News: Rente

Altersrente, Erwerbsminderungsrente, Witwenrente und Grundrente: Wir erklären, welche Ansprüche Sie haben, wie Ihre Rente berechnet wird und was Rentenreformen konkret für Ihren Jahrgang bedeuten. Mit Fristen, Rechenbeispielen und Hinweisen zu Rentenbescheid, Abschlägen und Hinzuverdienst. Die Beiträge schreibt unsere Redaktion mit Schwerpunkt Sozialrecht und prüft sie anhand von Gesetzestexten und Angaben der Deutschen Rentenversicherung.

Jahrgang 1966 in Rente

Geburtsjahrgang 1966 muss Reform der Rente nicht fürchten – was das heißt!

Für den Jahrgang 1966 liegt die Regelaltersgrenze bei 67 Jahren. Wer 45 Versicherungsjahre erfüllt, kann bereits mit 65 ohne Abschläge in Rente gehen. Mit 35 Versicherungsjahren ist ein Rentenbeginn ab 63 möglich, allerdings mit dauerhaften Abschlägen von bis zu 14,4 Prozent. Ein Blick in den Versicherungsverlauf hilft Ihnen, die erfassten Zeiten zu prüfen und mögliche Lücken frühzeitig zu erkennen.

Rentenreform erst 2027

Reform der Rente wahrscheinlich erst 2027: Geplante Änderungen in der Tabelle

Die große Rentenreform könnte sich Medienberichten zufolge bis ins Frühjahr 2027 verschieben. Eine offizielle Bestätigung dieses Zeitplans steht bislang aus. Umstritten ist vor allem die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren. Auch eine gesetzliche Kapitalrente und Änderungen der Altersgrenzen stehen zur Diskussion. Für Ihre Rentenplanung bleiben die bisherigen Regeln maßgeblich, solange keine gesetzlichen Änderungen in Kraft treten.

Schweitzer: Kompromiss bei abschlagsfreier Rente mit 45 Jahren

Frührente mit 63: Schweitzer will Kompromiss bei abschlagsfreier Rente

Arbeitsminister Alexander Schweitzer sucht einen Kompromiss über die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren. Eine neue gesetzliche Regelung steht damit noch nicht fest. Für Versicherte bleiben Geburtsjahr, Altersgrenze und anerkannte Versicherungszeiten entscheidend.

Höherer Freibetrag für die Rente in der Grundsicherung

Rentner mit Grundsicherung: Mehr von der Rente behalten – Rentenkommission will Freibetrag erhöhen

Nach dem Vorschlag der Rentenkommission sollen sich Beitragsjahre in der gesetzlichen Rentenversicherung stärker auszahlen. Ein zusätzlicher Freibetrag soll dafür sorgen, dass auch Menschen ohne Grundrentenanspruch bei der Grundsicherung im Alter mehr von ihrer gesetzlichen Rente behalten. Wer lange Beiträge gezahlt hat, hätte dadurch mehr Geld zur Verfügung als jemand ohne entsprechende Beitragszeiten. Bislang handelt es sich jedoch lediglich um eine Empfehlung im Rahmen der Sozialstaatsreform, nicht um eine beschlossene Regelung.

80 Prozent der neuen EM-Renten unter 1500 Euro

Statistik zur Erwerbsminderungsente: Fast 80 Prozent der Neu-Rente unter 1.500 Euro

Knapp vier von fünf neu bewilligten vollen Erwerbsminderungsrenten lagen 2025 unter 1.500 Euro im Monat. Zwar zeigt die Statistik eine leichte Verschiebung hin zu höheren Zahlbeträgen, für viele Betroffene bleibt der finanzielle Spielraum jedoch begrenzt. Wie hoch die Rente ausfällt und ob ergänzende Sozialleistungen infrage kommen, hängt von der persönlichen Erwerbsbiografie, den Versicherungszeiten und den individuellen Lebensumständen ab.

Rente Deutschland - Rente Niederlande

Rente in den Niederlanden: AOW und Betriebsrente – Vorbild für Deutschland?

Gleiche Arbeit, anderes Alter: Während hierzulande viele um ihre Rente bangen, bauen Niederländer fast automatisch eine zweite Rente auf. Warum Deutschland dieses Modell bislang nicht nutzt. Für Deutschland ist vor allem die breite Verankerung der **Betriebsrente** interessant: Als zweite Säule der Altersvorsorge kann sie die gesetzliche Rente deutlich ergänzen. Das niederländische Modell lässt sich allerdings nicht ohne Weiteres übertragen. Da die betrieblichen Pensionen dort stark auf Kapitalanlagen beruhen, unterliegen sie Markt-, Zins- und Inflationsrisiken. Hinzu kommt ein grundlegender Systemwechsel, der seit 2023 läuft: An die Stelle bisheriger Leistungszusagen treten zunehmend beitragsorientierte Zusagen.

2027 neue Renten Hochrechnungsregel

Neue Regel sorgt für höhere Rente bei vielen Neurentnern 2027

Bei neuen Altersrenten wird das Entgelt ab 2027 automatisch hochgerechnet. Treffen später weitere Entgeltmeldungen ein, beispielsweise zu Weihnachtsgeld, Boni oder einer Gehaltserhöhung kurz vor Rentenbeginn, kann die Rente nachträglich zugunsten der Versicherten neu berechnet werden. Wir erläutern, wer davon profitieren kann, welche Einschränkungen gelten und wie sich die Neuregelung auf die Rentenhöhe 2027 auswirken kann.

Faktencheck Rentenkommission

Reform der Rente im Check: DAS kommt wahrscheinlich, DAS nicht

Mit 33 Vorschlägen hat die Rentenkommission Empfehlungen für eine umfassende Reform der gesetzlichen Rente vorgelegt. Dazu gehören eine kapitalgedeckte Ergänzung der Altersvorsorge und ein mögliches Ende der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren. Die Bundesregierung will die Empfehlungen zeitnah prüfen und daraus Gesetzesvorhaben entwickeln. Verbindlich beschlossen ist bislang keine dieser Änderungen. Der Faktencheck beleuchtet, welche Vorschläge politisch Aussicht auf Umsetzung haben, welche Folgen für Beschäftigte denkbar sind und welche Fragen vor einer gesetzlichen Neuregelung offenbleiben.

Warum Österreichs Pensionssystem im Vergleich zu Deutschland so viel höhere Renten ermöglicht

Kommt nun doch die Rente wie in Österreich? Warum ist das System des Nachbarlandes ein Vorbild für Deutschland?

In Österreich erreichen die gesetzlichen Pensionen häufig rund 80 bis 90 Prozent des letzten Einkommens. In Deutschland liegt das Rentenniveau dagegen bei 48 Prozent, wobei die beiden Angaben auf unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen beruhen und deshalb nicht unmittelbar vergleichbar sind. Dennoch macht der Blick nach Österreich deutlich, welche Rolle ein höherer Beitragssatz und die breitere Einbeziehung von Versicherten in ein weitgehend einheitliches System spielen können. Gleichzeitig steht auch das österreichische Pensionssystem unter finanziellem Druck und ist vor künftigen Leistungskürzungen nicht grundsätzlich geschützt.

Boomer gehen in Rente: Gibt es bald Jobs im Überfluss?

Faktencheck: Jobs im Überfluss, wenn die Boomer in Rente gehen?

Millionen Babyboomer werden in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen. Für jüngere Beschäftigte und Arbeitsuchende bedeutet das jedoch nicht zwangsläufig mehr offene Stellen. Eine Expertin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung erklärt, weshalb Unternehmen frei werdende Arbeitsplätze nicht durchgehend neu besetzen – und welche Rolle die geplante Aktivrente dabei spielen könnte.

Wann wird die Erwerbsminderungsrente erhöht?

Erwerbsminderungsrente: Der Zeitplan für die Erhöhungen

Die Erwerbsminderungsrente ist seit Juli 2026 um 4,24 Prozent erhöht. Für bestimmte ältere Renten gibt es zusätzlich den bereits 2024 eingeführten Bestandszuschlag. Dieser wird seit Dezember 2025 zusammen mit der Rente ausgezahlt. Welche Termine und Voraussetzungen entscheidend sind