Was für 2026 im Raum steht
Prognosen gehen derzeit von einer Rentenerhöhung von etwa 3,3 bis 3,7 Prozent zum 1. Juli 2026 aus, häufig kursiert die Zahl 3,73 Prozent.
Diese Werte stammen aus Entwürfen zum Rentenversicherungsbericht 2025 und Fachrechnungen – sie sind also Szenarien, aber noch keine rechtsverbindliche Entscheidung.
Wie die Rentenerhöhung berechnet wird
Die jährliche Rentenanpassung richtet sich im Kern nach der Lohnentwicklung des Vorjahres, also 2025 im Vergleich zu 2024.
Erst wenn das Statistische Bundesamt und andere Stellen alle relevanten Daten zu Bruttolöhnen, Beschäftigung und weiteren Faktoren geliefert haben, kann die Rentenformel exakt angewendet werden.
Zu den Einflussgrößen gehören unter anderem:
- Entwicklung der Bruttolöhne je Arbeitnehmer.
- Beitragssatz zur Rentenversicherung.
- Dämpfungs- und Schutzklauseln (z. B. Haltelinien aus dem Rentenpaket).
Solange diese Daten nicht vollständig vorliegen, bleibt jede Prozentzahl für 2026 eine Prognose – selbst wenn sie sehr konkret aussieht.
Warum es erst im Frühjahr Klarheit gibt
Der Ablauf ist gesetzlich festgelegt:
- Auswertung der Lohn- und Beitragsdaten für 2025 zu Jahresbeginn.
- Berechnung des neuen aktuellen Rentenwerts nach der gesetzlichen Formel.
- Entwurf einer Rentenanpassungsverordnung durch das zuständige Bundesministerium.
- Zustimmung von Bundesregierung und Bundesrat.
- Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt – erst dann steht die Rentenerhöhung verbindlich fest.
Dieser Prozess ist in der Regel erst Mitte bis Ende März abgeschlossen, weshalb Experten ausdrücklich darauf hinweisen, dass es vor dem Frühjahr keine „offiziellen“ Prozentwerte gibt.
Was für Rentner schon sicher ist – und was nicht
Sicher ist:
- Es wird auch 2026 eine Rentenanpassung zum 1. Juli geben; das schreibt das Gesetz vor.
- Die Richtung zeigt klar nach oben: Durch die positive Lohnentwicklung 2025 ist mit einem Plus zu rechnen, nicht mit einer Kürzung.
Nicht sicher ist:
- Die exakte Höhe in Prozent, auch wenn 3,7 oder 3,73 Prozent derzeit als realistisch gelten.
- Wie sich politische Eingriffe (z. B. Haltelinien, Rentenpaket-Regeln) am Ende konkret auf den endgültigen Wert auswirken.
Rentner sollten daher Prognosen als Orientierung verstehen, ihre Haushaltsplanung aber erst nach der offiziellen Bekanntgabe im Frühjahr fix machen.
Was beim Geld auf dem Konto wichtig ist
Die Erhöhung selbst wirkt ab 1. Juli 2026, bei vorschüssiger Zahlung meist schon Ende Juni auf dem Konto, bei nachschüssiger Zahlung Ende Juli.
Mit dem Plus bei der Bruttorente können aber auch Steuern und Sozialabgaben steigen – etwa wenn Rentner dadurch erstmals über den steuerlichen Grundfreibetrag rutschen.
Fazit zur Rentenerhöhung 2026 – eine Rechenprognose
2026 sieht nach einem ordentlichen Rentenplus aus, aber die vielzitierte Zahl 3,73 Prozent bleibt bis zur Rentenanpassungsverordnung im Frühjahr nur eine Rechenprognose – wer heute feste Werte verspricht, vermischt Wunsch und Wirklichkeit


