News: Rente

Altersrente, Erwerbsminderungsrente, Witwenrente und Grundrente: Wir erklären, welche Ansprüche Sie haben, wie Ihre Rente berechnet wird und was Rentenreformen konkret für Ihren Jahrgang bedeuten. Mit Fristen, Rechenbeispielen und Hinweisen zu Rentenbescheid, Abschlägen und Hinzuverdienst. Die Beiträge schreibt unsere Redaktion mit Schwerpunkt Sozialrecht und prüft sie anhand von Gesetzestexten und Angaben der Deutschen Rentenversicherung.

Was zählt für die abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren?

Rente mit 63 – doch welche Zeiten zählen für die 45 Jahre

Mit 45 Versicherungsjahren kann eine frühere Rente ohne Abschläge möglich sein. Allerdings zählt nicht jede Station im Lebenslauf zu den dafür nötigen 540 Monaten. Besonders bei Arbeitslosengeld kurz vor dem Rentenstart, Bürgergeld, Studienzeiten und freiwilligen Beiträgen sind die jeweiligen Voraussetzungen entscheidend. Welche Zeiten die Deutsche Rentenversicherung anrechnet und welche unberücksichtigt bleiben.

Ab Jahrgang 1965: länger arbeiten, später in Rente

Später in Rente: Was die Reform für die Jahrgänge ab 1965 vorsieht

Die Rentenkommission empfiehlt ein reguläres Rentenalter über 67 Jahren. Betroffen sein könnten die Jahrgänge ab 1965. Ein interner Arbeitsentwurf sah einen späteren Einstieg ab 1968 vor, wurde vom Arbeitsministerium aber als veraltet bezeichnet. Verbindliche neue Altersgrenzen stehen damit nicht fest.

Kann die Mütterrente III nach dem Tod der Berechtigten geltend gemacht werden?

Mütterrente III: Was mit der Nachzahlung nach einem Tod der Berechtigten 2027 passiert

Die Mütterrente III wird erst ab 2028 ausgezahlt. Stirbt eine berechtigte Mutter oder ein berechtigter Vater vorher, ist die Nachzahlung nicht automatisch verloren. Bei bereits bewilligten Renten können Rechtsnachfolger eine nachträgliche Überprüfung verlangen. Wer das Geld erhalten kann und welche besondere Rechtsfrage noch nicht ausdrücklich amtlich geklärt ist.

Rente nach 35 Jahren mit Abschlägen - Varianten!

Rente nach 35 Jahren: Wann 10,8 statt 14,4 Prozent Abschlag gelten

35 Versicherungsjahre allein bestimmen nicht, wie hoch der Rentenabschlag ausfällt. Für ab 1964 Geborene kostet der Beginn mit 63 bei der Altersrente für langjährig Versicherte grundsätzlich 14,4 Prozent. Mit 64 sinkt der Abschlag auf 10,8 Prozent. Für schwerbehinderte Menschen gelten andere Altersgrenzen.

Schutzrente bei Härtefällen anstelle Rente nach 45 Jahren

Schutzrente statt Rente mit 63? Nur noch Härtefall im Fokus – wie das funktionieren soll!

Die Rentenkommission schlägt vor, die bisherige Rente nach 45 Versicherungsjahren abzuschaffen. An ihre Stelle könnte eine Schutzrente für Menschen treten, die lange versichert waren und kurz vor dem Ruhestand gesundheitliche Probleme haben. Für den Anspruch könnte entscheidend sein, ob sie noch in ihrem bisherigen Beruf arbeiten können. Bislang handelt es sich um einen Reformvorschlag; das geltende Rentenrecht bleibt unverändert.

Kleine Rente plus Wohngeld

Kleine Rente, hohe Miete – Amt hilft! So geht es!

Auch bei einer kleinen Rente kommt Wohngeld grundsätzlich infrage. Ob ein Anspruch besteht, hängt unter anderem vom Einkommen, den Wohnkosten und dem Bezug anderer Sozialleistungen ab. Wer Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung oder Hilfe zum Lebensunterhalt erhält, ist in der Regel vom Wohngeld ausgeschlossen, wenn dabei bereits Unterkunftskosten berücksichtigt werden. Entscheidend ist deshalb nicht allein die Höhe der Rente.

