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Bürger & Geld: News- und Nachrichtenmagazin zu Rente, Grundsicherungsgeld, Sozialleistungen und Finanzen

Der Verein Für soziales Leben e. V. präsentiert hier das News– und NachrichtenmagazinBürger & Geld“ zu den Themen Rente, Neue Grundsicherung für Arbeitsuchende / Grundsicherungsgeld, Familien- und Sozialleistungen sowie Finanzen.
Zusätzlich: aktuelle Informationen, praktische Tipps und Rechner rund um Kindergeld, Wohngeld und mehr.
Wir sind eine gemeinnützige, unabhängige Organisation (NGO)!

Aktuelle Top‑News

900 oder 4.500 Euro: Welche Fahrtkostenpauschale Schwerbehinderten wirklich zusteht – und warum sie oft ungenutzt bleibt

Ingo Kosick .

Jede Fahrt zum Arzt, zur Reha, zum Einkaufen – wer schwerbehindert ist, zahlt das oft aus eigener Tasche. Dabei gibt es dafür eine feste Pauschale vom Finanzamt: bis zu 4.500 Euro im Jahr, ganz ohne Fahrtenbuch oder Kassenzettel. Trotzdem bleibt die Zeile in der Steuererklärung bei vielen leer – weil kaum jemand von dieser Regelung weiß.

Lebenserwartung im Ruhestand: Warum die Rentenjahre häufig länger ausfallen als prognostiziert

Peter Kosick

Eine neue Analyse zeigt: Wer heute in Rente geht, lebt oft ein bis zwei Jahre länger als amtliche Prognosen es vorhersagen – während in Berlin noch über das Tempo der Rentenreform gestritten wird.

Bundestagsdebatte über Haushalt und Rente: Bas verspricht Vertrauensschutz für Rente nach 45 Jahren

Ingo Kosick .

Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas sichert Menschen mit 45 Versicherungsjahren Vertrauensschutz zu. Die abschlagsfreie Rente steht im Zuge einer geplanten Rentenreform zur Debatte, doch rentennahe Jahrgänge sollen Übergangsregelungen erhalten. Welche Jahrgänge geschützt werden, ist bislang offen. Nach aktueller Rechtslage bleibt die Rente für besonders langjährig Versicherte bestehen.

Aktuelle Nachrichten

Künftig könnte ein Teil der Rentenbeiträge nicht unmittelbar zur Finanzierung laufender Renten verwendet, sondern langfristig am Kapitalmarkt investiert werden. Die Bundesregierung will die gesetzlichen Grundlagen dafür noch 2026 schaffen. Entscheidend wird jedoch die konkrete Ausgestaltung sein: Sie bestimmt, ob und in welchem Umfang Beschäftigte sowie ihre Familien später tatsächlich profitieren.

Viele Rentner müssen nicht automatisch eine Steuererklärung abgeben. Entscheidend sind der steuerpflichtige Anteil der Rente, zusätzliche Einkünfte und persönliche Abzüge – nicht allein die ausgezahlte Monatsrente. Wer dauerhaft unter den maßgeblichen Grenzen bleibt, kann das Finanzamt um Prüfung bitten. Bei einer ausdrücklichen Aufforderung des Finanzamts bleibt die Abgabe jedoch Pflicht.

Für 2027 rechnen aktuelle Modellrechnungen mit einer Rentenerhöhung von 4,4 Prozent zum 1. Juli. Gleichzeitig bleibt das Rentenniveau bei mindestens 48 Prozent abgesichert, während die Mütterrente III rechtlich in Kraft tritt. Für Eltern vor 1992 geborener Kinder kann das ein dauerhaftes Rentenplus bedeuten – die Auszahlung soll jedoch erst ab 2028 erfolgen. Die wichtigsten Zahlen, Regeln und Fallstricke im Überblick.

Das Kindergeld soll 2027 auf 267 Euro pro Kind steigen. Familien mit Leistungen nach dem SGB II werden die acht Euro monatlich aber meist nicht zusätzlich erhalten, weil das Jobcenter Kindergeld als Einkommen des Kindes anrechnet. Entscheidend ist die individuelle Bedarfsberechnung. Betroffene sollten neue Bescheide deshalb genau prüfen.

Er pflegt seinen Mann jahrelang zu Hause, gibt dafür seinen Job auf. Dann zahlt das Paar 23.500 Euro aus eigener Tasche für ein Auto mit Rollstuhlrampe – in der Hoffnung, das Amt übernimmt die Kosten später. Doch der Mann stirbt, bevor das Gericht entscheidet. Und plötzlich zählt nicht mehr, wer gepflegt, gezahlt und gekämpft hat – sondern nur noch, auf wessen Konto das Geld lag. Ein Urteil, das zeigt, wie schnell pflegende Angehörige zwischen allen Stühlen sitzen können.

Ab 2027 könnte der Kinderzuschlag für viele Familien um bis zu 25 Euro je Kind niedriger ausfallen. Hintergrund ist die geplante Abschaffung des Sofortzuschlags durch das Haushaltsbegleitgesetz 2027. Reichen Kinderzuschlag und Wohngeld dann nicht mehr für den Lebensunterhalt, sollten betroffene Familien prüfen, ob ein Anspruch auf Grundsicherungsgeld besteht.

