Kindergrundsicherung ab 2025: Bis zu 636 Euro pro Monat für alle Kinder

Es wurden nun die ersten Details zur Höhe der Kindergrundsicherung publik gemacht. Die Zahlen verdeutlichen, dass sich der Garantiebetrag mit dem Zusatzbetrag auf insgesamt 636 Euro summieren kann.

Kindergrundsicherung löst Bürgergeld ab: Höhe bis 636 Euro!
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Die Regierung hat endlich Einigkeit erzielt und beschlossen, eine Kindergrundsicherung einzuführen. Die Höhe der finanziellen Unterstützung für Familien mit Kindern wurde nun konkretisiert: Ältere Kinder sollen bis zu 636 Euro erhalten, während die jüngsten mit 530 Euro unterstützt werden. Diese Maßnahme wird vielen Familien eine erhebliche Erleichterung bringen und die Chancen auf eine gerechtere Zukunft für unsere Kinder erhöhen.

Basis für diese Zahlen ist die Bürgergeld Erhöhung 2024 um 12 Prozent und eine weitere Erhöhung um 3 Prozent im Jahr 2024.

Tabelle: Höhe Kindergrundsicherung

Nachfolgend finden Sie die Tabelle zur Höhe der Kindergrundsicherung. Bei den Zahlen handelt es sich um die Summen aus dem Kindergarantiebetrag und dem Kinderzusatzbetrag. Es sind Zahlen, die vom Bundesfamilienministerium genannt wurden, die allerdings noch keine Rechtskraft haben und sich noch ändern können. Es sind also vorläufige Zahlen.

Kinder nach Alter und bisheriger RegelbedarfsstufeKindergrundsicherung 2025 (Garantiebetrag + Zusatbetrag)Vergleich: Kinder-Bürgergeld 2024 (nur Regelsatz!)
Kinder von 14 bis 17 Jahren
(bisher: Regelbedarfsstufe 4)
636 Euro Kindergrundsicherung471 Euro
Kinder von 6 bis 13 Jahren
(bisher: Regelbedarfsstufe 5)
557 Euro Kindergrundsicherung390 Euro
Kinder von 0 bis 5 Jahren
(bisher Regelbedarfsstufe 6)
530 Euro Kindergrundsicherung357 Euro

Chancengerechtigkeit für Kinder durch Kindergrundsicherung

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Die ersten Zahlen zur Höhe der Kindergrundsicherung liegen vor. Sie soll bis zu 636 Euro für ältere Kinder betragen. Die Summe setzt sich aus Garantiebetrag und Zusatzbetrag zusammen.

Die Kindergrundsicherung ersetzt das Bürgergeld für Kinder und soll Kindern mehr Teilhabe und Chancengerechtigkeit verschaffen. Die Familienministerin sagte, dass die Kosten der Kindergrundsicherung aufgrund de Erhöhung des Bürgergeld Regelsatzes und des Kindergeldes ansteigen werden. Es sollen so viele Familien wie möglich erreicht werden.

Kindergrundsicherung ersetzt Kindergeld, Bürgergeld für Kinder und Kinderzuschlag

Die Kindergrundsicherung 2025 will Leistungen für Familien wie das Kindergeld, den Kinderzuschlag und das Bürgergeld für Kinder bündeln.

Es soll sich aus einem Kindergarantiebetrag und einem Kinderzusatzbetrag zusammensetzen. Der Garantiebetrag entspricht dem bisherigen Kindergeld. Er wird unabhängig vom Einkommen der Eltern für alle Kinder gezahlt. Das Antragsverfahren soll vereinfacht werden. Es soll weniger Bürokratie geben.

Kindergrundsicherung mit Kindergarantiebetrag und Kinderzusatzbetrag

Bürgergeld für Kinder ab 2024 erhöht

Ab 2024 erhöht sich zunächst das Bürgergeld für Kinder, ehe dann 2025 die Kindergrundsicherung greift.

  • Für Jugendliche von 14 bis 17 Jahren gibt es 51 Euro mehr; der Regelsatz wird für sie von  von 420 Euro auf 471 Euro angehoben.
  • Für Kinder im Alter zwischen dem 7 und 14 Jahren wird der Bürgergeld Regelsatz  um 42 Euro auf 390 Euro erhöht.
  • Kinder von 0 bis 6 Jahren erhalten 39 Euro mehr Bürgergeld, und zwar 357 Euro.

FDP betont Sozialreform-Stopp

Die FDP erklärte, dass die Kindergrundsicherung die letzte große sozialpolitische Reform der laufenden Legislaturperiode sei. Grund seien die Inflation und hoher Zinsen, die eine Ausweitung des Sozialstaats verbieten würden. „Erwirtschaften“ statt “weiteren Umverteilung” sei die Devise. Hierfür müssten Rahmenbedingungen geschaffen werden.. Es müsse zu einer klaren Anhebung der Minijobgrenze, damit Arbeit sich immer mehr lohnt”, sagte der Vorsitzende der Jugendorganisation der FDP Teutrine.


CDU Vorsitzender Merz kritisiert Bürokratie

Der CDU Chef Merz vertritte die Auffassung, dass die geplante Kindergrundsicherung wegen eines hohen Verwaltungsaufwands wenig wirksam sei. Der bürokratische Aufwand werde so hoch sein, dass am Ende des Tages bei den Kindern kaum etwas ankomme.

Von den geplanten 2,4 Milliarden Euro würden 500 Millionen für zusätzlichen Verwaltungsaufwand ausgegeben erklärte Merz. Er hält mehr Bildung für die Kinder, nicht mehr Transferleistungen für die Eltern für richtiger. Es müsse mehr für Bildung und Integration für Kinder getan werden. Nach Zahlen aus dem Bundesfinanzministerium sei die Kinderarmut vor allem als Migrationsproblem zu sehen, so Merz.

Zusammenfassung zur Höhe der Kindergrundsicherung

Das Wichtigste zum Schluss kurz zusammengefasst:

  • Die Kindergrundsicherung wird zum 1. Januar 2025 eingeführt.
  • Die Höhe der Kindergrundsicherung setzt sich zusammen aus Kindergarantiebetrag und Kinderzusatzbetrag.
  • Für Kinder bis einschließlich 5 Jahre beträgt die Kindergrundsicherung 530 Euro, für Kinder von 6 bis 13 Jahren beträgt die Kindergrundsicherung 557 Euro und für Kinder von 14 bis 17 Jahren beträgt sie 636 Euro. Das sind zunächst vorläufige, von der Bundesfamilienministerin genannte Zahlen.