Bürger & Geld: News- und Nachrichtenmagazin zu Rente, Grundsicherungsgeld, Sozialleistungen und Finanzen

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Der Verein Für soziales Leben e. V. präsentiert hier das News– und NachrichtenmagazinBürger & Geld“ zu den Themen Rente, Neue Grundsicherung für Arbeitsuchende / Grundsicherungsgeld, Familien- und Sozialleistungen sowie Finanzen.
Zusätzlich: aktuelle Informationen, praktische Tipps und Rechner rund um Kindergeld, Wohngeld und mehr.
Wir sind eine gemeinnützige, unabhängige Organisation (NGO)!

Aktuelle Top‑News

GdB 70 und Rente: Warum der Jahrgang 1964 jetzt genau hinschauen sollte

Ingo Kosick .

2026 wird für tausende Menschen mit Schwerbehinderung zum Wendepunkt: Der Jahrgang 1964 erlebt gerade live, wie sich Jahre der schrittweisen Rentenreform in einer festen Zahl niederschlagen – 65 statt früher. Wer jetzt nicht genau hinschaut, verschenkt möglicherweise Steuerbonus, Zusatzurlaub oder Kündigungsschutz.

Eine Frau mit einer Beinprothese sitzt auf einer Wiese und passt das Hilfsmittel an. Im Vordergrund ist der Schriftzug „Ablehnung von Hilfsmitteln“ zu sehen. Logo und Webadresse von Bürger & Geld erscheinen unten rechts.

Schwerbehinderung: Hilfsmittel abgelehnt: So wehren Sie sich erfolgreich gegen die Krankenkasse

Peter Kosick

„Nicht gelistet“ – mit diesem einen Satz lehnen Krankenkassen jeden Tag Hilfsmittel ab, die Menschen mit Schwerbehinderung dringend brauchen. Dabei zählt oft ein einziges Wort im ärztlichen Attest mehr als jede Liste. Wir zeigen, welcher Satz das ist, wie ein Widerspruch aufgebaut sein muss und wann sogar das Sozialgericht Betroffenen recht gibt – Schritt für Schritt, verständlich erklärt.

Mehr Geld: Eigene Rente soll bei Grundsicherung künftig besser vor Anrechnung geschützt werden

Ingo Kosick .

Die Alterssicherungskommission will kleine gesetzliche Renten bei der Grundsicherung künftig besser schützen. Ein neuer Freibetrag soll dafür sorgen, dass Menschen mit Beitragszeiten mehr verfügbares Einkommen behalten als Personen ohne oder mit sehr geringen Einzahlungen. Zudem soll die ausgesetzte Pflicht zur vorzeitigen Altersrente für Langzeitarbeitslose dauerhaft entfallen. Noch sind beide Punkte jedoch lediglich Empfehlungen und kein geltendes Recht.

Aktuelle Nachrichten

Die Bundesregierung plant für 2027 eine Kürzung des Bundeszuschusses zur gesetzlichen Rentenversicherung um 1 Milliarde Euro. Für laufende Renten bedeutet das zunächst keine direkte Kürzung. Die Deutsche Rentenversicherung warnt jedoch: Weniger Steuermittel können den Druck auf Beiträge von Beschäftigten und Arbeitgebern erhöhen. Entscheidend wird, ob der Bund seine Finanzierungszusagen für Rentenniveau und Mütterrente III einhält.

Nicht für alle Versicherten gilt bereits die Regelaltersgrenze von 67 Jahren. Wer vor 1964 geboren wurde, kann die Regelaltersrente nach den derzeitigen gesetzlichen Vorgaben noch vor dem 67. Geburtstag erhalten – abhängig vom jeweiligen Geburtsjahr teilweise deutlich früher.

Die große Tabelle zeigt, für welche Jahrgänge ein regulärer Rentenbeginn unter 67 Jahren weiterhin möglich ist. Zusätzlich erklärt der Überblick die wichtigsten Voraussetzungen, Sonderregelungen und Ausnahmen. Dazu zählt insbesondere die Frage, wann 35 oder 45 Versicherungsjahre einen früheren Rentenstart ermöglichen – und in welchen Fällen dabei dauerhafte Abschläge drohen.

Mit einer Teilrente beziehen Sie nur einen Teil Ihrer Altersrente und bleiben zugleich berufstätig. Dadurch können weitere Rentenbeiträge Ihre spätere Vollrente erhöhen. Der Beitrag erklärt den Rechtsstand 2026, die gesetzlichen Grundlagen und die Folgen möglicher Abschläge. Außerdem zeigt er, weshalb ein zunächst geringerer Rentenzahlbetrag – gerade im Zusammenspiel mit der Flexirente und den Änderungen im Jahr 2026 – finanziell sinnvoll sein kann.

Die abschlagsfreie Altersrente für besonders langjährig Versicherte mit 45 Versicherungsjahren steht nach den bisherigen Reformüberlegungen zur Disposition. Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas hat zugleich zugesagt, dass rentennahe Jahrgänge durch Vertrauensschutz und Übergangsregelungen abgesichert werden sollen. Als mögliche Orientierung wird eine Übergangszeit von etwa fünf Jahren diskutiert – verbindlich festgelegt oder gesetzlich beschlossen ist diese Frist bislang jedoch nicht. Bis zu einer tatsächlichen Gesetzesänderung bleibt die Altersrente nach 45 Versicherungsjahren nach geltendem Recht uneingeschränkt bestehen.

Zum 1. Januar 2027 erhöht sich der gesetzliche Mindestlohn auf 14,60 Euro brutto je Stunde. Weil die Verdienstgrenze für Minijobs an den Mindestlohn gekoppelt ist, steigt sie gleichzeitig von 603 auf 633 Euro monatlich.

