News: Rente

Altersrente, Erwerbsminderungsrente, Witwenrente und Grundrente: Wir erklären, welche Ansprüche Sie haben, wie Ihre Rente berechnet wird und was Rentenreformen konkret für Ihren Jahrgang bedeuten. Mit Fristen, Rechenbeispielen und Hinweisen zu Rentenbescheid, Abschlägen und Hinzuverdienst. Die Beiträge schreibt unsere Redaktion mit Schwerpunkt Sozialrecht und prüft sie anhand von Gesetzestexten und Angaben der Deutschen Rentenversicherung.

Rente Deutschland - Rente Niederlande

Rente in den Niederlanden: AOW und Betriebsrente – Vorbild für Deutschland?

Gleiche Arbeit, anderes Alter: Während hierzulande viele um ihre Rente bangen, bauen Niederländer fast automatisch eine zweite Rente auf. Warum Deutschland dieses Modell bislang nicht nutzt. Für Deutschland ist vor allem die breite Verankerung der **Betriebsrente** interessant: Als zweite Säule der Altersvorsorge kann sie die gesetzliche Rente deutlich ergänzen. Das niederländische Modell lässt sich allerdings nicht ohne Weiteres übertragen. Da die betrieblichen Pensionen dort stark auf Kapitalanlagen beruhen, unterliegen sie Markt-, Zins- und Inflationsrisiken. Hinzu kommt ein grundlegender Systemwechsel, der seit 2023 läuft: An die Stelle bisheriger Leistungszusagen treten zunehmend beitragsorientierte Zusagen.

2027 neue Renten Hochrechnungsregel

Neue Regel sorgt für höhere Rente bei vielen Neurentnern 2027

Bei neuen Altersrenten wird das Entgelt ab 2027 automatisch hochgerechnet. Treffen später weitere Entgeltmeldungen ein, beispielsweise zu Weihnachtsgeld, Boni oder einer Gehaltserhöhung kurz vor Rentenbeginn, kann die Rente nachträglich zugunsten der Versicherten neu berechnet werden. Wir erläutern, wer davon profitieren kann, welche Einschränkungen gelten und wie sich die Neuregelung auf die Rentenhöhe 2027 auswirken kann.

Faktencheck Rentenkommission

Reform der Rente im Check: DAS kommt wahrscheinlich, DAS nicht

Mit 33 Vorschlägen hat die Rentenkommission Empfehlungen für eine umfassende Reform der gesetzlichen Rente vorgelegt. Dazu gehören eine kapitalgedeckte Ergänzung der Altersvorsorge und ein mögliches Ende der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren. Die Bundesregierung will die Empfehlungen zeitnah prüfen und daraus Gesetzesvorhaben entwickeln. Verbindlich beschlossen ist bislang keine dieser Änderungen. Der Faktencheck beleuchtet, welche Vorschläge politisch Aussicht auf Umsetzung haben, welche Folgen für Beschäftigte denkbar sind und welche Fragen vor einer gesetzlichen Neuregelung offenbleiben.

Warum Österreichs Pensionssystem im Vergleich zu Deutschland so viel höhere Renten ermöglicht

Kommt nun doch die Rente wie in Österreich? Warum ist das System des Nachbarlandes ein Vorbild für Deutschland?

In Österreich erreichen die gesetzlichen Pensionen häufig rund 80 bis 90 Prozent des letzten Einkommens. In Deutschland liegt das Rentenniveau dagegen bei 48 Prozent, wobei die beiden Angaben auf unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen beruhen und deshalb nicht unmittelbar vergleichbar sind. Dennoch macht der Blick nach Österreich deutlich, welche Rolle ein höherer Beitragssatz und die breitere Einbeziehung von Versicherten in ein weitgehend einheitliches System spielen können. Gleichzeitig steht auch das österreichische Pensionssystem unter finanziellem Druck und ist vor künftigen Leistungskürzungen nicht grundsätzlich geschützt.

Boomer gehen in Rente: Gibt es bald Jobs im Überfluss?

Faktencheck: Jobs im Überfluss, wenn die Boomer in Rente gehen?

Millionen Babyboomer werden in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen. Für jüngere Beschäftigte und Arbeitsuchende bedeutet das jedoch nicht zwangsläufig mehr offene Stellen. Eine Expertin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung erklärt, weshalb Unternehmen frei werdende Arbeitsplätze nicht durchgehend neu besetzen – und welche Rolle die geplante Aktivrente dabei spielen könnte.

Wann wird die Erwerbsminderungsrente erhöht?

Erwerbsminderungsrente: Der Zeitplan für die Erhöhungen

Die Erwerbsminderungsrente ist seit Juli 2026 um 4,24 Prozent erhöht. Für bestimmte ältere Renten gibt es zusätzlich den bereits 2024 eingeführten Bestandszuschlag. Dieser wird seit Dezember 2025 zusammen mit der Rente ausgezahlt. Welche Termine und Voraussetzungen entscheidend sind

Höhe der EM Rente

Wie bei einer EM Rente die Höhe der monatlichen Zahlung zustande kommt

Die Höhe Ihrer Erwerbsminderungsrente hängt von mehreren gesetzlich geregelten Faktoren ab. Dazu zählen Entgeltpunkte, die Zurechnungszeit, mögliche Abschläge und Zuschläge. Der Beitrag erklärt die Rentenformel der Deutschen Rentenversicherung verständlich und zeigt, wie sich Versicherungszeiten, ein möglicher Grundrentenzuschlag und aktuelle Verbesserungen auf die monatliche Zahlung auswirken. Maßgeblich ist dabei Ihre persönliche Erwerbs- und Versicherungsbiografie. So können Sie besser einschätzen, ob Ihre voraussichtliche EM-Rente ausreicht, um Ihren Bedarf zu decken.