BU-Rente oder EM-Rente - Unterschiede 2026

Berufsunfähig, aber keine Rente wegen Erwerbsminderung! Warum?

Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in seinem bisherigen Beruf arbeiten kann, hat deshalb noch keinen Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Entscheidend ist in der Regel, ob und wie lange eine andere Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch möglich ist. 2026 gelten höhere Hinzuverdienstgrenzen. Ein gesetzlicher Berufsschutz kommt weiterhin grundsätzlich nur für Versicherte infrage, die vor dem 2. Januar 1961 geboren wurden.

Auzahlung der Rente für November 2026

Rente für November 2026: Auszahlungstermin und Uhrzeit

Die November-Rente 2026 kommt je nach Zahlungsrhythmus am 30. Oktober oder am 30. November. Entscheidend sind der Rentenbeginn und mögliche Anschlussregelungen. Eine feste morgendliche Buchungszeit gibt es nicht. Was bei einer fehlenden Gutschrift zu tun ist.

Rentenversicherung fordert Kontoauszüge

Darf die Rentenversicherung Kontoauszüge zur Berechnung der Rente anfordern?

Die Deutsche Rentenversicherung darf Kontoauszüge nicht ohne konkreten Anlass pauschal anfordern. Sie können jedoch erforderlich sein, um bestimmte Zahlungen oder rentenrechtlich relevante Sachverhalte zu belegen. Bei einem regulären Rentenantrag oder einer Kontenklärung sind in der Regel andere Nachweise entscheidend. Wer zur Vorlage von Kontoauszügen aufgefordert wird, sollte die gesetzte Frist sowie Zweck und Umfang der Anforderung sorgfältig prüfen.

Rentenreform: Plus an Geld (Rente)

Rentenreform soll auch ein Plus an Rente bringen – mit dieser Summne kann man rechnen!

ag.Die geplante Rentenreform soll das Rentenniveau bis Ende 2031 bei 48 Prozent sichern. Bereits laufende Renten sollen von den Änderungen unberührt bleiben. Ab 2032 könnten die Renten allerdings langsamer wachsen als die Löhne. Eine neue Kapitalrente und Übergangszuschläge sollen mögliche Auswirkungen abfedern. Der Beitrag erklärt, welche Jahrgänge für Zuschläge infrage kommen könnten, wie sich das Rentenalter entwickeln soll und welche Änderungen an der Rentenformel vorgesehen sind.

Mehr von eigener Rente bei Grundsicherung behalten - Anrechnung beschränken

Höherer Rentenfreibetrag: Künftig mehr Rente bei aufstockender Grundsicherung behalten

Die Alterssicherungskommission empfiehlt, kleine gesetzliche Renten bei der Grundsicherung künftig weniger stark anzurechnen. Ein neuer Freibetrag soll Menschen mit Beitragszeiten mehr verfügbares Einkommen sichern als Personen, die keine oder nur geringe Beiträge eingezahlt haben. Außerdem soll die derzeit ausgesetzte Pflicht für Langzeitarbeitslose, vorzeitig eine Altersrente zu beantragen, dauerhaft abgeschafft werden. Beide Vorschläge sind bislang lediglich Empfehlungen und noch kein geltendes Recht.

Urteil: keine Rentenrückforderung bei Witwenrente wegen Minijobs

Witwenrente: Urteil weist Rückforderung wegen Minijob von über 4000 Euro Rente zurück

Eine Rentenversicherung verlangte von einer Witwe 4.024,64 Euro zurück, weil ihr Minijob nicht angerechnet worden war. Doch der ursprüngliche Antrag fehlte, und falsche Angaben ließen sich nicht beweisen. Das Thüringer Landessozialgericht wies die Berufung des Rentenversicherungsträgers zurück. Eine allgemeine Befreiung von der Einkommensanrechnung folgt daraus nicht.

Urteil: Keine Kindererziehungszeiten für Vater

Urteil LSG zu Kindererziehungszeiten: Vater erhält keine Mütterrente!

Ein Vater wollte für die Erziehung seiner drei Kinder eine höhere Altersrente erhalten. Das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen wies seine Berufung zurück. Entscheidend war nicht, ob er sich erheblich um die Kinder gekümmert hatte, sondern ob seine Betreuung überwog. Eine gemeinsame Zuordnungserklärung der Eltern lag nicht vor.