Teilarbeitsunfähigkeit: Trotz Krankschreibung arbeiten und volles Gehalt behalten
Sie sind seit Wochen krank, fühlen sich aber an manchen Tagen gut genug für ein paar Stunden Arbeit? Die Bundesregierung will das künftig erlauben, bei vollem Gehalt.
Arbeitsrecht für Beschäftigte, Minijobber und arbeitende Rentner: Wir erklären Mindestlohn, Minijob-Grenze, Kündigungsschutz, Krankmeldung und Arbeitslosengeld. Im Mittelpunkt stehen Regeln, die Einkommen und soziale Absicherung betreffen.
Sie sind seit Wochen krank, fühlen sich aber an manchen Tagen gut genug für ein paar Stunden Arbeit? Die Bundesregierung will das künftig erlauben, bei vollem Gehalt.
Urlaub abgelehnt, kurz darauf krankgemeldet: Eine Krankmeldung nach abgelehntem Urlaub kann Ihren Job kosten, selbst mit Attest. Was das LAG Hamm entschied und wann echte Kranke geschützt bleiben.
Ein bezahlter Urlaubstag darf Ihre Überstundenzuschläge nicht schrumpfen lassen, entschied das Bundesarbeitsgericht. Ein Sicherheitsmitarbeiter aus Baden-Württemberg bekommt 36,14 Euro nach, für zwei weitere Monate aber nichts.
Kündigung wegen Arbeitszeitbetrug trotz erlaubtem Homeoffice: Ein Familienvater wehrte sich gegen drei Kündigungen und gewann. Welche Fehler Ihren Arbeitgeber zu Fall bringen können und welche Frist Sie kennen müssen.
Die Bundesregierung will einen ärztlichen Nachweis ab dem ersten Krankheitstag zur Regel machen. Noch ist die Änderung nicht umgesetzt. Arbeitgeber dürfen ein Attest ab Tag 1 allerdings schon nach geltendem Recht verlangen. Für Beschäftigte kommt es deshalb auf die Vorgaben im eigenen Arbeitsverhältnis an.
Immer wieder ein paar Tage krank, und die Sorge um den Job wächst: Eine Kündigung wegen Kurzerkrankungen hat hohe Hürden. Was Ihr Arbeitgeber belegen muss und welche Frist zählt.
Auch eine längere Krankschreibung schützt nicht automatisch vor einer Kündigung. Für Beschäftigte sind das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM), die Drei-Wochen-Frist für eine Kündigungsschutzklage und die 78-Wochen-Grenze beim Krankengeld besonders wichtig. Hinzu kommen mögliche Risiken eines Aufhebungsvertrags. Der Überblick zeigt außerdem, unter welchen Voraussetzungen nach der Aussteuerung Arbeitslosengeld oder eine Erwerbsminderungsrente infrage kommen.
Noch Urlaubstage offen und der Chef spricht von Verfall am 31. Dezember? Ohne konkreten Hinweis darf er die Tage nicht streichen. Bei Kündigung wird daraus sogar Geld.

Sie stolpern auf dem Rückweg vom Bäcker und denken, die Unfallversicherung zahlt. In der Mittagspause stimmt das oft nicht. Welche Pausenregeln wirklich gelten, wissen die wenigsten.
Aushilfe teurer, Krankenkasse teurer, Pflege teurer: Für viele Selbstständige verschiebt sich die Kalkulation ab Januar 2027 spürbar. Welche Änderungen feststehen und welche Pläne noch wackeln.

Ein Aufhebungsvertrag kann beim Arbeitslosengeld I eine Sperrzeit auslösen – muss es aber nicht. Nach der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts kann eine konkret drohende betriebsbedingte Kündigung zu vergleichbaren Bedingungen einen wichtigen Grund für den Vertragsabschluss darstellen. Sind die maßgeblichen Voraussetzungen erfüllt, bleibt die Sperrzeit aus. Beschäftigte, die 2026 einen Aufhebungsvertrag erwägen, sollten deshalb die Umstände der geplanten Kündigung und die Vertragsformulierungen sorgfältig prüfen.