Mütterrente III: Welche Eltern keine Zahlung erhalten

Ausnahmen zur Mütterrente III: Dann haben Elternteile keinen Anspruch auf zusätzliche Rentenzahlungen!

Mit der Mütterrente III steigen ab 2027 die Rentenansprüche für die Erziehung von Kindern, die vor 1992 geboren wurden. Ausgezahlt wird die Erhöhung allerdings erst 2028. Nicht alle Eltern profitieren davon: Ob ein zusätzliches Rentenplus entsteht, hängt unter anderem vom Geburtsdatum des Kindes, der Zuordnung der Kindererziehungszeiten und möglichen Ausschlüssen wegen einer anderen Altersversorgung ab. Wer Grundsicherung bezieht, muss außerdem damit rechnen, dass die Anrechnung als Einkommen den finanziellen Zugewinn verringert.

Jahrgang 1976: wann in Rente?

Dann kann der Geburtsjahrgang 1976 in Rente gehen: nach aktueller Gesetzeslage vs. Basis der Rentenreform

Wer 1976 geboren wurde, erreicht die gesetzliche Regelaltersgrenze von 67 Jahren im Jahr 2043. Mit 45 Versicherungsjahren ist ein abschlagsfreier Renteneinstieg bereits mit 65 möglich. Wer dagegen schon mit 63 in Rente geht, muss unter Umständen dauerhafte Abschläge von bis zu 14,4 Prozent hinnehmen. Wie hoch die Rente ausfällt, hängt insbesondere von den erworbenen Entgeltpunkten, den Versicherungszeiten und dem gewählten Rentenbeginn ab. Diskutierte Reformen zur Anhebung der Altersgrenzen könnten auch diesen Jahrgang betreffen. Rechtsverbindlich sind diese Pläne bislang jedoch nicht.

Rentenreform ohne Auswirkungen für laufende Renten

Rentenreform 2027 – was Bestandrentner zur neuen Rente wissen müssen!

Die geplante Rentenreform sieht nach aktuellem Stand weder pauschale Kürzungen noch eine Neuberechnung laufender Altersrenten vor. Für Bestandsrentner könnten sich dennoch langfristige Folgen ergeben: Ab 2032 könnten die Rentenerhöhungen hinter der Lohnentwicklung zurückbleiben. Die Vorschläge der Alterssicherungskommission sind bislang jedoch nicht gesetzlich beschlossen.

Rente und Steuern 2027

Steuerreform 2027 und die Auswirkungen auf die Rente ab 2027: da müssen Rentner wissen!

Die für 2027 vorgesehene Einkommensteuerreform soll den Grundfreibetrag anheben und die Tarifgrenzen verschieben. Das könnte viele Rentner steuerlich entlasten. Änderungen bei Handwerkerleistungen und Minijobs könnten dagegen finanzielle Nachteile mit sich bringen. Zugleich sollen neue staatlich geförderte Vorsorgemodelle mit Depotlösungen die Riester-Rente für Neukunden ablösen.

Einige Länder gegen Neuorganisation der Deutschen Rentenversicherung

Rente vor der Strukturreform? Doch Bundesländer bremsen Zentralisierung der DRV aus

Mehrere Bundesländer lehnen eine rasche Zentralisierung der Deutschen Rentenversicherung ab. Statt die 16 Rentenversicherungsträger unmittelbar zu einer zentralen Organisation zusammenzuführen, setzen sie zunächst auf gemeinsame IT-Systeme und effizientere Entscheidungswege. Für Versicherte ändert sich vorerst nichts an den Rentenansprüchen, der Antragstellung oder den Beratungsstellen. Eine gesetzliche Entscheidung über die Organisationsreform steht noch aus.

Abschläge bei der Rente werden beim Versorgungsausgleich nicht berücksichtigt

Vorzeitig in Rente und dann Scheidung: Warum Abschläge im Versorgungsausgleich nicht berücksichtigt werden!

Ein vorzeitiger Rentenbeginn mindert die Rente dauerhaft. Kommt es später zur Scheidung, verringern diese Abschläge jedoch in der Regel nicht den Versorgungsausgleich. Nach der Klarstellung des BGH kommt es auf die in der Ehezeit erworbenen Entgeltpunkte an, nicht auf die gekürzte monatliche Auszahlung. Eine lange Trennungszeit allein reicht ebenfalls nicht aus: Ausnahmen sind nur unter engen Voraussetzungen möglich.

Rente 2026: Warum viele ihre Punkte falsch einschätzen

42,52 Euro pro Punkt 2026: Wie viel Rente später daraus wird – 3 wichtige Rechenbeispiele!

Seit Juli 2026 ist ein Rentenpunkt monatlich 42,52 Euro wert. Wie hoch Ihre Rente ausfällt, hängt jedoch auch von den erworbenen Entgeltpunkten und möglichen Abschlägen ab. Drei Rechenbeispiele zeigen, wie sich diese Faktoren auf die Rentenhöhe auswirken und was ein dauerhafter Abschlag finanziell bedeutet. Wer die Berechnung nachvollzieht, kann seinen Rentenbescheid gezielter prüfen.