Für Bezieherinnen und Bezieher einer Altersrente bleibt ein zusätzlicher Verdienst grundsätzlich ohne Kürzung der Rente möglich. Bei Erwerbsminderungsrenten und Hinterbliebenenrenten gelten dagegen weiterhin besondere Hinzuverdienstvorgaben; ob und in welcher Höhe Einkommen anzurechnen ist, hängt vom jeweiligen Rentenanspruch und dem individuellen Fall ab.

Ein Pflegeheimplatz kann 2026 auch in einer NRW-Kleinstadt 4.080 Euro Eigenanteil im Monat kosten. Der NRW-Durchschnitt liegt bereits bei 3.671 Euro im ersten Aufenthaltsjahr. Viele Familien unterschätzen, dass der Zuschlag der Pflegekasse nur den pflegebedingten Eigenanteil reduziert – nicht aber Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten. So lässt sich die Heimrechnung richtig prüfen und bei einer Finanzierungslücke reagieren.

Wer seinen bisherigen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann, erhält nicht automatisch eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Für die Deutsche Rentenversicherung zählt meist, ob Betroffene noch irgendeine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt leisten können. 2026 gelten höhere Hinzuverdienstgrenzen, während der gesetzliche Berufsschutz weiterhin fast nur für Versicherte vor dem 2. Januar 1961 relevant ist.

Ratgeber & Service

Rente – Alles zur gesetzlichen Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente ist der Grundbaustein der Altersvorsorge. Sie sollte so hoch sein, dass Rentner ihren Lebensunterhalt großzügig davon bestreiten können.

Es gibt unterschiedliche Rentenarten. Zu nennen sind etwa die reguläre Altersrente, die Erwerbsminderungsrente, die Witwenrente oder die Unfallrente.

Alle haben unterschiedliche Voraussetzungen. Die Rentenhöhe hängt von individuellen Faktoren ab. Die Rentenauszahlung erfolgt monatlich, meistens im Nachhinein.

Wichtig für Rentner: Jährlich findet eine Rentenerhöhung statt, die nächste zum 1. Juli 2026.

Gegebenenfalls kann die Rente durch die Grundsicherung im Alter ergänzt werden.

Ganz wichtig: die Rente gibt es immer nur auf Antrag. Deshalb hier die Infos zum Rentenantrag!

Grundsicherungsgeld

Voraussetzungen

Bürgergeld wurde zum 1. Juli 2026 zum Grundsicherungsgeld, zur neuen Grundsicherung für Arbeitsuchende. (Vormals war es als Hartz IV bekannt.) Es ist die staatliche Grundsicherung für erwerbsfähige, arbeitsuchende Menschen und ihre Familien in Deutschland. Es setzt sich zusammen aus dem Regelsatz (Regelbedarf), den Kosten der Unterkunft und möglichen Mehrbedarfen. Es wird auf Antrag durch das örtliche Jobcenter ausgezahlt. Einzelheiten hier: Auszahlung und Termine

Zweck des Gesetzes zur Grundsicherung für Arbeitsuchende (ehem. Bürgergeld) ist es, die arbeitsfähigen Menschen nachhaltig in Beschäftigung bzw. Arbeit zu bringen.

Höhe

Der aktuelle Grundsicherungsgeld Regelsatz 2026 beträgt 563 Euro pro Monat für eine alleinstehende, erwachse Person. 2027 wird der die Höhe angepasst werden, so die Prognose unserer Experten für die neue Grundsicherung für Arbeitsuchende!

Der Regelsatz dient der Deckung des alltäglichen Bedarfs. Er wird in unterschiedlicher Höhe ausgezahlt: Alleinstehende, Paare und Kinder erhalten somit keine einheitlichen Summen. Wie hoch ist Ihr individueller Anspruch auf Grundsicherung für Arbeitsuchende? Nutzen Sie den Grundsicherungsgeld Rechner!

Antrag

Bürgergeld muss beantragt werden. Wichtig ist, dass der Antrag auf Grundsicherungsgeld rechtzeitig gestellt wird. Rückwirkung kommt ihm grundsätzlich nicht zu.

Einkommen und Vermögen bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Bei der Grundsicherung für Arbeitsuchende / Grundsicherungsgeld werden Einkommen und Vermögen grundsätzlich auf den Anspruch angerechnet. Allerdings gibt es Einkommensfreibeträge und Vermögensfreibeträge. Letzte werden auch Schonvermögen genannt.

Familie & Kinder – Leistungen und Unterstützung

Für Familien besonders wichtig sind der Unterhalt oder der Unterhaltsvorschuss sowie das Kindergeld, der Kinderzuschlag sowie das Wohngeld.

Finanzen & Sozialleistungen im Überblick

Der Bereich Finanzen vor sozialen Hintergrund umfasst u.a. die Leistungen Arbeitslosengeld, Wohngeld und Pflegegeld. Menschen mit Schwerbehinderung erhalten finanzielle Nachteilsausgleiche.

Über Bürger & Geld

Bürger & Geld ist das Online‑Nachrichtenmagazin des gemeinnützigen Vereins „Für soziales Leben e. V. aus Lüdinghausen (NRW). Mehr über unser Selbstverständnis, unsere Finanzierung und Arbeitsweise erfahren Sie auf unserer Seite „Über uns“. Unser Redaktionsteam bereitet komplexe Sozial‑ und Finanzthemen rund um neue Grundsicherung, Rente, Familie und Finanzen verständlich, unabhängig und praxisnah auf. Wenn Sie Fragen, Hinweise oder eigene Erfahrungen teilen möchten, können Sie uns jederzeit kontaktieren. Alle rechtlichen Angaben finden Sie im Impressum sowie in unserer Datenschutzerklärung.

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