Bürger & Geld ist das unabhängige Nachrichtenportal des gemeinnützigen Vereins (NGO) Für soziales Leben e.V. – Verlässliche News zu Rente, Grundsicherung und Finanzen.

Aktuelle Top‑News

Mietnebenkosten bei der Grundsicherung: So viel des Guthabens steht dem Jobcenter zu

Ingo Kosick

Ein Guthaben aus der Nebenkostenabrechnung wirft für viele Bezieher von Grundsicherung eine wichtige Frage auf: Darf das Jobcenter die Rückzahlung anrechnen? Wann Sie das Geld behalten dürfen und welche rechtlichen Vorgaben für Guthaben aus Betriebs-, Heiz- und Stromkosten gelten.

FSJ und BFD können die spätere Rente erhöhen – Freiwilligendienst lohnt!

Ingo Kosick

Ein Jahr lang anderen helfen und dabei die eigene Altersvorsorge stärken: Wer einen Freiwilligendienst wie FSJ oder BFD in der Pflege, Kinderbetreuung oder im Naturschutz leistet, sammelt zugleich Rentenpunkte. Das Taschengeld ist damit nicht nur eine Unterstützung im Alltag – der Einsatz zählt auch für die spätere Rente.

Erst 2028 – aber so viel mehr an Rente wird im Rahmen der Mütterrente III gezahlt!

Ingo Kosick

Eine geplante Reform der Kindererziehungszeiten soll vor allem Eltern zugutekommen, deren Kinder vor 1992 geboren wurden. Vorgesehen sind zusätzliche Rentenpunkte sowie eine einmalige Nachzahlung für 2027 – aber erst 2028. Für viele Rentnerinnen und Rentner bedeutet das eine dauerhaft höhere Rente. Auch wenn die Umsetzung weitgehend automatisch erfolgen soll, lohnt sich ein genauer Blick in die eigenen Rentenunterlagen.

Aktuelle Nachrichten

Eltern mit schulpflichtigen Kindern haben keinen uneingeschränkten Anspruch auf Urlaub während der Schulferien. Ihre Urlaubswünsche haben jedoch aus sozialen Gründen besonderes Gewicht. Arbeitgeber müssen sie berücksichtigen und dürfen sie nur ablehnen, wenn dringende betriebliche Belange oder sozial vorrangige Urlaubswünsche anderer Beschäftigter entgegenstehen. Der Artikel erklärt, welche Rechte Ihnen das Bundesurlaubsgesetz einräumt, wie Sie auf eine Ablehnung reagieren können und weshalb Reisen mit schulpflichtigen Kindern außerhalb der Ferien rechtlich problematisch sein können. So können Sie Ihre nächste Urlaubsplanung besser vorbereiten.

Für viele Versicherte beginnt die deutsche „Rente mit 63“ inzwischen erst mit 65 Jahren. In Österreich ist eine Schwerarbeitspension bereits ab 60 möglich – allerdings nur unter strengen Voraussetzungen. Der Vergleich erklärt, weshalb dort 45 Arbeitsjahre allein nicht ausreichen und wie Belastungen in der Pflege, im Schichtdienst und in körperlich anstrengenden Berufen berücksichtigt werden.

Die Bundesregierung will die jährliche Berechnung der Regelbedarfe ab 2027 ändern. Die zusätzliche Anpassung an die jüngste Preisentwicklung soll entfallen; vorgesehen ist ein Mischindex aus 70 Prozent Preis- und 30 Prozent Nettolohnentwicklung. Gleichzeitig steht eine Neuermittlung anhand der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023 an. Stand 11. Oktober 2026 sind die Änderung und die endgültigen Regelsätze noch nicht verbindlich beschlossen.

Ein Krankentransport in ein weiter entferntes Pflegeheim kann teuer werden. Ein vor bayerischen Sozialgerichten verhandelter Fall zeigt, dass die Krankenkasse unter besonderen Umständen einen großen Teil der Kosten übernehmen muss, wenn eine Rückkehr nach Hause nicht möglich ist. Daraus folgt jedoch kein genereller Anspruch auf Kostenübernahme. Das vorgesehene Revisionsverfahren beim Bundessozialgericht wurde aufgehoben.

Für 2027 ist eine Anhebung des steuerlichen Grundfreibetrags vorgesehen, die Arbeitnehmer entlasten soll. Ein Entwurf nennt dafür 12.564 Euro; eine endgültige Entscheidung über diesen Betrag steht jedoch noch aus. Ob Einkommensteuer anfällt, richtet sich nicht nach dem Bruttogehalt, sondern nach dem zu versteuernden Einkommen. Welche Bedeutung das für Beschäftigte, Rentner und Familien hat.

Nach der Empfehlung der Rentenkommission soll die Altersversorgung mindestens 70 Prozent des letzten Nettoeinkommens erreichen. Dieser Zielwert bezieht sich auf das gesamte Einkommen im Ruhestand, nicht allein auf die gesetzliche Rente. Für Menschen, die bereits Rente beziehen, ergeben sich daraus zunächst keine Änderungen. Für jüngere Generationen gewinnt die ergänzende Altersvorsorge dagegen weiter an Bedeutung.

