Stand:

Autor: Experte:

Bürger & Geld: News- und Nachrichtenmagazin zu Rente, Grundsicherungsgeld, Sozialleistungen und Finanzen

Der Verein Für soziales Leben e. V. präsentiert hier das News– und NachrichtenmagazinBürger & Geld“ zu den Themen Rente, Neue Grundsicherung für Arbeitsuchende / Grundsicherungsgeld, Familien- und Sozialleistungen sowie Finanzen.
Zusätzlich: aktuelle Informationen, praktische Tipps und Rechner rund um Kindergeld, Wohngeld und mehr.
Wir sind eine gemeinnützige, unabhängige Organisation (NGO)!

Aktuelle Top‑News

Angehörige pflegen: So kann Ihre Rente steigen – auch ohne Pflegegeld

Ingo Kosick .

Wer Angehörige zu Hause pflegt, kann unter bestimmten Voraussetzungen zusätzliche Rentenansprüche erwerben. Die Pflegekasse zahlt dann Beiträge direkt an die gesetzliche Rentenversicherung – unabhängig davon, ob die Pflegeperson selbst Pflegegeld erhält. Voraussetzung sind insbesondere mindestens Pflegegrad 2, zehn Stunden Pflege pro Woche an wenigstens zwei Tagen und eine Erwerbstätigkeit von höchstens 30 Wochenstunden. Auch Altersrentner können mit einer Teilrente weiterhin von Pflegebeiträgen profitieren.

Nullrunde bei neuer Grundsicherung 2027 scheint immer wahrscheinlicher

Ingo Kosick

Für Millionen Leistungsberechtigte in der Grundsicherung bleibt vorerst unklar, ob die Regelbedarfe zum Jahr 2027 angehoben werden. Der Regierungsentwurf zum Haushaltsbegleitgesetz 2027 sieht vor, den bislang vorgesehenen zusätzlichen Ausgleich für Preisentwicklungen aus der jährlichen Fortschreibung zu entfernen. Damit steigt die Möglichkeit, dass alleinstehende Erwachsene weiterhin lediglich 563 Euro im Monat erhalten. Eine endgültige Entscheidung gibt es jedoch noch nicht: Maßgeblich werden die neue Regelbedarfsermittlung auf Grundlage der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023 sowie der weitere Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens sein.

Mieterhöhung 2026: Was Vermieter aktuell dürfen – und was Mieter nicht hinnehmen müssen

Ingo Kosick .

Vermieter dürfen die Miete 2026 im laufenden Mietverhältnis nicht beliebig erhöhen. Bei Erhöhungen nach Mietspiegel gelten Wartezeiten, die ortsübliche Vergleichsmiete und meist eine Grenze von 20 Prozent in drei Jahren – in ausgewiesenen angespannten Märkten nur 15 Prozent. Auch Form und Begründung des Schreibens sind entscheidend. Der Artikel zeigt, worauf Mieter bei Vergleichsmiete, Modernisierung, Staffel- und Indexmiete achten sollten.

Aktuelle Nachrichten

Das Sozialgericht Detmold hat eine Klage auf Übernahme von 388,39 Euro Betriebskostennachzahlung abgewiesen. Die monatliche Bruttokaltmiete lag beim Einzug nur 12,20 Euro über dem vom Jobcenter zugesicherten Betrag. Weil die Wohnung von Anfang an als nicht vollständig angemessen galt, musste das Jobcenter die spätere Nachforderung nicht übernehmen. Das Urteil zeigt, warum eine schriftliche Zusicherung vor Vertragsabschluss beim Grundsicherungsgeld entscheidend sein kann.

Die geplante Reform des Mietrechts zielt darauf, den Schutz von Mieterinnen und Mietern bei Indexmieten, möbliert vermietetem Wohnraum und befristeten Kurzzeitmietverhältnissen zu stärken. Diskutiert werden unter anderem begrenzte Erhöhungen bei an den Verbraucherpreisindex gekoppelten Mieten, nachvollziehbare Angaben zu Zuschlägen für Möbel sowie weitergehende Schutzvorschriften bei Kündigungen wegen Zahlungsrückständen. Da die Vorhaben noch nicht abgeschlossen sind und sich im Gesetzgebungsverfahren befinden, können sich Einzelheiten weiterhin ändern. Für Mieter und Vermieter empfiehlt es sich daher, Mietverträge, Mieterhöhungsverlangen und mögliche Kündigungsrisiken bereits jetzt besonders sorgfältig zu überprüfen.

Zwei Milliarden Euro sollen von privaten zu gesetzlichen Pflegekassen fließen, und Millionen privat Versicherte könnten die Rechnung über höhere Beiträge am Ende mittragen. Während Juristen von Enteignung sprechen, drängt die Zeit: Das Ministerium hat seine Pläne bereits konkretisiert.

Ab 2027 zahlen gesetzlich Versicherte für Medikamente, Zahnersatz und Reha deutlich mehr aus eigener Tasche. Was das für den eigenen Geldbeutel konkret bedeutet und warum manche Bundesländer noch immer um Änderungen kämpfen.

Sie fahren jede Woche zu Mama, waschen, kochen, sitzen an ihrem Bett – und merken es kaum. Dabei zahlt genau dafür die Pflegekasse in Ihre Rente ein. Voraussetzung: Sie müssen sich eintragen lassen. Viele wissen das bis heute nicht.

