Bürger & Geld ist das unabhängige Nachrichtenportal des gemeinnützigen Vereins (NGO) Für soziales Leben e.V. – Verlässliche News zu Rente, Grundsicherung und Finanzen.

Aktuelle Top‑News

Geplante Pflegereform: Was sich bundesweit für Pflegekräfte ändern könnte

Ingo Kosick .

Die geplante Pflegereform sorgt bundesweit für Unruhe bei Pflegekräften, Angehörigen und Pflegebedürftigen. Das Pflegeneuordnungsgesetz ist bislang nur ein Referentenentwurf, könnte aber Vergütungsregeln, Pflegegrad 1 und die Organisation der Versorgung verändern. Was bereits gilt, welche Rechte Beschäftigte behalten und was ab 2027 bei der Pflegefachassistenz geplant ist.

Eher in Rente mit Abschlägen: Wie alt man werden muss, ehe sich der Nachteil rechnerisch bemerkbar macht

Ingo Kosick .

Wer früher in Rente geht, erhält sofort Geld – akzeptiert dafür aber meist einen lebenslangen Abschlag. Eine Modellrechnung zeigt, wann die spätere höhere Rente den Vorsprung aus dem früheren Rentenbeginn einholt. Bei einem Vorziehen um ein Jahr liegt der finanzielle Gleichstand oft erst ungefähr im Alter von 95 Jahren. Welche Rentenarten betroffen sind und wann Sonderzahlungen helfen können.

Rente pfänden: Bis 1.589,99 Euro monatlich bleiben geschützt

Ingo Kosick .

Auch die gesetzliche Rente kann gepfändet werden – aber nicht unbegrenzt. Seit dem 1. Juli 2026 bleiben ohne Unterhaltspflichten bis zu 1.589,99 Euro monatlich geschützt. Was bei direkter Rentenpfändung, Kontopfändung und P-Konto jetzt gilt und welche Schritte Betroffene sofort prüfen sollten

Aktuelle Nachrichten

Viele Rentner fürchten, dass ihre gesetzliche Rente doppelt besteuert wird. Der aktuelle Rechtsstand zeigt jedoch: Das Steuersystem gilt grundsätzlich als verfassungsgemäß, und neue Regeln senken das Risiko insbesondere für künftige Rentner. Wer früher hohe freiwillige Beiträge aus versteuertem Einkommen gezahlt hat, kann dennoch einen individuellen Fall prüfen lassen. Wichtig ist auch: Neue Steuerbescheide enthalten keinen allgemeinen Vorläufigkeitsvermerk mehr.

Verstirbt der geschiedene Ehepartner, entfällt die Kürzung der eigenen Rente nicht automatisch. Entscheidend ist die 36-Monats-Grenze: Nach § 37 Abs. 2 VersAusglG kommt eine Anpassung nur in Betracht, wenn aus dem im Versorgungsausgleich übertragenen Anrecht insgesamt höchstens 36 Monate Leistungen bezogen wurden. Betroffene müssen die Anpassung selbst beantragen; die höhere Rente wird in der Regel erst ab dem Zeitpunkt der Antragstellung für die Zukunft gezahlt. Deshalb sollten sie die Bezugsdauer des verstorbenen Ex-Partners und ihre gesamte Altersversorgung genau prüfen.

Die CSU will die abschlagsfreie Rente für besonders langjährig Versicherte künftig einschränken. „Aus“ ja, aber mit Vertrauensschutz. Die Versicherungsjahre sollen angehoben werden, aber es soll, Sonderregeln für „harte“ Berufe und lange Übergangsfristen geben.

Beim Bezug von Grundsicherungsgeld können Bareinzahlungen auf das Girokonto Rückfragen des Jobcenters nach sich ziehen. Maßgeblich ist, ob das eingezahlte Geld als neues Einkommen gilt oder lediglich bereits vorhandenes Bargeld auf das Konto transferiert wurde. Lässt sich die Herkunft nicht nachvollziehbar belegen, kann das Jobcenter die Zahlung als Einkommen anrechnen und gegebenenfalls Leistungen zurückfordern. Kontoauszüge, Quittungen, Verträge oder andere geeignete Nachweise helfen dabei, Zweifel und Missverständnisse frühzeitig auszuräumen.

Die Rente nach 45 Versicherungsjahren könnte grundlegend verändert werden. Diskutiert wird ein Schutz für Menschen in körperlich besonders belastenden Berufen – etwa Dachdecker, Bauarbeiter oder Pflegekräfte. Eine feste Berufsliste und ein neues Gesetz gibt es aber noch nicht. Nach geltendem Recht bleibt die abschlagsfreie Altersrente für besonders langjährig Versicherte bestehen.