Ein Ferienjob bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, eigenes Geld zu verdienen. Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde haben jedoch nicht alle: Wer unter 18 Jahre alt ist und noch keine Berufsausbildung abgeschlossen hat, ist grundsätzlich davon ausgenommen. Volljährige Schüler haben dagegen in der Regel Anspruch auf den Mindestlohn. Bei Praktika kommt es insbesondere auf die Art und Dauer an. Eltern und Arbeitgeber müssen zudem die besonderen Schutzvorschriften des Jugendarbeitsschutzgesetzes im Blick behalten.
Der Dienstplan bleibt leer, am Monatsende fehlen trotzdem Hunderte Euro auf dem Konto. Warum viele Lohnabzüge wegen Minusstunden vor Gericht keinen Bestand hätten.
Resturlaub verfällt nicht einfach, und abgesagte Schichten müssen bezahlt werden: Diese Rechte gelten schon seit Jahren. Viele Beschäftigte verzichten trotzdem jeden Monat auf Geld, das ihnen zusteht.
Teilzeit kann mehr Raum für Familie und Pflege schaffen oder den Berufsalltag erleichtern. Bevor Sie Ihre Arbeitszeit reduzieren, sollten Sie klären, wie Sie den Antrag stellen, ob Sie später zur bisherigen Stundenzahl zurückkehren können und was sich bei Urlaub und Rente ändert. Der Artikel erläutert die Voraussetzungen für einen Teilzeitanspruch, die Rückkehrmöglichkeiten bei Brückenteilzeit und die finanziellen Folgen, die Sie vor einer Vereinbarung prüfen sollten.
Eltern mit schulpflichtigen Kindern haben keinen uneingeschränkten Anspruch auf Urlaub während der Schulferien. Ihre Urlaubswünsche haben jedoch aus sozialen Gründen besonderes Gewicht. Arbeitgeber müssen sie berücksichtigen und dürfen sie nur ablehnen, wenn dringende betriebliche Belange oder sozial vorrangige Urlaubswünsche anderer Beschäftigter entgegenstehen. Der Artikel erklärt, welche Rechte Ihnen das Bundesurlaubsgesetz einräumt, wie Sie auf eine Ablehnung reagieren können und weshalb Reisen mit schulpflichtigen Kindern außerhalb der Ferien rechtlich problematisch sein können. So können Sie Ihre nächste Urlaubsplanung besser vorbereiten.
Das Bundessozialgericht stärkt Arbeitslose, die wegen eines fehlenden Behördenhinweises Nachteile erleiden. Im entschiedenen Fall muss eine schriftliche, nicht formgerechte Arbeitslosmeldung rückwirkend als wirksam behandelt werden. Eine allgemeine Arbeitslosmeldung per Brief hat das Gericht damit nicht zugelassen. Ob die Klägerin früher Arbeitslosengeld erhält, muss das Landessozialgericht noch klären.
Wenn das Krankengeld nach 78 Wochen endet und die Rentenversicherung noch nicht über die Erwerbsminderung entschieden hat, droht vielen Erkrankten eine finanzielle Lücke. Die Nahtlosigkeitsregelung nach § 145 SGB III kann diese Zeit überbrücken. Entscheidend ist, die Voraussetzungen zu erfüllen und im Beratungsgespräch Fehler zu vermeiden, die den Anspruch gefährden könnten.
Eine Pflegefachkraft war bis zum Ende ihres Arbeitsverhältnisses krankgeschrieben und begann am nächsten Tag eine neue Stelle. Ihr bisheriger Arbeitgeber warf ihr eine vorgetäuschte Erkrankung vor und kündigte fristlos. Das Landesarbeitsgericht Schleswig-Holstein erklärte die Kündigung für unwirksam. Entscheidend waren die konkreten Umstände und der fehlende Nachweis einer Täuschung.
Erst die Übernahmezusage, dann die Kündigung: Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf erklärte eine solche Probezeitkündigung im konkreten Fall für unwirksam. Entscheidend waren die Personalbefugnisse des Vorgesetzten und fehlende neue Umstände, die den Kurswechsel rechtfertigten. Das Urteil ist rechtskräftig, schafft aber kein allgemeines Kündigungsverbot nach jeder Zusage. Wenn Sie betroffen sind, müssen Sie grundsätzlich die Dreiwochenfrist für eine Kündigungsschutzklage beachten.
Minijobberinnen und Minijobber haben arbeitsrechtlich grundsätzlich die gleichen zentralen Ansprüche wie Vollzeitkräfte. Dazu gehören der gesetzliche Mindestlohn, bezahlter Erholungsurlaub, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall sowie Schutz vor sachlich nicht gerechtfertigter Benachteiligung. In der Praxis kommt es trotzdem häufig zu Streit über Arbeitszeit, Urlaubsansprüche, Sonderzahlungen oder die Bezahlung bei Krankheit. Wichtig ist außerdem: Ein Minijob begründet in der Regel keine eigene Krankenversicherung. Nach Ablauf der sechswöchigen Entgeltfortzahlung besteht daher normalerweise auch kein Anspruch auf Krankengeld.
Nach einer Kündigung bleibt meist nur wenig Zeit: Innerhalb von drei Wochen muss eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht eingehen. Doch ab wann läuft diese Frist genau – ab dem Datum auf dem Schreiben, dem Einwurf in den Briefkasten oder erst nach dem tatsächlichen Lesen? Der Artikel erklärt die Regeln zum Zugang der Kündigung, typische Risiken und die wichtigsten Sofortmaßnahmen.
Nach einem Streit verließ ein Werftarbeiter seinen Arbeitsplatz offenbar im Zorn – wenig später erhielt er die fristlose Kündigung. Vor Gericht hatte der Mann jedoch Erfolg: Die Richter bewerteten den Rauswurf als unverhältnismäßig. Damit muss der Arbeitgeber nun entscheiden, ob er den Arbeitnehmer weiterbeschäftigt oder eine Abfindung in fünfstelliger Höhe zahlt.
Kurz vor der Rente und trotzdem nur eine geringe Abfindung? Bei Sozialplänen dürfen rentennahe Arbeitnehmer unter bestimmten Bedingungen weniger erhalten oder sogar leer ausgehen. Entscheidend ist, ob nach der Kündigung Arbeitslosengeld I und anschließend eine gesetzliche Altersrente möglich sind. Was ältere Beschäftigte jetzt prüfen sollten und wann eine Kürzung rechtmäßig ist.
Erst die Kündigung, dann die böse Überraschung beim Amt: Warum eine hohe Abfindung nicht automatisch finanzielle Sicherheit bedeutet – und worauf es beim Timing wirklich ankommt.
Ein Satz im Arbeitsvertrag entscheidet, ob geleistete Überstunden je bezahlt werden – oder für immer unentgeltlich bleiben. Viele Klauseln sind rechtlich gar nicht haltbar, ohne dass Beschäftigte es wissen.
Drei von vier Beschäftigten arbeiten schon länger, als ihr Vertrag verlangt – und viele würden noch mehr leisten. Eine Bedingung entscheidet darüber, ob daraus Dauerzustand oder Frust wird.
Bei einer Kündigung schwerbehinderter Beschäftigter muss der Arbeitgeber meist zuvor das Integrationsamt einschalten. Fehlt die Zustimmung, kann die Kündigung unwirksam sein. Besonders wichtig sind jedoch die Ausnahmen in den ersten sechs Monaten, eine mögliche Gleichstellung und die Klagefrist von drei Wochen. Der Artikel erklärt, welche Rechte Betroffene haben und was sie sofort tun sollten.
Zwischen den unteren zehn Prozent und den Topverdienern liegen in Deutschland rechnerisch mehr als 66.000 Euro im Jahr. Während der Mindestlohn in zwei Stufen steigt, bleibt die Grundsicherung eingefroren – der Abstand zwischen Arbeit und Bürgergeld wächst. Ein Blick auf Zahlen, die viele überraschen dürften.
Das Arbeitsgericht Münster verhandelt über eine Klage auf Mindestlohn in einer Werkstatt für behinderte Menschen. Ein langjährig Beschäftigter fordert die Differenz zwischen seinem Werkstattentgelt und 13,90 Euro Mindestlohn pro Stunde. Entscheidend ist, ob seine Tätigkeit rechtlich als Arbeitsverhältnis gilt oder das bisherige Entgeltsystem einer grundsätzlichen Prüfung standhält. Das Verfahren betrifft eine Debatte, die bundesweit rund 300.000 Werkstattbeschäftigte berührt.