Bürger & Geld ist das unabhängige Nachrichtenportal des gemeinnützigen Vereins (NGO) Für soziales Leben e.V. – Verlässliche News zu Rente, Grundsicherung und Finanzen.

Aktuelle Top‑News

Teilarbeitsunfähigkeit: kranke Arbeitnehmer sollen künftig arbeiten können

Ingo Kosick

Ab 2028 sollen Beschäftigte, die länger als vier Wochen erkrankt sind, freiwillig einen Teil ihrer Arbeit übernehmen können. Geplant sind Arbeitsanteile von 25, 50 oder 75 Prozent bei vollem Gehalt. Voraussetzung sind eine ärztliche Feststellung und die Zustimmung des Arbeitgebers. Den entsprechenden Gesetzentwurf hat das Kabinett im April 2026 beschlossen; die Regelung ist damit noch nicht geltendes Recht.

Kfz-Hilfe bei Schwerbehinderung 2026: Bis zu 22.000 Euro Zuschuss für den Autokauf

Peter Kosick

Ihr Auto ist Ihr Weg zum Arzt, zum Einkauf, zur Familie. Wer den Antrag zu spät stellt, riskiert bis zu 22.000 Euro Zuschuss. So sichern Sie sich Ihre Vorteile.

Berufsunfähig, aber keine Rente wegen Erwerbsminderung! Warum?

Ingo Kosick

Wer aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in seinem bisherigen Beruf arbeiten kann, hat deshalb noch keinen Anspruch auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Entscheidend ist in der Regel, ob und wie lange eine andere Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt noch möglich ist. 2026 gelten höhere Hinzuverdienstgrenzen. Ein gesetzlicher Berufsschutz kommt weiterhin grundsätzlich nur für Versicherte infrage, die vor dem 2. Januar 1961 geboren wurden.

Themen auswählen

Aktuelle Nachrichten

Die Miete ist zwei Monate offen, die Kündigung liegt im Briefkasten: Bevor Wohnungslosigkeit droht, können Fachstelle und Jobcenter einspringen. Welche Fristen Sie jetzt kennen sollten.

Ab 2027 sollen Steuerbescheide vorrangig automatisch im ELSTER-Postfach bereitstehen. Wer eine Benachrichtigung oder einen neuen Bescheid übersieht, kann die Einspruchsfrist verpassen. Prüfen Sie deshalb rechtzeitig Ihre ELSTER-Einstellungen und achten Sie auf neue Mitteilungen.

Zwischen Arbeit, Arztterminen und Pflege zählt jeder Termin: Beim Beratungseinsatz ab Pflegegrad 2 reichen zwei Besuche im Jahr, damit Ihr Pflegegeld ungekürzt bleibt. Diese Regel soll bis Ende 2028 gelten.

Viele Familien könnten ab 2027 bis zu 25 Euro Kinderzuschlag pro Kind und Monat verlieren. Das Haushaltsbegleitgesetz 2027 sieht vor, den bisherigen Sofortzuschlag zu streichen. Reichen Kinderzuschlag und Wohngeld danach nicht mehr für den Lebensunterhalt aus, sollten betroffene Familien prüfen lassen, ob ein Anspruch auf Grundsicherungsgeld besteht.

Gehen fällt schwer, das Geld ist knapp: Mit Merkzeichen G gibt es in der Grundsicherung 95,71 Euro mehr im Monat. Fehlt der Zuschlag in Ihrem Bescheid, lässt er sich nachfordern.

28 Cent mehr im Monat können auch für Rentnerinnen und Rentner mit wenig Geld eine zusätzliche Belastung sein. Unter bestimmten Voraussetzungen können sie sich vom Rundfunkbeitrag befreien lassen. Das kommt auch dann infrage, wenn das Sozialamt die Grundsicherung abgelehnt hat. Entscheidend ist, ob die Voraussetzungen für einen Härtefall erfüllt sind.

Mit Merkzeichen B müssen Sie für Ihre Begleitung in Bus, Bahn und Fernbus nichts zahlen. Beim Fliegen sieht es anders aus. Was bei Buchung und Reservierung gilt.

Ratgeber & Service

Rente – Alles zur gesetzlichen Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente ist der Grundbaustein der Altersvorsorge. Sie sollte so hoch sein, dass Rentner ihren Lebensunterhalt großzügig davon bestreiten können.