Das Kindergeld soll 2027 auf 267 Euro je Kind steigen. Gleichzeitig wächst der Kinderfreibetrag – und damit bleibt die steuerliche Entlastung für hohe Einkommen deutlich größer als die Förderung über Kindergeld. Bei sehr hohen Einkommen könnte sich der Abstand durch die geplante 47-Prozent-Stufe sogar auf rund 127 Euro monatlich erhöhen. Der Regierungsentwurf steht noch im Gesetzgebungsverfahren.

Ratgeber & Service

Rente – Alles zur gesetzlichen Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente ist der Grundbaustein der Altersvorsorge. Sie sollte so hoch sein, dass Rentner ihren Lebensunterhalt großzügig davon bestreiten können.

Es gibt unterschiedliche Rentenarten. Zu nennen sind etwa die reguläre Altersrente, die Erwerbsminderungsrente, die Witwenrente oder die Unfallrente.

Alle haben unterschiedliche Voraussetzungen. Die Rentenhöhe hängt von individuellen Faktoren ab. Die Rentenauszahlung erfolgt monatlich, meistens im Nachhinein.

Wichtig für Rentner: Jährlich findet eine Rentenerhöhung statt, die nächste zum 1. Juli 2026.

Gegebenenfalls kann die Rente durch die Grundsicherung im Alter ergänzt werden.

Ganz wichtig: die Rente gibt es immer nur auf Antrag. Deshalb hier die Infos zum Rentenantrag!

Grundsicherungsgeld

Voraussetzungen

Bürgergeld wurde zum 1. Juli 2026 zum Grundsicherungsgeld, zur neuen Grundsicherung für Arbeitsuchende. (Vormals war es als Hartz IV bekannt.) Es ist die staatliche Grundsicherung für erwerbsfähige, arbeitsuchende Menschen und ihre Familien in Deutschland. Es setzt sich zusammen aus dem Regelsatz (Regelbedarf), den Kosten der Unterkunft und möglichen Mehrbedarfen. Es wird auf Antrag durch das örtliche Jobcenter ausgezahlt. Einzelheiten hier: Auszahlung und Termine

Zweck des Gesetzes zur Grundsicherung für Arbeitsuchende (ehem. Bürgergeld) ist es, die arbeitsfähigen Menschen nachhaltig in Beschäftigung bzw. Arbeit zu bringen.

Höhe

Der aktuelle Grundsicherungsgeld Regelsatz 2026 beträgt 563 Euro pro Monat für eine alleinstehende, erwachse Person. 2027 wird der die Höhe angepasst werden, so die Prognose unserer Experten für die neue Grundsicherung für Arbeitsuchende!

Der Regelsatz dient der Deckung des alltäglichen Bedarfs. Er wird in unterschiedlicher Höhe ausgezahlt: Alleinstehende, Paare und Kinder erhalten somit keine einheitlichen Summen. Wie hoch ist Ihr individueller Anspruch auf Grundsicherung für Arbeitsuchende? Nutzen Sie den Grundsicherungsgeld Rechner!

Antrag

Bürgergeld muss beantragt werden. Wichtig ist, dass der Antrag auf Grundsicherungsgeld rechtzeitig gestellt wird. Rückwirkung kommt ihm grundsätzlich nicht zu.

Einkommen und Vermögen bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende / Grundsicherungsgeld werden Einkommen und Vermögen grundsätzlich auf den Anspruch angerechnet. Allerdings gibt es Einkommensfreibeträge und Vermögensfreibeträge. Letzte werden auch Schonvermögen genannt.

Familie & Kinder – Leistungen und Unterstützung

Für Familien besonders wichtig sind der Unterhalt oder der Unterhaltsvorschuss sowie das Kindergeld, der Kinderzuschlag sowie das Wohngeld.

Finanzen & Sozialleistungen im Überblick

Der Bereich Finanzen vor sozialen Hintergrund umfasst u.a. die Leistungen Arbeitslosengeld, Wohngeld und Pflegegeld. Menschen mit Schwerbehinderung erhalten finanzielle Nachteilsausgleiche.

Über Bürger & Geld

Bürger & Geld ist das Online‑Nachrichtenmagazin des gemeinnützigen Vereins „Für soziales Leben e. V. aus Lüdinghausen (NRW). Mehr über unser Selbstverständnis, unsere Finanzierung und Arbeitsweise erfahren Sie auf unserer Seite „Über uns“. Unser Redaktionsteam bereitet komplexe Sozial‑ und Finanzthemen rund um neue Grundsicherung, Rente, Familie und Finanzen verständlich, unabhängig und praxisnah auf. Wenn Sie Fragen, Hinweise oder eigene Erfahrungen teilen möchten, können Sie uns jederzeit kontaktieren. Alle rechtlichen Angaben finden Sie im Impressum sowie in unserer Datenschutzerklärung.

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