Das Pflegegeld für Februar 2026 ist noch nicht da? Vom verschobenen Zahltag über Banklaufzeiten bis zur Kombinationspflege gibt es viele mögliche Ursachen. Im folgenden Artikel auf Bürger & Geld, dem Nachrichtenmagazin des Vereins Für soziales Leben e.V., erklären wir, woran es liegen kann, welche Fristen gelten und welche Schritte Sie jetzt gehen sollten.
Besonderheit im Februar 2026: Zahltag ist nicht der 1.
Für Februar 2026 gilt eine Besonderheit: Der 1. Februar ist ein Sonntag. Nach der üblichen Regel wird Pflegegeld am Monatsersten bzw. am ersten Werktag im Voraus überwiesen.
Für Februar 2026 bedeutet das konkret:
- Fälligkeit: Monatserster (Februar 2026) im Voraus.
- Weil der 1.2. ein Sonntag ist, verschiebt sich der relevante Zahltag auf Montag, den 02.02.2026.
- Das Geld kann dennoch erst 1–2 Bankarbeitstage später auf dem Konto erscheinen, ohne dass die Pflegekasse „zu spät“ zahlt.
Wie funktioniert die Auszahlung von Pflegegeld?
Pflegegeld wird immer monatlich im Voraus für den laufenden Monat gezahlt. Entscheidend ist rechtlich der Zeitpunkt, zu dem die Pflegekasse die Überweisung anweist – nicht der exakte Geldeingang auf dem Konto.
Wichtige Grundsätze:
- Pflegegeld deckt den Pflegezeitraum des aktuellen Monats ab (z. B. Zahlung Anfang Februar = Pflegegeld für Februar).
- Üblicher Zahlungstermin: Monatserster bzw. erster Werktag.
- Banklaufzeiten von 1–2 Werktagen sind normal und rechtlich unkritisch.
Typische harmlose Gründe für eine Verzögerung im Februar 2026
Wenn Anfang Februar 2026 noch kein Pflegegeld sichtbar ist, stecken oft technische oder organisatorische Gründe dahinter.
Häufige Ursachen:
- Wochenende/Feiertag: Der 1. Februar fällt auf einen Sonntag, daher Überweisung erst am 02.02.2026.
- Banklaufzeit: Viele Banken buchen Überweisungen erst am Folgetag; 1–2 Werktage Verzögerung sind normal.
- Unterschiedliche Buchungszeiten: Gutschriften erfolgen je nach Bank teils vormittags, teils nachmittags.
- Interne Abläufe der Pflegekasse: Manche Kassen haben feste „Lauftage“, sodass Zahlungen planmäßig leicht versetzt eingehen.
In all diesen Konstellationen liegt rechtlich keine verspätete Leistung vor, solange die Pflegekasse fristgerecht angewiesen hat.
Problematische Gründe: Wenn wirklich etwas schiefgelaufen ist
Bleibt das Pflegegeld deutlich länger aus, können auch inhaltliche oder formale Gründe dahinterstecken.
Mögliche Ursachen:
- Kontowechsel nicht gemeldet: Hat sich die IBAN geändert und wurde das der Pflegekasse nicht mitgeteilt, kann die Überweisung ins Leere laufen.
- Datenfehler im System: Schreibfehler in der Kontonummer, falsche Zuordnung der Versichertennummer oder interne EDV-Probleme.
- Fehlender Beratungsnachweis: Bei reinem Pflegegeld nach § 37 SGB XI kann eine überfällige Pflegeberatung zu einer vorübergehenden Zahlungssperre führen.
- Statusänderung beim Pflegegrad: Einstufung herabgesetzt, Pflegegrad ausgelaufen oder Bescheid geändert – etwa nach Krankenhaus- oder Heimaufenthalt.
- Ende des Anspruchs: Wegfall der Pflegebedürftigkeit, Umzug in vollstationäre Pflege (dann wird Pflegegeld gekürzt/entfällt) oder Tod der pflegebedürftigen Person.
- Fehler beim Erstantrag oder Umstellung: Beim ersten Bezug oder nach Höherstufung kann die Kasse länger für die Berechnung brauchen; Nachzahlungen sind dann üblich.
Schritt-für-Schritt: Was Sie jetzt konkret tun sollten
Wenn das Pflegegeld für Februar 2026 (noch) nicht auf dem Konto ist, hilft ein klares Vorgehen.
- 2–3 Werktage abwarten
- Kontoauszüge genau prüfen
- Pflegekasse telefonisch kontaktieren (ab ca. 5.–6. Tag)
- Kontodaten und Bescheide checken
- Schriftliche Nachfrage / Frist setzen
- Nachzahlung und Folgemonat im Blick behalten
Rechte bei längeren Verzögerungen und bei neuen Anträgen
Bei neuen Pflegeanträgen oder Pflegegrad-Änderungen gelten feste Fristen, innerhalb derer die Pflegekasse entscheiden muss. Wird über einen Pflegegrad-Antrag zu spät entschieden, kann sogar ein Anspruch auf eine pauschale Entschädigung von 70 Euro pro Woche wegen Verzug entstehen.
Wichtige Punkte:
- Pflegegeld wird grundsätzlich ab Antragstellung gezahlt, nicht beliebig weit rückwirkend.
- Wird die Bearbeitungsfrist für den Pflegegrad-Bescheid überschritten, steht Betroffenen eine pauschale Entschädigung von 70 Euro je begonnener Verzugswoche zu.
- Gleichzeitig bleibt der Anspruch auf Pflegegeld selbst bestehen; fehlende Zahlungen werden bei späterer Bewilligung nachgezahlt.
Pflegegeld bei Kombinationspflege: Auszahlung im Nachhinein
Bei der Kombinationspflege (Pflegegeld plus Pflegesachleistungen, z. B. ambulanter Pflegedienst) wird das Pflegegeld nicht im Voraus, sondern im Nachhinein gezahlt. Hintergrund: Die Pflegekasse muss zunächst wissen, wie viel des Sachleistungsbudgets im Monat tatsächlich vom Pflegedienst ausgeschöpft wurde, um daraus den verbleibenden prozentualen Pflegegeldanspruch zu berechnen.
Das läuft in der Praxis so:
- Der Pflegedienst rechnet seine Leistungen für den vergangenen Monat direkt mit der Pflegekasse ab.
- Erst danach steht fest, welcher Anteil des Sachleistungsbudgets genutzt wurde und welcher Prozentsatz Pflegegeld übrig bleibt.
- Auf dieser Basis zahlt die Pflegekasse das anteilige Pflegegeld rückwirkend für den Vormonat aus – häufig Mitte bis Ende des Folgemonats.
Wichtig für Februar 2026: Wer Kombinationspflege bezieht, sollte damit rechnen, dass das Pflegegeld für den Pflegezeitraum Februar erst im März auf dem Konto landet. Fällt also „Pflegegeld fehlt im Februar“ auf, muss zuerst geprüft werden, ob überhaupt reines Pflegegeld im Voraus oder Kombinationspflege mit nachgelagerter Abrechnung vorliegt.
Fazit für Februar 2026: Ruhe bewahren, aber früh handeln
Für Februar 2026 ist ein Zahlungseingang nicht zwingend am 1. Februar, sondern rechtlich korrekt ab dem 02.02.2026 und mit üblicher Banklaufzeit auch ein bis zwei Tage später. Bleibt das Geld darüber hinaus aus, sollten Sie systematisch Konto, Unterlagen und Kommunikation mit der Pflegekasse prüfen und bei Bedarf schriftlich nachhaken, um Nachzahlung oder weitere Ansprüche zu sichern.
