Bürger & Geld ist das unabhängige Nachrichtenportal des gemeinnützigen Vereins (NGO) Für soziales Leben e.V. – Verlässliche News zu Rente, Grundsicherung und Finanzen.

Aktuelle Top‑News

Krankenkassenrückerstattung: 478,90 Euro bis zum 7. Oktober ist Betrug

Ingo Kosick

478,90 Euro zurück von der AOK, freizugeben bis zum 7. Oktober. Was wie eine Entlastung für knappe Haushaltskassen aussieht, ist eine gezielt gebaute Datenfalle der Betrüger.

Pflegeheimkosten 2026 explodieren

Pflegeheim Eigenanteil 3.364 Euro: Sozialamt zahlt erst ab Antragsmonat

Peter Kosick

Die Rente ist verbraucht, das Ersparte schmilzt jeden Monat – und trotzdem stellen viele Familien den Antrag beim Sozialamt erst, wenn das Konto leer ist. Genau das kann teuer werden: Hilfe zur Pflege gibt es nicht rückwirkend. Wer im Heim 3.364 Euro Eigenanteil stemmen muss, sollte wissen, ab wann das Amt einspringt und welche Grenzen für Vermögen und Kinder gelten.

Rentenreform-Tabelle: Was beschlossen ist und was noch geplant wird

Ingo Kosick

Mütterrente erst 2028, Frühstart-Rente noch ohne Beschluss, und für die Rente nach 45 Jahren fehlt jeder Stichtag. Die Tabelle zeigt, welche Reformteile bereits Geld bringen und wo rentennahe Jahrgänge weiter im Ungewissen bleiben.

Aktuelle Nachrichten

Zehn Euro im Monat klingen nach wenig. Doch für ein Kind des Jahrgangs 2020 entscheidet sich jetzt im Bundestag, ob daraus bis zur Rente ein fünfstelliger Betrag wird. Ältere Geschwister bleiben dabei außen vor, und für Familien in der Grundsicherung ist eine wichtige Frage noch ungeklärt.

Die gesetzliche Rente wird am 30. September 2026 je nach Rentenbeginn für unterschiedliche Monate überwiesen. Rentnerinnen und Rentner mit nachschüssiger Zahlung erhalten sie für September. Wer seine Rente vorschüssig bezieht, bekommt die Zahlung bereits für Oktober. Maßgeblich ist dabei der Zeitpunkt, zu dem die Rente ursprünglich begonnen hat.

Ein Leben lang gearbeitet, und trotzdem reicht die Rente nicht für Miete und Einkauf. Immer mehr Ältere sind auf Grundsicherung angewiesen, doch ein Freibetrag von bis zu 281,50 Euro bleibt in vielen Fällen ungenutzt. Dazu kommt: Die Rentenerhöhung 2026 kommt bei Aufstockern kaum an.

Wer allein lebt, kann bei einem kurzfristigen Pflegeausfall kaum auf Hilfe im eigenen Haushalt zurückgreifen. Hier soll die geplante Pflegereform 2027 ansetzen: Ein neues Entlastungsbudget soll Unterstützung flexibler finanzierbar machen. Doch mehr Geld auf dem Papier hilft nur, wenn vor Ort auch passende Pflegeangebote verfügbar sind.

Der neue GdB-Bescheid ist da, die Erleichterung groß. Doch ohne eine unscheinbare Zustimmung beim Versorgungsamt erfährt das Finanzamt nichts davon, und der Steuerfreibetrag bleibt einfach aus.

Auch eine vierköpfige Familie mit hohen Ersparnissen kann grundsätzlich Wohngeld bekommen. Vermögen bis zu 150.000 Euro wird in der Regel nicht als erheblich eingestuft. Entscheidend ist jedoch nicht allein das Guthaben: Auch das Haushaltseinkommen, die berücksichtigungsfähige Miete, die örtliche Mietenstufe und ein möglicher Anspruch auf andere Sozialleistungen werden geprüft.

Ein Formular, das sich nicht ausfüllen lässt, ein Bescheid, den niemand versteht: Für viele Menschen mit Behinderung wird der Gang zum Amt zur Hürde, die am Ende Geld kostet.

