Rentenerhöhung 2026: Wann die Prozente feststehen – und ab wann Rentner mehr Geld bekommen

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Rentnerinnen und Rentner können 2026 mit einer spürbaren Rentenerhöhung rechnen – doch verbindlich festgelegt ist sie noch nicht. Nach aktuellem Stand liegt für Juli 2026 eine Prognose von rund 3,7 bis 3,73 Prozent Plus auf dem Tisch, die endgültige Entscheidung fällt aber erst im Frühjahr 2026. Die Redaktion Bürger & Geld gibt hier in folgendem News-Artikel eine Prognose für den Zeitpunkt, an dem die exakte Rentenerhöhung 2026 feststeht.

Wie die Rentenerhöhung grundsätzlich festgelegt wird

Rechtlich basiert jede Rentenerhöhung auf der Rentenformel in § 68 SGB VI und wird jährlich per Rentenwert-Bestimmungsverordnung beschlossen. Zuständig ist das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS), das auf Basis der Lohnentwicklung, der Beitragszahlerzahlen und des Nachhaltigkeitsfaktors die neuen Rentenwerte berechnet.

Der Ablauf folgt einem festen Muster:

  • Zuerst fließen die endgültigen Daten zur Lohnentwicklung des Vorjahres (hier: 2025) ein.
  • Auf dieser Grundlage erarbeitet die Bundesregierung den Entwurf der Rentenwert-Bestimmungsverordnung für das Jahr 2026.
  • Das Bundeskabinett beschließt die Verordnung, anschließend muss der Bundesrat zustimmen.
  • Nach Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt ist die Rentenerhöhung verbindlich und gilt ab 1. Juli des jeweiligen Jahres (§ 69 SGB VI).

Die bisher bekannten 3,73 Prozent für 2026 sind deshalb ein Prognosewert aus dem Rentenversicherungsbericht – rechtliche Wirkung entfaltet erst die Verordnung.

Prognosedatum: Wann 2026 die Entscheidung fällt

Die endgültige Rentenerhöhung 2026 wird voraussichtlich – analog zu den Vorjahren – im Frühjahr 2026 festgezurrt wird. Orientierung bietet der Blick auf 2025: Dort wurde die Rentenwert-Bestimmungsverordnung Ende April beschlossen, nachdem das BMAS Ende März die Zahlen zur Rentenanpassung angekündigt hatte.

Für 2026 ergibt sich daraus ein klares Prognosefenster:

  • Die Bundesregierung rechnet aktuell damit, die Rentenerhöhung im März 2026 per Verordnung zu beschließen, vorbehaltlich der Zustimmung des Bundesrats.
  • Fachportale nennen deshalb „Frühjahr 2026“ beziehungsweise „Mitte März“ als wahrscheinlichen Zeitraum, in dem die Erhöhung verbindlich feststeht.
  • Die finale Bekanntgabe an die Öffentlichkeit erfolgt traditionell über eine BMAS-Pressemitteilung und wird von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) aufgegriffen.

Mit anderen Worten: Juristisch verbindlich ist die Rentenerhöhung 2026 ab dem Zeitpunkt, an dem die Rentenwert-Bestimmungsverordnung 2026 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht ist – erfahrungsgemäß Ende März oder Anfang April.

Wie hoch die Rentenerhöhung 2026 voraussichtlich ausfällt

Der Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2025 und mehrere Auswertungen skizzieren derzeit eine Rentenerhöhung von rund 3,7 bis 3,73 Prozent. Tagesschau, Spiegel und andere Medien berufen sich dabei auf interne Berechnungen der Bundesregierung, die eine Erhöhung des aktuellen Rentenwerts von 40,79 Euro (2025) auf etwa 42,30 bis 42,31 Euro erwarten lassen.

Konkrete Beispielrechnung aus einer Fachanalyse:

  • Bruttorente 1.000 Euro monatlich: plus 3,73 Prozent ergibt etwa 1.037,30 Euro – ein Zuwachs von 37,30 Euro brutto.
  • Bruttorente 1.500 Euro monatlich: plus 3,73 Prozent ergibt etwa 1.555,95 Euro – rund 55,95 Euro mehr.

Wie viel davon netto bleibt, hängt von Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträgen sowie eventueller Steuerpflicht ab. Ein Rentenexperte ordnet das so ein: „Realistische 3,7 Prozent plus sind für viele ein wichtiges Signal – aber bei steigenden Kassenbeiträgen spüren es manche weniger deutlich im Geldbeutel.“

Ab wann das Plus tatsächlich auf dem Konto ist

Unabhängig vom genauen Prozentsatz gilt ein fester Zeitpunkt: Die Rentenerhöhung tritt zum 1. Juli 2026 in Kraft, wie bei allen regelmäßigen Rentenanpassungen. Die Deutsche Rentenversicherung weist darauf hin, dass die höheren Beträge mit der Juli-Zahlung ausgezahlt werden – mit den bekannten Auszahlungsterminen Ende Juni/Ende Juli, je nach Rentenart.

Wichtig für die Praxis:

  • Die schriftliche Mitteilung über die individuelle Rentenerhöhung landet typischerweise einige Wochen vorher im Briefkasten – laut aktuellen Berichten „noch vor Juli 2026“.
  • Für rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner bedeutet das: Spätestens im Frühsommer 2026 steht schwarz auf weiß, wie hoch das persönliche Plus ausfällt.

Wie eng die Rentenzahl hängt

Ein kaum öffentlich diskutiertes Detail: Die endgültige Rentenanpassung kann bis kurz vor dem Kabinettsbeschluss noch um Zehntelprozentpunkte schwanken, weil späte Korrekturen bei der Lohnstatistik oder beim Beitragssatz in die Formel einfließen. Fachleute aus dem BMAS-Umfeld berichten, dass intern mehrere Szenarien durchgerechnet werden – etwa bei Lohnzuwächsen von 3,5, 3,7 oder 3,9 Prozent –, bevor schlussendlich der Satz festgelegt wird, der dann in der Verordnung steht.

Juristisch relevant ist dabei, dass der sogenannte Rentenversicherungsbericht nur Modellrechnungen enthält; verbindlich ist erst die Verordnung nach § 69 SGB VI. Ein Rentenrechtler bringt es auf den Punkt: „Die 3,73 Prozent sind eine belastbare Hausnummer – aber erst das Bundesgesetzblatt macht daraus einen einklagbaren Anspruch.“

Was das für die eigene Finanzplanung bedeutet

Für die persönliche Planung sollten Rentnerinnen und Rentner 2026 mit einem Rentenplus um die 3,7 Prozent rechnen – und gleichzeitig im Blick behalten, dass Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie eine mögliche Steuerpflicht das Plus netto abschmelzen können. Wer zusätzlich andere Einkünfte hat, kann mit einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein prüfen, ob sich durch die Erhöhung die Steuerlast verändert.

Wesentlich ist:

  • Die verbindliche Festlegung der Rentenerhöhung 2026 wird mit hoher Wahrscheinlichkeit im März 2026 erfolgen.
  • Der rechtliche Anspruch gilt ab 1. Juli 2026.
  • Bis dahin bleiben die kolportierten 3,7 bis 3,73 Prozent eine Prognose – wenn auch eine sehr konkrete.

Quellen

  • BMAS/NWB: Rentenwert-Bestimmungsverordnung 2025 als Muster für die zeitliche Abfolge (Beschluss Frühjahr, Inkrafttreten 1. Juli)
  • Deutsche Rentenversicherung: Informationen zu Rentenzahlungsterminen 2026

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