Es gibt unterschiedliche Rentenarten. Zu nennen sind etwa die reguläre Altersrente, die Erwerbsminderungsrente, die Witwenrente oder die Unfallrente.

Alle haben unterschiedliche Voraussetzungen. Die Rentenhöhe hängt von individuellen Faktoren ab. Die Rentenauszahlung erfolgt monatlich, meistens im Nachhinein.

Wichtig für Rentner: Jährlich findet eine Rentenerhöhung statt, die nächste zum 1. Juli 2027.

Gegebenenfalls kann die Rente durch die Grundsicherung im Alter ergänzt werden.

Ganz wichtig: die Rente gibt es immer nur auf Antrag. Deshalb hier die Infos zum Rentenantrag!

Grundsicherungsgeld

Voraussetzungen

Bürgergeld wurde zum 1. Juli 2026 zum Grundsicherungsgeld, zur neuen Grundsicherung für Arbeitsuchende. (Vormals war es als Hartz IV bekannt.) Es ist die staatliche Grundsicherung für erwerbsfähige, arbeitsuchende Menschen und ihre Familien in Deutschland. Es setzt sich zusammen aus dem Regelsatz (Regelbedarf), den Kosten der Unterkunft und möglichen Mehrbedarfen. Es wird auf Antrag durch das örtliche Jobcenter ausgezahlt. Einzelheiten hier: Auszahlung und Termine

Zweck des Gesetzes zur Grundsicherung für Arbeitsuchende (ehem. Bürgergeld) ist es, die arbeitsfähigen Menschen nachhaltig in Beschäftigung bzw. Arbeit zu bringen.

Höhe

Der aktuelle Grundsicherungsgeld Regelsatz 2026 beträgt 563 Euro pro Monat für eine alleinstehende, erwachsene Person. 2027 wird der die Höhe angepasst werden, so die Prognose unserer Experten für die neue Grundsicherung für Arbeitsuchende!

Der Regelsatz dient der Deckung des alltäglichen Bedarfs. Er wird in unterschiedlicher Höhe ausgezahlt: Alleinstehende, Paare und Kinder erhalten somit keine einheitlichen Summen. Wie hoch ist Ihr individueller Anspruch auf Grundsicherung für Arbeitsuchende? Nutzen Sie den Grundsicherungsgeld Rechner!

Antrag

Grundsicherungsgeld muss beantragt werden. Wichtig ist, dass der Antrag auf Grundsicherungsgeld rechtzeitig gestellt wird. Rückwirkung kommt ihm grundsätzlich nicht zu.

Einkommen und Vermögen bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende / Grundsicherungsgeld werden Einkommen und Vermögen grundsätzlich auf den Anspruch angerechnet. Allerdings gibt es Einkommensfreibeträge und Vermögensfreibeträge. Letzte werden auch Schonvermögen genannt.

Familie & Kinder – Leistungen und Unterstützung

Für Familien besonders wichtig sind der Unterhalt oder der Unterhaltsvorschuss sowie das Kindergeld, der Kinderzuschlag sowie das Wohngeld.

Finanzen & Sozialleistungen im Überblick

Der Bereich Finanzen vor sozialen Hintergrund umfasst u.a. die Leistungen Arbeitslosengeld, Wohngeld und Pflegegeld. Menschen mit Schwerbehinderung erhalten finanzielle Nachteilsausgleiche.

Über Bürger & Geld

Bürger & Geld ist das Online‑Nachrichtenmagazin des gemeinnützigen Vereins „Für soziales Leben e. V.“ aus Lüdinghausen (NRW). Mehr über unser Selbstverständnis, unsere Finanzierung und Arbeitsweise erfahren Sie auf unserer Seite „Über uns“. Unser Redaktionsteam bereitet komplexe Sozial‑ und Finanzthemen rund um neue Grundsicherung, Rente, Familie und Finanzen verständlich, unabhängig und praxisnah auf. Wenn Sie Fragen, Hinweise oder eigene Erfahrungen teilen möchten, können Sie uns jederzeit kontaktieren. Alle rechtlichen Angaben finden Sie im Impressum sowie in unserer Datenschutzerklärung.

Redakteure

Letzte News: