News zu Rente, Grundsicherung (ehem. Bürgergeld), Schwerbehinderung, Pflege, Soziales und Finanzen - aktuelle Nachrichten auf Bürger & Geld!

Kündigung während Probezeit - wann unwirksam?

Urteil Landesarbeitsgericht: Kündigung während Probezeit – dann unwirksam nach Übernahmezusage

Erst die Übernahmezusage, dann die Kündigung: Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf erklärte eine solche Probezeitkündigung im konkreten Fall für unwirksam. Entscheidend waren die Personalbefugnisse des Vorgesetzten und fehlende neue Umstände, die den Kurswechsel rechtfertigten. Das Urteil ist rechtskräftig, schafft aber kein allgemeines Kündigungsverbot nach jeder Zusage. Wenn Sie betroffen sind, müssen Sie grundsätzlich die Dreiwochenfrist für eine Kündigungsschutzklage beachten.

Reformen 2027: Rente, Pflegegeld, Elterngeld

Reformen 2027: Was sich bei Pflege, Rente und Elterngeld an Änderungen abzeichnet

2027 könnte für Pflegebedürftige, Eltern und Rentenversicherte wichtige Änderungen bringen. Die Mütterrente III tritt im Januar in Kraft, wird aber erst 2028 ausgezahlt. Bei der Pflege liegt ein Kabinettsentwurf vor, während die geplante Elterngeldkürzung erneut zur Diskussion steht. Der Überblick zeigt Ihnen, was feststeht und was noch offen ist.

Betriebskostenabrechnung: Frist bis Jahreswechsel 2026 / 2027

Betriebskosten aus Mietvertrag: Diese Fristen laufen Ende 2026 ab

Für die Betriebskostenabrechnung 2025 endet am 31. Dezember 2026 eine entscheidende Frist. Geht die Abrechnung mit Nachforderung später zu, kann der Vermieter sein Geld meist nicht mehr verlangen. Mieter sollten aber auch ihre eigene Einwendungsfrist sowie die dreijährige Verjährung eines Guthabens kennen. Entscheidend ist der Zugang der Abrechnung – nicht das Versanddatum.

Teilrente 2027: Trick wirkt weiter - nur nicht mehr bei der Pflege

Teilrente 2027: Rente erhöhen bleibt möglich – mit Grenzen!

Mit einer Teilrente können Sie auch 2027 durch weitere Beschäftigung zusätzliche Rentenansprüche erwerben. Beim Krankengeld endet dagegen die bisherige 99,99-Prozent-Gestaltung. Das Pflegeneuordnungsgesetz soll außerdem zusätzliche Pflegebeiträge für Altersrentner nach der Regelaltersgrenze streichen. Diese Pflegeänderung ist bisher geplant, aber noch nicht endgültig beschlossen.

Bafög Erhöhung auf 2027 verschoben

Änderungsgesetz 2027 mit Erhöhung soll Bafög auf das Niveau der Grundsicherung bringen

Die Bundesregierung hat eine BAföG-Erhöhung vereinbart, doch Studierende müssen bis zum Sommersemester 2027 darauf warten. Geplant ist, die Wohnkostenpauschale von 380 auf 440 Euro anzuheben. Der Grundbedarf soll ab 2027/28 und erneut 2029 in zwei Schritten auf das Niveau der Grundsicherung steigen. Damit könnte der BAföG-Höchstsatz langfristig mehr als 1.100 Euro erreichen. Wer zu welchem Zeitpunkt von den höheren Leistungen profitiert – und weshalb sich der Start verzögert.

Mann im Hausflur zieht überrascht einen Zettel mit durchgestrichener 65 vom Kalender, Symbolbild für die Rentenreform 2026 und 2027

Was ist geplant, was schon beschlossen? Die Tabelle zur Reform der Rente!

Die Mütterrente soll erst ab 2028 greifen, über die Frühstart-Rente ist noch nicht entschieden, und für die Rente nach 45 Versicherungsjahren fehlt weiterhin ein konkreter Stichtag. Die Tabelle zeigt, welche Reformvorhaben bereits finanzielle Verbesserungen bringen können – und bei welchen Punkten rentennahe Jahrgänge noch auf verbindliche Klarheit warten.

Schwerbehinderung nach Beginn der Altersrente - höhere Rente?

Schwerbehinderung nach Rentenbeginn: Erhöht das Ihre Rente?

Eine erst nach Rentenbeginn anerkannte Schwerbehinderung erhöht die Altersrente meist nicht. Anders kann es aussehen, wenn ein GdB von mindestens 50 rückwirkend bereits ab dem ersten Rentenmonat festgestellt wird. Dann muss die Deutsche Rentenversicherung prüfen, ob eine günstigere Altersrente für schwerbehinderte Menschen zustand. Für Betroffene können geringere Abschläge und eine Nachzahlung möglich sein.

Fristlose Kündigung der Wohnung, wenn Miete zu spät gezahlt wird

Miete nicht rechtzeitig gezahlt: Droht jetzt die fristlose Kündigung der Wohnung?

Wer die Miete zu spät zahlt, verliert nicht sofort die Wohnung. Doch bei bestimmten Rückständen darf der Vermieter fristlos kündigen – oft sogar ohne vorherige Abmahnung. Eine vollständige Nachzahlung kann die fristlose Kündigung noch abwenden, schützt aber nicht immer vor einer zusätzlichen ordentlichen Kündigung. Was Mieter jetzt wissen und sofort tun sollten.