Ratgeber & Service

Rente – Alles zur gesetzlichen Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente ist der Grundbaustein der Altersvorsorge. Sie sollte so hoch sein, dass Rentner ihren Lebensunterhalt großzügig davon bestreiten können.

Es gibt unterschiedliche Rentenarten. Zu nennen sind etwa die reguläre Altersrente, die Erwerbsminderungsrente, die Witwenrente oder die Unfallrente.

Alle haben unterschiedliche Voraussetzungen. Die Rentenhöhe hängt von individuellen Faktoren ab. Die Rentenauszahlung erfolgt monatlich, meistens im Nachhinein.

Wichtig für Rentner: Jährlich findet eine Rentenerhöhung statt, die nächste zum 1. Juli 2026.

Gegebenenfalls kann die Rente durch die Grundsicherung im Alter ergänzt werden.

Ganz wichtig: die Rente gibt es immer nur auf Antrag. Deshalb hier die Infos zum Rentenantrag!

Grundsicherungsgeld

Voraussetzungen

Bürgergeld wurde zum 1. Juli 2026 zum Grundsicherungsgeld, zur neuen Grundsicherung für Arbeitsuchende. (Vormals war es als Hartz IV bekannt.) Es ist die staatliche Grundsicherung für erwerbsfähige, arbeitsuchende Menschen und ihre Familien in Deutschland. Es setzt sich zusammen aus dem Regelsatz (Regelbedarf), den Kosten der Unterkunft und möglichen Mehrbedarfen. Es wird auf Antrag durch das örtliche Jobcenter ausgezahlt. Einzelheiten hier: Auszahlung und Termine

Zweck des Gesetzes zur Grundsicherung für Arbeitsuchende (ehem. Bürgergeld) ist es, die arbeitsfähigen Menschen nachhaltig in Beschäftigung bzw. Arbeit zu bringen.

Höhe

Der aktuelle Grundsicherungsgeld Regelsatz 2026 beträgt 563 Euro pro Monat für eine alleinstehende, erwachse Person. 2027 wird der die Höhe angepasst werden, so die Prognose unserer Experten für die neue Grundsicherung für Arbeitsuchende!

Der Regelsatz dient der Deckung des alltäglichen Bedarfs. Er wird in unterschiedlicher Höhe ausgezahlt: Alleinstehende, Paare und Kinder erhalten somit keine einheitlichen Summen. Wie hoch ist Ihr individueller Anspruch auf Grundsicherung für Arbeitsuchende? Nutzen Sie den Grundsicherungsgeld Rechner!

Antrag

Bürgergeld muss beantragt werden. Wichtig ist, dass der Antrag auf Grundsicherungsgeld rechtzeitig gestellt wird. Rückwirkung kommt ihm grundsätzlich nicht zu.

Einkommen und Vermögen bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende / Grundsicherungsgeld werden Einkommen und Vermögen grundsätzlich auf den Anspruch angerechnet. Allerdings gibt es Einkommensfreibeträge und Vermögensfreibeträge. Letzte werden auch Schonvermögen genannt.

Familie & Kinder – Leistungen und Unterstützung

Für Familien besonders wichtig sind der Unterhalt oder der Unterhaltsvorschuss sowie das Kindergeld, der Kinderzuschlag sowie das Wohngeld.

Finanzen & Sozialleistungen im Überblick

Der Bereich Finanzen vor sozialen Hintergrund umfasst u.a. die Leistungen Arbeitslosengeld, Wohngeld und Pflegegeld. Menschen mit Schwerbehinderung erhalten finanzielle Nachteilsausgleiche.

Über Bürger & Geld

Bürger & Geld ist das Online‑Nachrichtenmagazin des gemeinnützigen Vereins „Für soziales Leben e. V.“ aus Lüdinghausen (NRW). Mehr über unser Selbstverständnis, unsere Finanzierung und Arbeitsweise erfahren Sie auf unserer Seite „Über uns“. Unser Redaktionsteam bereitet komplexe Sozial‑ und Finanzthemen rund um neue Grundsicherung, Rente, Familie und Finanzen verständlich, unabhängig und praxisnah auf. Wenn Sie Fragen, Hinweise oder eigene Erfahrungen teilen möchten, können Sie uns jederzeit kontaktieren. Alle rechtlichen Angaben finden Sie im Impressum sowie in unserer Datenschutzerklärung.

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