Ein Jobcenter-Brief kann eine verbindliche Entscheidung enthalten, auch wenn er nicht „Bescheid“ heißt. Entscheidend ist, ob das Schreiben Ihren Leistungsanspruch konkret regelt. Für einen Widerspruch gilt grundsätzlich eine Monatsfrist; fehlt die erforderliche Rechtsbehelfsbelehrung oder ist sie unrichtig, beträgt die Frist regelmäßig ein Jahr. Der Beitrag erklärt, worauf Sie beim Inhalt, der Bekanntgabe und der Widerspruchsform achten sollten.

Ratgeber & Service

Rente – Alles zur gesetzlichen Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente ist der Grundbaustein der Altersvorsorge. Sie sollte so hoch sein, dass Rentner ihren Lebensunterhalt großzügig davon bestreiten können.

Es gibt unterschiedliche Rentenarten. Zu nennen sind etwa die reguläre Altersrente, die Erwerbsminderungsrente, die Witwenrente oder die Unfallrente.

Alle haben unterschiedliche Voraussetzungen. Die Rentenhöhe hängt von individuellen Faktoren ab. Die Rentenauszahlung erfolgt monatlich, meistens im Nachhinein.

Wichtig für Rentner: Jährlich findet eine Rentenerhöhung statt, die nächste zum 1. Juli 2026.

Gegebenenfalls kann die Rente durch die Grundsicherung im Alter ergänzt werden.

Ganz wichtig: die Rente gibt es immer nur auf Antrag. Deshalb hier die Infos zum Rentenantrag!

Grundsicherungsgeld

Voraussetzungen

Bürgergeld wurde zum 1. Juli 2026 zum Grundsicherungsgeld, zur neuen Grundsicherung für Arbeitsuchende. (Vormals war es als Hartz IV bekannt.) Es ist die staatliche Grundsicherung für erwerbsfähige, arbeitsuchende Menschen und ihre Familien in Deutschland. Es setzt sich zusammen aus dem Regelsatz (Regelbedarf), den Kosten der Unterkunft und möglichen Mehrbedarfen. Es wird auf Antrag durch das örtliche Jobcenter ausgezahlt. Einzelheiten hier: Auszahlung und Termine

Zweck des Gesetzes zur Grundsicherung für Arbeitsuchende (ehem. Bürgergeld) ist es, die arbeitsfähigen Menschen nachhaltig in Beschäftigung bzw. Arbeit zu bringen.

Höhe

Der aktuelle Grundsicherungsgeld Regelsatz 2026 beträgt 563 Euro pro Monat für eine alleinstehende, erwachse Person. 2027 wird der die Höhe angepasst werden, so die Prognose unserer Experten für die neue Grundsicherung für Arbeitsuchende!

Der Regelsatz dient der Deckung des alltäglichen Bedarfs. Er wird in unterschiedlicher Höhe ausgezahlt: Alleinstehende, Paare und Kinder erhalten somit keine einheitlichen Summen. Wie hoch ist Ihr individueller Anspruch auf Grundsicherung für Arbeitsuchende? Nutzen Sie den Grundsicherungsgeld Rechner!

Antrag

Bürgergeld muss beantragt werden. Wichtig ist, dass der Antrag auf Grundsicherungsgeld rechtzeitig gestellt wird. Rückwirkung kommt ihm grundsätzlich nicht zu.

Einkommen und Vermögen bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende / Grundsicherungsgeld werden Einkommen und Vermögen grundsätzlich auf den Anspruch angerechnet. Allerdings gibt es Einkommensfreibeträge und Vermögensfreibeträge. Letzte werden auch Schonvermögen genannt.

Familie & Kinder – Leistungen und Unterstützung

Für Familien besonders wichtig sind der Unterhalt oder der Unterhaltsvorschuss sowie das Kindergeld, der Kinderzuschlag sowie das Wohngeld.

Finanzen & Sozialleistungen im Überblick

Der Bereich Finanzen vor sozialen Hintergrund umfasst u.a. die Leistungen Arbeitslosengeld, Wohngeld und Pflegegeld. Menschen mit Schwerbehinderung erhalten finanzielle Nachteilsausgleiche.

Über Bürger & Geld

Bürger & Geld ist das Online‑Nachrichtenmagazin des gemeinnützigen Vereins „Für soziales Leben e. V.“ aus Lüdinghausen (NRW). Mehr über unser Selbstverständnis, unsere Finanzierung und Arbeitsweise erfahren Sie auf unserer Seite „Über uns“. Unser Redaktionsteam bereitet komplexe Sozial‑ und Finanzthemen rund um neue Grundsicherung, Rente, Familie und Finanzen verständlich, unabhängig und praxisnah auf. Wenn Sie Fragen, Hinweise oder eigene Erfahrungen teilen möchten, können Sie uns jederzeit kontaktieren. Alle rechtlichen Angaben finden Sie im Impressum sowie in unserer Datenschutzerklärung.

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