Er ist rund um die Uhr für seinen kranken Sohn da, arbeitet keine einzige Stunde mehr – und trotzdem sagt ihm die Rentenversicherung: zählt nicht. Der Grund steht in einem Vertrag, den er seit Monaten nicht mehr erfüllt. Ein Gericht hat ihm bereits recht gegeben – der Pflegekasse. Jetzt entscheidet Kassel.

Elf Jahre kämpfte ein Sohn um das Erbe seines Vaters. Am Ende blieb ihm nichts, weil andere das Vermögen längst aufgebraucht hatten. Trotzdem forderte das Finanzamt mehr als 28.000 Euro von ihm. Der Bundesfinanzhof erklärt jetzt, wann Betroffene in so einer Lage wirklich aus der Steuerpflicht herauskommen.

Ratgeber & Service

Rente – Alles zur gesetzlichen Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente ist der Grundbaustein der Altersvorsorge. Sie sollte so hoch sein, dass Rentner ihren Lebensunterhalt großzügig davon bestreiten können.

Es gibt unterschiedliche Rentenarten. Zu nennen sind etwa die reguläre Altersrente, die Erwerbsminderungsrente, die Witwenrente oder die Unfallrente.

Alle haben unterschiedliche Voraussetzungen. Die Rentenhöhe hängt von individuellen Faktoren ab. Die Rentenauszahlung erfolgt monatlich, meistens im Nachhinein.

Wichtig für Rentner: Jährlich findet eine Rentenerhöhung statt, die nächste zum 1. Juli 2026.

Gegebenenfalls kann die Rente durch die Grundsicherung im Alter ergänzt werden.

Ganz wichtig: die Rente gibt es immer nur auf Antrag. Deshalb hier die Infos zum Rentenantrag!

Grundsicherungsgeld

Voraussetzungen

Bürgergeld wurde zum 1. Juli 2026 zum Grundsicherungsgeld, zur neuen Grundsicherung für Arbeitsuchende. (Vormals war es als Hartz IV bekannt.) Es ist die staatliche Grundsicherung für erwerbsfähige, arbeitsuchende Menschen und ihre Familien in Deutschland. Es setzt sich zusammen aus dem Regelsatz (Regelbedarf), den Kosten der Unterkunft und möglichen Mehrbedarfen. Es wird auf Antrag durch das örtliche Jobcenter ausgezahlt. Einzelheiten hier: Auszahlung und Termine

Zweck des Gesetzes zur Grundsicherung für Arbeitsuchende (ehem. Bürgergeld) ist es, die arbeitsfähigen Menschen nachhaltig in Beschäftigung bzw. Arbeit zu bringen.

Höhe

Der aktuelle Grundsicherungsgeld Regelsatz 2026 beträgt 563 Euro pro Monat für eine alleinstehende, erwachse Person. 2027 wird der die Höhe angepasst werden, so die Prognose unserer Experten für die neue Grundsicherung für Arbeitsuchende!

Der Regelsatz dient der Deckung des alltäglichen Bedarfs. Er wird in unterschiedlicher Höhe ausgezahlt: Alleinstehende, Paare und Kinder erhalten somit keine einheitlichen Summen. Wie hoch ist Ihr individueller Anspruch auf Grundsicherung für Arbeitsuchende? Nutzen Sie den Grundsicherungsgeld Rechner!

Antrag

Bürgergeld muss beantragt werden. Wichtig ist, dass der Antrag auf Grundsicherungsgeld rechtzeitig gestellt wird. Rückwirkung kommt ihm grundsätzlich nicht zu.

Einkommen und Vermögen bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende / Grundsicherungsgeld werden Einkommen und Vermögen grundsätzlich auf den Anspruch angerechnet. Allerdings gibt es Einkommensfreibeträge und Vermögensfreibeträge. Letzte werden auch Schonvermögen genannt.

Familie & Kinder – Leistungen und Unterstützung

Für Familien besonders wichtig sind der Unterhalt oder der Unterhaltsvorschuss sowie das Kindergeld, der Kinderzuschlag sowie das Wohngeld.

Finanzen & Sozialleistungen im Überblick

Der Bereich Finanzen vor sozialen Hintergrund umfasst u.a. die Leistungen Arbeitslosengeld, Wohngeld und Pflegegeld. Menschen mit Schwerbehinderung erhalten finanzielle Nachteilsausgleiche.

Über Bürger & Geld

Bürger & Geld ist das Online‑Nachrichtenmagazin des gemeinnützigen Vereins „Für soziales Leben e. V. aus Lüdinghausen (NRW). Mehr über unser Selbstverständnis, unsere Finanzierung und Arbeitsweise erfahren Sie auf unserer Seite „Über uns“. Unser Redaktionsteam bereitet komplexe Sozial‑ und Finanzthemen rund um neue Grundsicherung, Rente, Familie und Finanzen verständlich, unabhängig und praxisnah auf. Wenn Sie Fragen, Hinweise oder eigene Erfahrungen teilen möchten, können Sie uns jederzeit kontaktieren. Alle rechtlichen Angaben finden Sie im Impressum sowie in unserer Datenschutzerklärung.

Redakteure

Letzte News: