentenrückforderung bei Witwenrente wegen Minijobs

Witwenrente: Urteil weist Rückforderung wegen Minijob von über 4000 Euro Rente zurück

Eine Rentenversicherung verlangte von einer Witwe 4.024,64 Euro zurück, weil ihr Minijob nicht angerechnet worden war. Doch der ursprüngliche Antrag fehlte, und falsche Angaben ließen sich nicht beweisen. Das Thüringer Landessozialgericht wies die Berufung des Rentenversicherungsträgers zurück. Eine allgemeine Befreiung von der Einkommensanrechnung folgt daraus nicht.

Urteil: Keine Kindererziehungszeiten für Vater

Urteil LSG zu Kindererziehungszeiten: Vater erhält keine Mütterrente!

Ein Vater wollte für die Erziehung seiner drei Kinder eine höhere Altersrente erhalten. Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen wies seine Berufung zurück. Entscheidend war nicht, ob er sich erheblich um die Kinder gekümmert hatte, sondern ob seine Betreuung überwog. Eine gemeinsame Zuordnungserklärung der Eltern lag nicht vor.

Befristete EM-Rente wird durch Arbeitserprobung nicht verlängert

Erwerbsminderungsrente: Arbeitserprobung verlängert Befristung der Rente nicht

Eine Arbeitserprobung schützt den Anspruch auf Erwerbsminderungsrente regelmäßig für sechs Monate. Das im Rentenbescheid festgelegte Ende verschiebt sich dadurch jedoch nicht. Wer eine befristete Rente erhält, sollte die Weiterzahlung rechtzeitig beantragen. Auch die Hinzuverdienstgrenzen gelten während des Arbeitsversuchs weiter.

Rentenvergleich: Türkei - Deutschland

Rente in der Türkei: was dort besser als in Deutschland funktioniert!

Bestimmte Versicherte können in der Türkei ohne feste Altersgrenze in Rente gehen. Hinzu kommen zwei Festtagszahlungen im Jahr. Das sind konkrete Vorteile gegenüber Deutschland – aber kein Beleg für eine insgesamt bessere Altersversorgung. Entscheidend sind Versicherungsbeginn, Beitragszeiten und die jeweilige Rentenart.

1 Million Renten jenseits der 90

Rente im hohen Alter: Fast eine Million Rentenzahlungen ab 90 Jahren

Fast eine Million gesetzliche Altersrenten entfielen Ende 2025 auf Menschen ab 90 Jahren. Darunter waren rund 19.600 Renten für mindestens 100-Jährige. Die Tabelle zeigt die Größenordnung und erklärt, warum daraus weder das Renteneintrittsalter noch das gesamte Alterseinkommen hervorgeht.

Rentenkommission: Rente soll um 17 Prozent steigen

Vorgabe der Rentenkommission: Rente soll in Zukunft um 17 Prozent höher sein als gegenwärtig!

Die Rentenkommission empfiehlt, dass die Rente künftig mindestens 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens abdecken soll. Dafür wäre im Durchschnitt eine Rentenerhöhung um rund 17 Prozent erforderlich. Ein gesetzlicher Anspruch ergibt sich daraus bislang nicht: Die Empfehlung setzt zunächst ein politisches Ziel und erhöht den Druck auf die Politik, Reformen auf den Weg zu bringen.

Neuer CDU Plan zur abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren absolut unsozial

CDU Plan zur Rente nach 45 Beitragsjahren benachteiligt Frauen extrem!

Ein Vorstoß aus Teilen der Union könnte den Zugang zur **abschlagsfreien** Rente erschweren: Erziehungs- und Pflegezeiten würden dabei möglicherweise weniger stark berücksichtigt. Der Sozialverband VdK warnt vor Nachteilen für Frauen. Die Unionsfraktion betont hingegen, dass der Vorschlag keine gemeinsame Position der Fraktion darstelle.

Abgeordnete sollen auch in die gesetzliche Rente einzahlen!

Gesetzliche Rente: SPD will Abgeordnete einbeziehen – CDU sträubt sich

Die SPD will Abgeordnete in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen. Innerhalb der Koalition ist die Forderung umstritten. Bislang gilt für Bundestagsmitglieder eine eigene Altersentschädigung. Was rechtlich feststeht und welche Fragen eine Reform beantworten müsste.

Änderungen: Rentenkommission und EM-Rente

Was die Rentenkommission zur Rente wegen Erwerbsminderung vorschlägt – Auswirkungen!

Die Rentenkommission hat Vorschläge zur Reform der Erwerbsminderungsrente vorgelegt. Betroffene sollen länger erproben können, ob eine Rückkehr ins Berufsleben gelingt, ohne ihren Rentenanspruch unmittelbar zu gefährden. Im Gespräch ist außerdem ein neuer Zugang zur Rente für ältere Beschäftigte mit gesundheitlichen Einschränkungen. Bislang handelt es sich jedoch um Vorschläge – gesetzlich beschlossen sind die Änderungen noch nicht.

Höchste Rente der Welt - drei Spitzenländer

Diese drei Ländern zahlen die höchste Rente der Welt – wo ist Deutschland?

Die Niederlande, die Türkei und Portugal zählen laut OECD bei der Netto-Ersatzquote zu den Spitzenreitern: Ihre verpflichtenden Alterssicherungssysteme ersetzen Durchschnittsverdienern mehr als 90 Prozent des vorherigen Nettoeinkommens. Deutschland erreicht in der aktuellen Modellrechnung 53,3 Prozent und bleibt damit unter dem OECD-Durchschnitt von 63,2 Prozent. Weshalb diese Kennzahl nicht mit dem deutschen Rentenniveau von 48 Prozent gleichgesetzt werden darf.

EM-Rente und BU-Rente gleichzeitig - Anrechnung?

EM-Rente und BU-Rente: Wann Sie beides beziehen können

Gesetzliche Erwerbsminderungsrente und private BU-Rente können gleichzeitig gezahlt werden. Die private Versicherungsleistung wird nicht auf die EM-Rente angerechnet. Allerdings gelten unterschiedliche Anspruchsvoraussetzungen. Worauf Sie bei Antrag, Vertragsprüfung und zusätzlichem Arbeitsverdienst achten sollten.

Kompromiss zur Rentenreform innerhalb der Koaltion: wann?

Koalition: Wann der Kompromiss zur Rente und Gesetzentwurf zur Reform möglich sind

Der Zeitplan für die Rentenreform hat sich verschoben. Das Kabinett soll den Entwurf bis Ende 2026 beschließen, der Bundestag im ersten Quartal 2027 entscheiden. Umstritten bleibt vor allem die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren. Übergangsfristen und gesundheitliche Schutzregelungen könnten eine Einigung ermöglichen.

5 Jahre Übergangsfrist beim Aus der "Rente mit 63" - zu kurz?

Fünf Jahre Übergangsfrist beim Aus der Rente nach 45 Beitragsjahren – CDU sagt: zu lang!?

Die abschlagsfreie Altersrente nach 45 Versicherungsjahren steht im Zuge der bisherigen Reformüberlegungen auf dem Prüfstand. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat zugesichert, rentennahe Jahrgänge durch Vertrauensschutz und Übergangsregelungen abzusichern. Diskutiert wird eine Übergangsfrist von rund fünf Jahren. Verbindlich vereinbart oder gesetzlich beschlossen ist sie bislang nicht. Solange keine Gesetzesänderung in Kraft tritt, gelten die bisherigen Voraussetzungen für die Altersrente für besonders langjährig Versicherte unverändert weiter.

Rente regulär vor 67 beantragen - Tabelle

Welche Jahrgänge regulär noch vor 67 die Rente beantragen können – Tabelle!

Die Regelaltersgrenze liegt nicht für alle Versicherten bei 67 Jahren. Wer vor 1964 geboren wurde, kann die reguläre Altersrente nach geltendem Recht noch vor dem 67. Geburtstag beziehen. Die genaue Altersgrenze richtet sich nach dem Geburtsjahr. Die große Tabelle zeigt, welche Jahrgänge noch regulär vor 67 in Rente gehen können. Ergänzend erläutert der Überblick die wichtigsten Voraussetzungen und grenzt die Regelaltersrente von anderen Wegen in den Ruhestand ab. Dazu gehört, wann 35 oder 45 Versicherungsjahre einen vorzeitigen Rentenbeginn ermöglichen – und wann dafür lebenslange Abschläge in Kauf genommen werden müssen.

Früher in Rente mit Abschlägen - wann rechnet sich das?

Eher in Rente mit Abschlägen lohnt fast immer: so alt muss man werden, ehe sich ein finanzieller Nachteil zeigt

Ein früherer Rentenbeginn bringt zusätzliche Rentenzahlungen, ist aber häufig mit dauerhaften Abschlägen verbunden. Eine Modellrechnung zeigt, wann die höhere Rente bei späterem Beginn diesen finanziellen Vorsprung aufholt. In der dargestellten Berechnung mit einem um ein Jahr vorgezogenen Rentenstart wird der Gleichstand erst ungefähr mit 95 Jahren erreicht. Entscheidend sind die zugrunde gelegten Annahmen. Der Überblick erklärt außerdem, welche Rentenarten betroffen sind und wann Sonderzahlungen zum Ausgleich von Abschlägen infrage kommen.