Rente ab 50 effektiv erhöhen: 5 bewährte Strategien für mehr finanzielle Sicherheit im Alter

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Wer seine Rente ab 50 effektiv erhöhen möchte, steht vor der Herausforderung, verbleibende Erwerbsjahre optimal zu nutzen. Der Artikel zeigt praxiserprobte Strategien auf, um Rentenlücken zu schließen und zusätzliche Einkommensquellen zu erschließen. Dazu zählen etwa nachträgliche Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, die gezielte Nutzung von betrieblichen Altersvorsorgemodellen oder cleveres Steuerstundungsmanagement. Besonders wichtig: Selbstständige und Angestellte profitieren von unterschiedlichen Ansätzen, die individuell kombiniert werden können. Die vorgestellten Methoden berücksichtigen aktuelle Gesetzesänderungen und bieten konkrete Berechnungsbeispiele, um die Rentenwirkung transparent darzustellen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Vermeidung häufiger Fehler bei der Altersvorsorgeplanung – denn gerade in der zweiten Lebenshälfte zählt jeder Euro.

Rente: Wissen, wie hoch sie sein wird

Rente noch jenseits der 50 erhöhen.

Auch nach dem 50. Lebensjahr kann man die künftige Rente noch erhöhen. Wir zeigen, wie das geht!

Um die spätere Rente zu steigern und zu verbessern, ist es zunächst notwendig, die eigenen Rentenansprüche zu kennen. Um Rentenlücken zu erkennen und die Höhe der späteren Rente zu kennen, sollte man eine Kontenklärung beim Rentenversicherungsträger durchführen. Man stellt einen entsprechenden formlosen Antrag bei der Rentenversicherung und erhält eine Aufstellung über alle bei der Rentenversicherung gespeicherten Zeiten, die für die spätere Rentenzahlung erheblich sind. So werden auch evt. vorhandene Rentenlücken erkennbar. Ab dem 50sten Lebensjahr kann man auch eine Rentenauskunft bei der Rentenversicherung einholen. Die Rentenversicherung berechnet dann, wie hoch die künftige Rente sein wird, wenn Rentenbeiträge im bisherigen Umfang eingezahlt werden.

Tipp 1: freiwillige Rentenbeiträge zahlen

Wer seine Rente steigern will, kann dies mittels freiwilliger Rentenbeiträge tun. Als Arbeitnehmer kann man über die Rentenbeiträge, die vom Gehalt einbehalten und gezahlt werden, weitere freiwillige Zahlungen an die Rentenkasse vornehmen. Zuvor muss ein entsprechender Antrag gestellt werden. Es geht um eine „besondere Rentenauskunft“. Die Rentenversicherung berechnet, wie hoch die Abschläge einer vorzeitigen Rente wären. Diese kann man dann ausgleichen durch freiwillige Einzahlungen auf sein Rentenkonto. Wichtig: man muss nicht früher in Rente gehen. Die freiwillig geleisteten Zahlungen erhöhen dann die spätere Rente.

Tipp 2: auch für Männer: die Mütterrente

Ob das funktioniert, muss man individuell klären. Es geht um Extra-Entgelt-Punkte für Mütter und um Männer, die vor 2009 oder 20214 geschieden worden sind. Bei ihnen ist es nicht unwahrscheinlich, dass das Gericht bei der Scheidung zu viele Rentenpunkte an ihre Ex-frauen übertragen hat. Über einen Rechtsanwalt kann man den Versorgungsausgleich vom Gericht neu berechnen lassen.

Tipp 3: Scheidungsfolgen ausgleichen

Wurden anlässlich einer Scheidung Rentenpunkte an die Ex-Frau übertragen, kann man diesen Verlust durch freiwillige Zahlungen an die Rentenkasse ausgleichen. Das geht, bis man das Rentenalter erreicht hat.

Tipp 4: Vorzeitige Rente beziehen und gleichzeitig arbeiten

Es ist möglich, vorzeitig in Rente zu gehen und dennoch weiter zu arbeiten. So kann man die Rente Jahr für Jahr erhöhen. Bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze kann der Arbeitgeber hiergegen grundsätzlich keine Einwände erhaben. Entscheidend ist aber der individuelle Arbeitsvertrag bzw. der Tarifvertrag.

Tipp 5: Rente ja, aber nicht sofort

Bevor ein Rentenantrag gestellt wird, sollte man andere Wege prüfen. Man kann sich arbeitslos melden. Dadurch wird der Rentenanspruch ebenfalls erhöht. Gleiches gilt, wenn man Krankengeld bezieht. Der tatsächliche Rentenbeginn verschiebt sich so nach hinten.

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