Die Mutter vergisst Termine, der Vater schafft die Treppe nicht mehr allein, doch der Antrag bleibt liegen. Ab Januar könnten dieselben Einschränkungen nicht mehr für einen Pflegegrad reichen. Der Tag des Antrags soll künftig über Hunderte Euro im Monat entscheiden.

Die EU-Frist läuft, doch das deutsche Gesetz für den neuen Behindertenausweis fehlt noch. Warum für Schwerbehinderte derzeit ein einziges Merkzeichen mehr Geld bedeutet als jede neue Karte.

Ratgeber & Service

Rente – Alles zur gesetzlichen Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente ist der Grundbaustein der Altersvorsorge. Sie sollte so hoch sein, dass Rentner ihren Lebensunterhalt großzügig davon bestreiten können.

Es gibt unterschiedliche Rentenarten. Zu nennen sind etwa die reguläre Altersrente, die Erwerbsminderungsrente, die Witwenrente oder die Unfallrente.

Alle haben unterschiedliche Voraussetzungen. Die Rentenhöhe hängt von individuellen Faktoren ab. Die Rentenauszahlung erfolgt monatlich, meistens im Nachhinein.

Wichtig für Rentner: Jährlich findet eine Rentenerhöhung statt, die nächste zum 1. Juli 2026.

Gegebenenfalls kann die Rente durch die Grundsicherung im Alter ergänzt werden.

Ganz wichtig: die Rente gibt es immer nur auf Antrag. Deshalb hier die Infos zum Rentenantrag!

Grundsicherungsgeld

Voraussetzungen

Bürgergeld wurde zum 1. Juli 2026 zum Grundsicherungsgeld, zur neuen Grundsicherung für Arbeitsuchende. (Vormals war es als Hartz IV bekannt.) Es ist die staatliche Grundsicherung für erwerbsfähige, arbeitsuchende Menschen und ihre Familien in Deutschland. Es setzt sich zusammen aus dem Regelsatz (Regelbedarf), den Kosten der Unterkunft und möglichen Mehrbedarfen. Es wird auf Antrag durch das örtliche Jobcenter ausgezahlt. Einzelheiten hier: Auszahlung und Termine

Zweck des Gesetzes zur Grundsicherung für Arbeitsuchende (ehem. Bürgergeld) ist es, die arbeitsfähigen Menschen nachhaltig in Beschäftigung bzw. Arbeit zu bringen.

Höhe

Der aktuelle Grundsicherungsgeld Regelsatz 2026 beträgt 563 Euro pro Monat für eine alleinstehende, erwachse Person. 2027 wird der die Höhe angepasst werden, so die Prognose unserer Experten für die neue Grundsicherung für Arbeitsuchende!

Der Regelsatz dient der Deckung des alltäglichen Bedarfs. Er wird in unterschiedlicher Höhe ausgezahlt: Alleinstehende, Paare und Kinder erhalten somit keine einheitlichen Summen. Wie hoch ist Ihr individueller Anspruch auf Grundsicherung für Arbeitsuchende? Nutzen Sie den Grundsicherungsgeld Rechner!

Antrag

Bürgergeld muss beantragt werden. Wichtig ist, dass der Antrag auf Grundsicherungsgeld rechtzeitig gestellt wird. Rückwirkung kommt ihm grundsätzlich nicht zu.

Einkommen und Vermögen bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende / Grundsicherungsgeld werden Einkommen und Vermögen grundsätzlich auf den Anspruch angerechnet. Allerdings gibt es Einkommensfreibeträge und Vermögensfreibeträge. Letzte werden auch Schonvermögen genannt.

Familie & Kinder – Leistungen und Unterstützung

Für Familien besonders wichtig sind der Unterhalt oder der Unterhaltsvorschuss sowie das Kindergeld, der Kinderzuschlag sowie das Wohngeld.

Finanzen & Sozialleistungen im Überblick

Der Bereich Finanzen vor sozialen Hintergrund umfasst u.a. die Leistungen Arbeitslosengeld, Wohngeld und Pflegegeld. Menschen mit Schwerbehinderung erhalten finanzielle Nachteilsausgleiche.

Über Bürger & Geld

Bürger & Geld ist das Online‑Nachrichtenmagazin des gemeinnützigen Vereins „Für soziales Leben e. V.“ aus Lüdinghausen (NRW). Mehr über unser Selbstverständnis, unsere Finanzierung und Arbeitsweise erfahren Sie auf unserer Seite „Über uns“. Unser Redaktionsteam bereitet komplexe Sozial‑ und Finanzthemen rund um neue Grundsicherung, Rente, Familie und Finanzen verständlich, unabhängig und praxisnah auf. Wenn Sie Fragen, Hinweise oder eigene Erfahrungen teilen möchten, können Sie uns jederzeit kontaktieren. Alle rechtlichen Angaben finden Sie im Impressum sowie in unserer Datenschutzerklärung.

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