540 Euro Zuschuss zum Altersvorsorgedepot auch für Rentner?

Zuschuss zum staatlichen Altersvorsorgedepot 2027 – 540 Euro? Wer Anspruch hat! Auch Rentner? – Faktencheck!

Ab 2027 ersetzt das neue Altersvorsorgedepot das bisherige Riester-Modell für Neuverträge. Wer berechtigt ist und jährlich 1.800 Euro einzahlt, kann bis zu 540 Euro Grundzulage erhalten – Familien und Berufseinsteiger sogar mehr. Doch die Förderung ist keine automatische Rentenerhöhung: Vollrentnerinnen und Vollrentner gehen meist leer aus. Der Überblick zeigt, wer Anspruch hat, wie die Rechnung funktioniert und worauf beim Wechsel zu achten ist.

Mietminderung wegen Überhitzung der Wohnung

Die nächste Hitzewelle in der Wohnung kommt bestimmt: Wann Mieter die Miete mindern können

Steigen die Temperaturen in der Mietwohnung auf mehr als 30 Grad Celsius, ist eine Mietminderung nicht automatisch möglich. Entscheidend ist, ob ein baulicher Mangel wie unzureichender Wärmeschutz die Überhitzung verursacht und die Wohnung erheblich beeinträchtigt. Mieter sollten Temperaturen genau dokumentieren und den Vermieter schriftlich zur Abhilfe auffordern. In Einzelfällen haben Gerichte Minderungen von 20 Prozent anerkannt.

Minijob: Rechte als Arbeitnehmer

Minijob ist kein Arbeitsverhältnis zweiter Klasse: diese Rechte sind einklagbar!

Minijobberinnen und Minijobber haben arbeitsrechtlich grundsätzlich die gleichen zentralen Ansprüche wie Vollzeitkräfte. Dazu gehören der gesetzliche Mindestlohn, bezahlter Erholungsurlaub, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall sowie Schutz vor sachlich nicht gerechtfertigter Benachteiligung. In der Praxis kommt es trotzdem häufig zu Streit über Arbeitszeit, Urlaubsansprüche, Sonderzahlungen oder die Bezahlung bei Krankheit. Wichtig ist außerdem: Ein Minijob begründet in der Regel keine eigene Krankenversicherung. Nach Ablauf der sechswöchigen Entgeltfortzahlung besteht daher normalerweise auch kein Anspruch auf Krankengeld.

Wie hoch ist meine Rente, wenn ich nie gearbeitet habe?

Nie gearbeitet und dennoch gesetzliche Rente? Wie hoch? Fragen im Faktencheck!

Wer nie gearbeitet hat, erhält nicht immer keine gesetzliche Altersrente. Für die Regelaltersrente sind grundsätzlich fünf Jahre anrechenbare Versicherungszeit erforderlich – dazu können auch Kindererziehung, Pflege oder Zeiten nach einer Scheidung zählen. Fehlt ein Rentenanspruch und reicht das Geld im Alter nicht aus, kommt Grundsicherung im Alter vom Sozialamt in Betracht. Entscheidend ist eine genaue Prüfung des Rentenkontos und der persönlichen Einkommenssituation

Pflege zu Hause wie in Schweden

Pflege wie in Schweden: Was Deutschland von der „Hilfe zu Hause“ lernen kann

Pflegeexperten fordern mehr Selbstbestimmung und bessere Hilfen zu Hause – orientiert an Ländern wie Schweden. Dort organisieren Kommunen die Unterstützung im Alltag, während Pflegeheime meist erst infrage kommen, wenn die Versorgung in der Wohnung nicht mehr reicht. Deutschland kennt bereits den Vorrang häuslicher Pflege, doch Leistungsgrenzen, Fachkräftemangel und Versorgungsbrüche belasten viele Familien. Der Systemvergleich zeigt, warum Pflegepolitik stärker auf wohnortnahe und bezahlbare Hilfe setzen muss.

Wohngeld Tabelle 2026

Wohngeld-Tabelle 2026: so hoch dürfen Einkommen und Miete sein!

Die Wohngeldtabelle 2026 auf Bürger & Geld zeigt für Ein- bis Vierpersonenhaushalte, wie hoch die berücksichtigungsfähige Miete und das monatliche Höchsteinkommen ausfallen können. Die Einkommensgrenze hängt von Haushaltsgröße und Mietenstufe ab. Bei einer Person liegt sie zwischen 1.443 Euro und 1.619 Euro monatlichem Gesamteinkommen, bei vier Personen zwischen 3.324 Euro und 3.666 Euro. Zusätzlich erhöhen Heizkostenentlastung und Klimakomponente die anrechenbaren Wohnkosten.

Finanzrisiko bei Rente steigt - Bundesrechnungshof warnt!

Finanzielles Risiko bei der gesetzlichen Rente steigt – Bundesrechnungshof warnt!

Der Bundesrechnungshof warnt vor einer wachsenden Belastung des Bundeshaushalts durch die gesetzliche Rentenversicherung. Nach geltendem Recht könnten 2040 bereits 36,7 Prozent der Bundessteuereinnahmen in die Rentenkasse fließen. Mit weiteren Reformvorhaben wäre nach den Berechnungen der Prüfer ein Anteil von fast 46 Prozent möglich. Laufende Renten sind dadurch nicht gefährdet, doch die Debatte über Beiträge, Steuern und neue Leistungen nimmt an Schärfe zu.